Examensarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
Teil 1
2. Aspekte zum Thema aus fachwissenschaftlicher Sicht
2.1 Das Zeitalter der Industriellen Revolution
2.2 Industrieller Fortschritt in Deutschland
3. Die Personalisierung im Geschichtsunterricht als methodischer Schwerpunkt
4. Allgemeine Anmerkungen zur Situation der Schule und Klasse
4.1 Die Schulsituation
4.2 Die Situation in der Klasse
5. Didaktische Vorüberlegungen zur Unterrichtseinheit
5.1 Curriculare Begründung
5.2 Begründung und Ziele der Unterrichtseinheit
5.3 Didaktische Reduktion
6. Methodische Vorüberlegungen zur Unterrichtseinheit
6.1 Begründung der methodischen Durchführung
6.2 Begründung der Sozial- und Aktionsformen
6.3 Begründung der Medien
6.4 Alternativen
Teil 2
7. Umsetzung und Realisierung der Unterrichtseinheit
7.1 Aufbau und Ziele der Unterrichtseinheit (Tabelle)
7.2 Erste Stunde
7.2.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.2.2 Methodische Vorüberlegungen
7.2.3 Anhang
7.2.4 Reflexion
7.3 Vierte Stunde
7.3.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.3.2 Methodische Vorüberlegungen
7.3.3 Anhang
7.3.4 Reflexion
7.4 Sechste Stunde
7.4.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.4.2 Methodische Vorüberlegungen
7.4.3 Anhang
7.4.4 Reflexion
8. Gesamtreflexion
Teil 3
9. Literatur- und Quellenverzeichnis
10. Anhang: Verlaufsübersichten, Arbeitsblätter und Materialien
11. Versicherung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption und methodische Gestaltung einer Unterrichtseinheit zur Industriellen Revolution für eine 8. Hauptschulklasse, wobei durch personalisierende Ansätze historisches Bewusstsein geweckt und Geschichte für die Schüler durch die Perspektive fiktiver Zeitgenossen erlebbar gemacht werden soll.
Wie es in einer Mietskaserne aussieht!
Martin Babel, der Sohn unseres Hauswebers Johann, lebt in einer Mietskaserne in Berlin. Er versucht jetzt, uns seine Wohnung zu beschreiben:
„... Wenn ich spät abends nach Hause komme, dann ertönt aus allen Zimmern der Stockwerke, die ich passieren muss, Kindergeschrei, Flüche, Gekeife und Gejammer und Gewimmer. Mein Zimmer ist klein, viereckig und mit niedriger Decke versehen. An den Wänden stehen drei Betten – ich teile mir mein Zimmer mit vier anderen Arbeitern, weil die Miete für dieses Loch sehr hoch ist. Meine Mitbewohner sind oft schon vor mir zu Hause und löffeln bereits – an einem kleinen wackligen Tisch sitzend – gemeinsam aus einer großen Blechschüssel. Wir nennen drei Betten, drei Stühle und den kleinen wackligen Tisch unser Eigentum – mehr besitzen wir nicht. Die Betten teilen wir uns – das ist nicht immer angenehm, besonders wenn einer von uns krank ist. Das kleine einzige Fenster in meinem Zimmer müssen wir mit Lumpen stopfen, da der Fensterrahmen nicht passt. Aber der Vermieter kümmert sich nicht um solche Kleinigkeiten. Auch die Ungeziefer – Mäuse, Wanzen und anderes Getier – müssen wir wohl oder übel hinnehmen. Gestern haben sie ein kleines Mädchen aus der unteren Wohnung mitgenommen. Es heißt, sie habe die Schwindsucht und ihre Mutter und kleineren Geschwister sehen auch nicht mehr gesund aus. Kein Wunder – sie haben noch weniger zu essen und wohnen quasi im feuchten dunklen Keller dieser Mietskaserne ...“
1. Einleitung: Darstellung der Unterrichtseinheit zur Industrialisierung in einer 8. Hauptschulklasse unter Einbeziehung personalisierender Elemente.
2. Aspekte zum Thema aus fachwissenschaftlicher Sicht: Analyse des Übergangs von manueller zur maschinellen Produktion und die spezifische industrielle Entwicklung Deutschlands im 19. Jahrhundert.
3. Die Personalisierung im Geschichtsunterricht als methodischer Schwerpunkt: Erörterung der Methode, historische Sachverhalte durch fiktive Zeitzeugen für Schüler greifbar zu machen.
4. Allgemeine Anmerkungen zur Situation der Schule und Klasse: Beschreibung der Rahmenbedingungen der Schule sowie der soziokulturellen und anthropogenen Voraussetzungen der Lerngruppe.
5. Didaktische Vorüberlegungen zur Unterrichtseinheit: Begründung der Themenwahl, Lernziele und notwendige didaktische Reduktion der Epoche.
6. Methodische Vorüberlegungen zur Unterrichtseinheit: Begründung für den Einsatz personalisierter Texte, Sozialformen und Medien im Unterricht.
7. Umsetzung und Realisierung der Unterrichtseinheit: Detaillierte Darstellung ausgewählter Stunden mit Verlaufsplänen und Reflexionen zur pädagogischen Wirksamkeit.
8. Gesamtreflexion: Zusammenfassende Bewertung des Unterrichtsverlaufs und Bestätigung der gewählten methodischen Schwerpunkte.
Industrialisierung, 19. Jahrhundert, Deutschland, Personalisierung, Geschichtsunterricht, Hauptschule, Fabrikarbeit, Eisenbahn, Weberei, Sozialgeschichte, Methodik, Unterrichtseinheit, Arbeitsbedingungen, Migration, Mietskaserne.
Die Hausarbeit widmet sich der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zum Thema Industrialisierung im 19. Jahrhundert für eine 8. Hauptschulklasse.
Neben der historischen fachwissenschaftlichen Aufarbeitung der Industrialisierung stehen die methodische Gestaltung, insbesondere durch Personalisierung, sowie die Analyse der sozialen Auswirkungen dieser Epoche im Fokus.
Ziel ist es, den Schülern durch die Methode der Personalisierung einen lebendigen Zugang zur Geschichte zu ermöglichen, um das abstrakte Thema Industrialisierung verständlich zu machen und historisches Interesse zu wecken.
Es wird die Methode der „Personalisierung“ verwendet, bei der fiktive Charaktere (z. B. Weberfamilien) durch narrative Texte in den Unterricht eingebunden werden, um den Schülern eine Identifikation mit historischen Personen zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in fachwissenschaftliche Aspekte, methodische Überlegungen zum personalisierten Geschichtsunterricht, die Beschreibung der Lernausgangslage der Klasse sowie die detaillierte Darstellung und Reflexion mehrerer Unterrichtsstunden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Industrialisierung, 19. Jahrhundert, Personalisierung, Geschichtsunterricht und Hauptschule charakterisieren.
Die Schüler nehmen diese Elemente laut den Reflexionen der Autorin sehr positiv auf, da sie sich in die Nöte und Lebensweisen der fiktiven Personen hineinversetzen können, was das historische Lernen anschaulich und emotional zugänglich macht.
Die Autorin empfindet die Aufbereitung im Schulbuch als zu fragmentarisch und „unspektakulär“, weshalb sie eigene personalisierte Texte und Arbeitsblätter erstellt hat, um den Unterricht ansprechender zu gestalten.
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