Examensarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problem und Ziel der Abschlussarbeit
1.2 Aufbau der Abschlussarbeit
1.3 Methoden
2 Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU bis zur GAP Reform 2015
3 Marktmechanismen
4 Lage und Struktur der Landwirtschaft in Hessen
5 Investition in der Landwirtschaft
6 Veränderung von Agrarmärkten
6.1 Anpassung an Veränderungen der Unternehmensumwelt am Beispiel des Klimawandels
7 Controlling in der Landwirtschaft
7.1 Entwicklungen im Agrarcontrolling
7.2 Ziele, Aufgaben und Nutzen des Controllings in der Landwirtschaft
7.3 Anforderungen für die Implementierung des Finanzcontrollings in landwirtschaftliche Unternehmen
7.4 Fallbeispiel einer Liquiditätsplanung
8 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe in Hessen angesichts der zunehmenden Marktorientierung durch die GAP-Reform 2015. Es wird analysiert, wie landwirtschaftliche Unternehmen durch betriebswirtschaftliche Instrumente wie Investitionsrechnungen und Finanzcontrolling auf volatile Märkte und veränderte Umweltbedingungen reagieren können.
1.1 Problem und Ziel der Abschlussarbeit
Das Thema der Abschlussarbeit ist die Sicherstellung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe in Hessen nach der GAP Reform 2015.
Im Laufe der Bearbeitungszeit kristallisierte sich heraus, dass es nicht ausreichend ist den Fokus der Untersuchungen und Analysen nur auf den Bereich quantitativer betriebs- und volkswirtschaftlicher Sichtweisen und Methoden und den Einsatz ebensolcher Werkzeuge in den landwirtschaftlichen Unternehmen zu beschränken. Die Unternehmensumwelt der Landwirtschaft ist aktuell und in jüngster Vergangenheit zahlreichen tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt, wie beispielsweise dem Klimawandel und dessen Folgen für die Unternehmen. Das Problem ist, eine Mischung der Maßnahmen zu finden, um zum Einen die Vernachlässigung des Einsatzes betriebswirtschaftlicher Instrumente in den Unternehmen abzubauen, um diese besser führen und die Stakeholder bei Bedarf mit harten Fakten versorgen zu können. Zum Zweiten Anpassungsstrategien mit in die Überlegungen einzubeziehen, die den Unternehmensumweltveränderungen entsprechen, welche nicht rein ökonomischer Natur sind, die jedoch ebenso essentiell für das Überleben der Unternehmen sind.
Das Ziel der Abschlussarbeit ist zum Ersten den Beweis zu erbringen, dass die Gemeinsame Agrarpolitik mittels der durchgeführten Reformen durch eine immer stärkere Marktorientierung geprägt ist und infolgedessen sich die Produzenten mit immer weniger Subventionen zufrieden geben müssen. Ein weiteres Ziel ist aufzuzeigen, dass die Unternehmen sich mit den Mechanismen von Agrarmärkten (national, innergemeinschaftlich sowie international) auseinandersetzen müssen, welche ihre marktwirtschaftlichen Funktionen, wieder aufgenommen haben. Als drittes Ziel soll verdeutlicht werden, dass zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit es für die Unternehmen wichtig ist betriebswirtschaftliche Werkzeuge zur Unterstützung der Unternehmensführung zu implementieren, sowie Anpassungsstrategien zu entwickeln die den prognostizierten Veränderungen der Unternehmensumwelt Rechnung tragen.
1 Einleitung: Darlegung der Problemstellung, Zielsetzung sowie der verwendeten Analysemethoden der Arbeit.
2 Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU bis zur GAP Reform 2015: Historische Entwicklung und Analyse der zunehmenden Marktorientierung der EU-Agrarpolitik.
3 Marktmechanismen: Darstellung grundlegender marktwirtschaftlicher Zusammenhänge anhand von Preis-Mengen-Diagrammen zur Vorbereitung der wirtschaftlichen Analyse.
4 Lage und Struktur der Landwirtschaft in Hessen: Analyse der ökonomischen Situation und der strukturellen Veränderungen im hessischen Agrarsektor.
5 Investition in der Landwirtschaft: Definition von Investitionen und Anwendung eines Investitionsrechenverfahrens zur Bewertung unternehmerischer Vorhaben.
6 Veränderung von Agrarmärkten: Untersuchung der Faktoren für Marktveränderungen und Erläuterung von Anpassungsstrategien am Beispiel des Klimawandels.
7 Controlling in der Landwirtschaft: Erörterung der Notwendigkeit und der Methoden zur Implementierung von Finanzcontrolling, inklusive eines praktischen Fallbeispiels zur Liquiditätsplanung.
8 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Notwendigkeit betriebswirtschaftlicher Führungsinstrumente für eine erfolgreiche Zukunft landwirtschaftlicher Unternehmen.
Landwirtschaft, Hessen, GAP-Reform 2015, Marktorientierung, Agrarmärkte, Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Finanzcontrolling, Liquiditätsplanung, Unternehmensführung, Anpassungsstrategien, Klimawandel, Preisvolatilität, Betriebswirtschaft, Agrarstruktur.
Die Arbeit befasst sich mit der Sicherstellung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe in Hessen, besonders unter dem Einfluss der zunehmenden Marktorientierung durch die GAP-Reform 2015.
Zu den zentralen Themen gehören die Agrarpolitik der EU, der strukturelle Wandel in Hessen, betriebswirtschaftliche Investitionsrechnungen sowie die Implementierung von Controlling-Systemen in landwirtschaftliche Betriebe.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, dass Landwirte zur Existenzsicherung in einem marktorientierten Umfeld verstärkt auf betriebswirtschaftliche Führungsinstrumente und strategische Anpassungsmaßnahmen angewiesen sind.
Die Arbeit stützt sich auf ein qualitatives Analyseverfahren, bei dem sowohl Sekundärdaten der Agrarstatistik als auch ökonomische Modelle (Investitionsrechnung) zur Anwendung kommen.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der GAP, die Struktur der hessischen Landwirtschaft, Investitionsrechnungen für Agrarbetriebe sowie Strategien zur Bewältigung von Marktveränderungen und Klimawandelfolgen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Marktorientierung, Finanzcontrolling, Liquiditätsplanung, Preisvolatilität und betriebswirtschaftliche Unternehmensführung charakterisiert.
Das Controlling unterstützt Milchviehbetriebe bei der täglichen Planung und Überwachung der Milchmenge sowie der Qualität und des Futterverbrauchs, um trotz volatiler Bedingungen effizient zu wirtschaften.
Die Arbeit führt dies auf eine mangelnde Akzeptanz bei Landwirten, die traditionelle Ausrichtung auf rein steuerliche Buchführung und eine bisherige Vernachlässigung dieser Themen seitens der agrarökonomischen Wissenschaft zurück.
Die Methode dient dazu, die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit einer Investition (hier: ein Mähdrescher) objektiv zu bewerten und so das Risiko für den Landwirt durch verschiedene Szenarien (Sensitivitätsanalyse) einschätzbar zu machen.
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