Bachelorarbeit, 2013
50 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Suche nach der Nordwestpassage
2.1 Historische Einordnung
2.2 Die ersten Expeditionen
2.3 Neue Motive für die Entdeckung der Nordwestpassage
2.4 Die erste gelungene Durchfahrt
3 Die Entwicklung in der Nordwestpassage
3.1 Die Klimaveränderung
3.2 Die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis
3.3 Die Bedingungen in der Nordwestpassage
3.4 Eine Prognose für die Schiffbarkeit der nördlichen Seewege
4 Die sieben Routen der Nordwestpassage
5 Die alternativen Seewege
5.1 Der Suezkanal
5.2 Der Panamakanal
5.3 Die Nordostpassage
6 Nutzen der Nordwestpassage
6.1 Einzugsgebiet der Nordwestpassage
6.2 Kalkulation der Distanzen
6.3 Kalkulation der Reisetage
6.4 Kalkulation der Kosten
7 Die Zugehörigkeit der Nordwestpassage
7.1 Die Interessen in der Arktis
7.2 Kanadas Anspruch auf die Nordwestpassage
7.3 Kanadas Pläne für die Nordwestpassage
8 Auswirkungen auf den Handel und das Einkommen
9 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob die Nordwestpassage infolge des Klimawandels in der Zukunft zu einer für die internationale Schifffahrt ökonomisch relevanten Route werden kann und welche Vor- und Nachteile sich daraus für Reeder und den globalen Handel ergeben.
2.4 Die erste gelungene Durchfahrt
Roald Amundsen war es schließlich, der von 1903 bis 1906 die gewonnenen Erfahrungen der Arktisreisen erfolgreich nutzen konnte. Der Norweger profitierte von den gesammelten territorialen Kenntnissen und musste die einzelnen Abschnitte nur noch verbinden (Fuchs 2006, 66). Doch im Gegensatz zu den großen Schiffen der britischen Admiralität setzte Amundsen auf ein kleines wendiges Segelschiff, die Gjoa (Seidler 2009, 151). Zudem eignete er sich über zwei Winter das Wissen der Inuit an, um für ein Überleben in der Kälte gewappnet zu sein (Fuchs 2006, 132). Von Ost nach West gelang Amundsen 1906 entlang der Route 4 die erste vollständige seemännische Durchfahrt der NWP (Fuchs 2006, 229). Die ewige Suche wurde endlich belohnt.
Mit dem Erfolg Amundsens verlor die NWP allerdings auch für die Entdecker ihren übriggebliebenen Reiz. Die zahlreichen zuvor gescheiterten Expeditionen und auch die beiden notwendigen Überwinterungen Amundsens belegten erneut deutlich die geringe Eignung der NWP für die wirtschaftliche Schifffahrt zu dieser Zeit. Zudem ermöglichten die Öffnungen des Suezkanals 1869 und des Panamakanals 1914 weitere schiffbare Routen nach Asien (Seidler 2009, 151).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Nordwestpassage und die Forschungsfrage zur wirtschaftlichen Nutzung in der Zukunft.
2 Die Suche nach der Nordwestpassage: Historischer Rückblick auf die Entdeckungsgeschichte, Motive und erste Durchfahrtsversuche bis zu Amundsen.
3 Die Entwicklung in der Nordwestpassage: Untersuchung der klimatischen Veränderungen, der Eissituation und Prognosen für zukünftige Schiffbarkeit.
4 Die sieben Routen der Nordwestpassage: Darstellung der verschiedenen Routenvarianten und ihrer jeweiligen Eignung für unterschiedliche Schiffstypen.
5 Die alternativen Seewege: Analyse konkurrierender Routen wie Suezkanal, Panamakanal und Nordostpassage als Referenzpunkte für einen Vergleich.
6 Nutzen der Nordwestpassage: Detaillierte Kalkulation von Distanzen, Reisezeitersparnissen und ökonomischen Kostenfaktoren für die Schifffahrt.
7 Die Zugehörigkeit der Nordwestpassage: Erörterung der politischen Interessen, Hoheitsansprüche und rechtlichen Rahmenbedingungen in der Arktis.
8 Auswirkungen auf den Handel und das Einkommen: Abschätzung des Einflusses der verkürzten Seedistanz auf den bilateralen Handel und das Volkseinkommen.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der arktischen Seewege.
Nordwestpassage, Arktis, Klimawandel, Schifffahrt, Panamakanal, Suezkanal, Nordostpassage, Handelsvolumen, Distanzvergleich, Transportkosten, Seerechtsübereinkommen, Kanada, Eisbestand, Welthandel, Wirtschaftlichkeit.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der Nordwestpassage für die internationale Handelsschifffahrt im Kontext des globalen Klimawandels.
Zu den Schwerpunkten zählen die klimatischen Veränderungen in der Arktis, die historische Suche nach dem Seeweg, die vergleichende Analyse gegenüber existierenden Kanälen sowie die politischen und ökonomischen Implikationen.
Ziel ist es, zu klären, ob die bisher kaum genutzte Nordwestpassage in der Zukunft zu einer für die Schifffahrt relevanten Route werden kann und welche Vorteile sich daraus für Reeder und den Handel ergeben könnten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus historischer Literaturanalyse und quantitativen Modellen zur Berechnung von Distanzen, Reisezeiten und Handelselastizitäten.
Der Hauptteil analysiert die physischen Bedingungen durch Eisschmelze, vergleicht Routenoptionen und berechnet Kostenersparnisse für unterschiedliche Schiffsklassen im Vergleich zu existierenden Schifffahrtswegen.
Wichtige Begriffe sind Nordwestpassage, Arktis, Klimawandel, Handelsvolumen, Distanzreduktion und ökonomische Transportkostenanalyse.
Die Nordostpassage dient als wichtige Vergleichsgröße, da sie ebenfalls durch das Eis schrumpft und somit eine geografische Konkurrenz darstellt, die jedoch andere politische Rahmenbedingungen aufweist.
Die Rechtslage ist umstritten, da Kanada die Passage als historisches Binnengewässer betrachtet, während andere Nationen sie als internationale Seestraße klassifizieren, was die Durchfahrtsrechte und Regulierungen beeinflusst.
Die Berechnungen zeigen, dass die Rentabilität stark vom Eisanteil abhängt, da dieser die Durchschnittsgeschwindigkeit maßgeblich bestimmt und somit die Betriebskosten pro Reise direkt beeinflusst.
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