Bachelorarbeit, 2017
57 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Die Geschichte der Qualitätsentwicklung
3. Theoretische Perspektiven zur Profession der Pflege nach Ulrich Oevermann
4. Professionalisierung und Akademisierung der Pflege in Deutschland
4.1 Der duale Studiengang Pflege
5. Rahmenbedingungen im ambulanten Setting
5.1 Rahmenverträge und Zulassung
5.2 Finanzierung
6. Methode
6.1 Literaturanalyse
6.2 Forschungsmethode: Experteninterviews
6.2.1 Hauptfrage
6.2.2 Methodisches Design und Forschungsprozess und Sample
6.2.3 Fragen des Interviews und Leitfaden
6.2.4 Auswertungsmethode und Analyse
6.2.5 Methoden Kritik
7. Ergebnisse
7.1 Auswertung der Experteninterviews – Kategorienübersicht
7.2 Beschreibung der Ergebnisse
7.2.1 Interpretation der Ergebnisse
7.3 Stressoren unter dem Blickwinkel der Salutogenese
7.4 Diskussion
8. Fazit und Handlungsempfehlungen
9. Ausblick
10. Literatur
10.1 Abbildungen, Tabellenverzeichnis
Die Bachelorarbeit untersucht, ob akademisierte Pflegefachkräfte das ambulante Pflegesetting als zukünftiges Arbeitsfeld in Betracht ziehen, welche Erwartungen sie mitbringen und welche Herausforderungen die aktuelle Struktur für eine erfolgreiche Akademisierung bietet.
3. Theoretische Perspektiven zur Profession der Pflege nach Ulrich Oevermann
In der Entwicklung einer Pflegeprofession sind wir heute in der Erkenntnis angekommen, dass pflegetheoretische Aspekte grundsätzlich und stets wesentliche Voraussetzungen für die Gestaltung einer professionellen Pflege sind. Individuelles Fallverstehen und evidence-based nursing sind hier nur zwei Schlagworte, die diese Wissensrealität beschreiben. So spiegelt sich in der „Pflegewelt“ eine Notwendigkeit wieder, die in der praktischen Umsetzung schnell ihre Grenzen findet. Beispielhaft können hier die nationalen Expertenstandards genannt werden, die grundsätzlich nur einen Rahmen geben, um individuelle Standards zu entwickeln. Genau diese Entwicklungsarbeit macht jedoch den Pflegekräften große Probleme. Solch handlungstheoretische Fertigkeiten werden den Pflegefachpersonen abverlangt, wobei derlei Kenntnisvermittlung im derzeitigen Ausbildungscurriculum zur Pflegefachperson kaum zu finden ist.
Die Tatsache, dass Pflegekräfte genauso wie die Ärzte ein Mandat der Patienten erhalten, darf bedeuten, dass die Parteien, wie Oevermann es im therapeutischen Bündnis zwischen Arzt und Patient beschreibt, ein Arbeitsbündnis im pflegerischen Bereich eingehen. Hier ist die Profession der Pflegefachkraft gefragt, um den Patienten eine professionelle Pflege angedeihen lassen zu können. So erklärt Oevermann: „Denn es ist ja im therapeutischen Arbeitsbündnis unabdingbare Voraussetzung für dessen praktische Autonomie und damit für die die Autonomie stützende Selbstverantwortlichkeit des Patienten in der helfenden und zugleich Hilflosigkeit erzeugenden Behandlung, daß der Kranke auf eigenen Entschluß hin in Anerkennung seines Leidens sich in Behandlung begibt, also sich selbst zum Patienten macht“.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der ambulanten Pflege im Kontext des demographischen Wandels ein und begründet die Notwendigkeit der Akademisierung für eine evidenzbasierte Versorgung.
2. Die Geschichte der Qualitätsentwicklung: Dieses Kapitel beleuchtet historische Perspektiven und die Evolution des Qualitätsmanagements, um die Grundlage für moderne Qualitätsanforderungen zu legen.
3. Theoretische Perspektiven zur Profession der Pflege nach Ulrich Oevermann: Hier wird anhand von Oevermanns Theorie die Notwendigkeit professionellen Handelns in der Pflege sowie die Bedeutung des therapeutischen Arbeitsbündnisses erörtert.
4. Professionalisierung und Akademisierung der Pflege in Deutschland: Dieser Abschnitt beschreibt den historischen Weg der Pflegeakademisierung, die Rolle von Pionierinnen und die Etablierung dualer Studiengänge.
5. Rahmenbedingungen im ambulanten Setting: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen und ökonomischen Bedingungen, insbesondere Rahmenverträge, Zulassungsrichtlinien und die Vergütungssysteme der ambulanten Pflege.
6. Methode: Die Verfasserin legt hier ihr methodisches Vorgehen dar, welches eine Literaturanalyse sowie eine qualitative Forschung mittels Experteninterviews umfasst.
7. Ergebnisse: Dies ist der empirische Hauptteil, in dem die Ergebnisse der Experteninterviews kategorisiert, interpretiert und unter Einbezug der Salutogenese diskutiert werden.
8. Fazit und Handlungsempfehlungen: Hier werden die Forschungsergebnisse synthetisiert und konkrete Vorschläge zur strukturellen Weiterentwicklung und Spezialisierung ambulanter Dienste formuliert.
9. Ausblick: Der Ausblick thematisiert zukünftige Herausforderungen für ambulante Pflegedienste und notwendige Anpassungen in der Organisationsstruktur für akademisiertes Personal.
10. Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen und die ergänzenden Abbildungs- und Tabellennachweise auf.
Ambulante Pflege, Akademisierung, Pflegeprofession, Qualitätsmanagement, Experteninterview, Salutogenese, Pflegemanagement, Duales Studium, Fachkraftquote, Pflegepolitik, Arbeitsbündnis, Evidence Based Nursing, Patientenversorgung, Strukturveränderung, Professionalisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle akademisierter Pflegefachkräfte in der ambulanten Pflege und untersucht, wie das Arbeitssetting für diese Fachgruppe attraktiv gestaltet werden kann.
Zu den zentralen Themen gehören die Qualitätssicherung, die Professionalisierung der Pflege durch Akademisierung, die aktuellen Rahmenbedingungen der ambulanten Versorgung sowie die Erwartungen von Pflegestudierenden.
Das Ziel ist herauszufinden, ob akademisierte Pflegefachkräfte die ambulante Pflege als zukünftiges Arbeitsfeld wahrnehmen und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um diesen Übergang erfolgreich zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer qualitativen empirischen Studie in Form von Experteninterviews mit sechs Studierenden des dualen Studiengangs Pflege.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Pflegetheorien, die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und die detaillierte Auswertung der Experteninterviews anhand von Kategorien wie Zeitdruck, Fachkraftquote und Zukunftsperspektiven.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Akademisierung, ambulante Pflege, Pflegemanagement, Salutogenese und Professionalisierung definiert.
Die Studierenden erleben das Setting als von Zeitdruck geprägt und bemängeln häufig eine geringe Fachkraftquote, berichten jedoch gleichzeitig sehr positiv über den intensiven Kontakt und das Feedback der Patienten.
Als Gründe werden die hohe Arbeitsbelastung, starre Zeitkorridore, mangelnde Weiterentwicklungsmöglichkeiten und das Fehlen von Strukturen zur Umsetzung wissenschaftlich fundierter Pflegepraxis genannt.
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