Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 1,3
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
2.1 Überblick über das Thema
2.2 Erläuterung der Fragestellung und Zielsetzung
3. Experimente und Experimentierkompetenz
3.1. Definition Experimentierkompetenz
3.2. Definition Kompetenz und Kompetenzmodelle
3.3. Experimentieren im naturwissenschaftlichen Unterricht
3.4. Kompetenzmodell nach Hammann
3.5. Forschungskreislauf von Marquardt-Mau
4. Methode des Lauten Denkens
4.1 Beschreibung der Methode
4.2. Schlussfolgerungen für die Analyse verbaler Daten nach Ericsson / Simon
5. Die schulische Untersuchung
5.1. Hypothesen für die schulische Untersuchung
5.2. Kurzcharakteristik des Versuchs
5.3. Bedingungsanalyse
5.4. Methoden der Datenerhebung
5.5. Auswertungsverfahren
6. Ergebnisse
7. Diskussion und Schlussfolgerungen
10. Anhang
10.1. Transkription der Tonaufnahmen
10.2. Arbeitsblatt zum Versuch
Die vorliegende Arbeit untersucht die Experimentierkompetenz von Grundschulkindern der dritten Jahrgangsstufe. Ziel ist es, mithilfe einer qualitativen Erhebung und unter Anwendung der Methode des Lauten Denkens herauszufinden, welche Kompetenzen Kinder in diesem Alter bereits beim Durchführen von physikalischen Versuchen vorweisen können und wie diese im Vergleich zum aktuellen Forschungsstand einzuordnen sind.
Die schulische Untersuchung
Für die schulische Untersuchung wurden mit Hilfe der oben beschriebenen Grundlagen Hypothesen gebildet, die die Frage nach der Experimentierkompetenz der Schülerinnen und Schüler beantworten könnten.
Aus dem Entwicklungsmodell von Hammann lassen sich folgende Hypothesen ableiten: Die Schülerinnen und Schüler sind in Bezug auf den Umgang mit Variablen, die Auswertung der Daten und auf die Findung von Hypothesen noch auf dem ersten Kompetenzniveau. Es ist zu erwarten, dass sie mit den Variablen unsystematisch umgehen werden und ihre gewonnenen Daten nicht auf die aufgestellte Hypothese beziehen können, da sie noch nicht in der Lage sind, Hypothesen zu bilden.
Der Forschungskreislauf von Marquardt-Mau legt folgende Hypothesen nah: Die Schülerinnen und Schüler sollen am Ende der Grundschulzeit in der Lage sein, die oben beschriebenen acht Schritte durchzuführen und sich ihrer Bedeutung bewusst sein. Die Schülerinnen und Schüler besuchen die dritte Klasse und sind deshalb wahrscheinlich noch nicht in der Lage, alle acht Schritte vollständig auszuführen. Der Forschungskreislauf muss also eventuell an das Alter und an das Vorwissen der Kinder angepasst werden (Marquardt-Mau, 2011, S.32).
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über das Ziel der Arbeit, die angewandten Methoden und die Kernbotschaft, dass Grundschulkinder bereits über erste Ansätze von Experimentierkompetenz verfügen.
Einleitung: Führt in das Thema Experimentieren in der Grundschule ein, erläutert die Relevanz für den Sachunterricht und definiert das Ziel der qualitativen Untersuchung.
Experimente und Experimentierkompetenz: Behandelt theoretische Grundlagen, definiert Experimentierkompetenz und stellt die Kompetenzmodelle von Hammann sowie den Forschungskreislauf von Marquardt-Mau vor.
Methode des Lauten Denkens: Erläutert die theoretischen Hintergründe und die praktische Anwendung der Methode des Lauten Denkens sowie spezifische Analyseschritte nach Ericsson und Simon.
Die schulische Untersuchung: Beschreibt das methodische Vorgehen, die aufgestellten Hypothesen, die Kurzcharakteristik des Wasserläufer-Versuchs sowie die Datenerhebung und Auswertungsverfahren.
Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten in tabellarischer und grafischer Form und analysiert die verschiedenen Kompetenzniveaus der teilnehmenden Kinder.
Diskussion und Schlussfolgerungen: Reflektiert die Ergebnisse im Hinblick auf die eingangs aufgestellten Hypothesen und diskutiert die Bedeutung für den naturwissenschaftlichen Unterricht.
Experimentierkompetenz, Grundschule, Sachunterricht, Lautes Denken, Kompetenzmodell, Hammann, Forschungskreislauf, Marquardt-Mau, Naturwissenschaften, Wasserläufer, Qualitative Untersuchung, Experiment, Schüler, Didaktik, Erkenntnisgewinnung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit Grundschulkinder der dritten Klasse bereits erste Kompetenzen erworben haben, die für das wissenschaftliche Experimentieren erforderlich sind.
Die Arbeit nutzt das Kompetenzentwicklungsmodell von Hammann sowie den Forschungskreislauf von Marquardt-Mau als Basis für die Einordnung der kindlichen Leistungen.
Es wurde die Methode des Lauten Denkens eingesetzt, wobei die Kinder während der Durchführung eines Versuchs zum Phänomen des Wasserläufers ihre Gedanken verbalisierten, was anschließend transkribiert und ausgewertet wurde.
Die Daten wurden anhand eines auf den theoretischen Modellen basierenden Erwartungshorizontes kodiert und anschließend in drei Kompetenzstufen eingeordnet.
Die Schülerinnen und Schüler untersuchten das Phänomen des Wasserläufers, insbesondere unter dem Aspekt, wie unterschiedliche Gegenstände auf der Wasseroberfläche reagieren.
Die Kinder zeigen trotz ihres jungen Alters bereits gute Ansätze zur Entwicklung von Experimentierkompetenz, auch wenn ihr Vorgehen bei der Variablenkontrolle und Hypothesenbildung noch oft unsystematisch ist.
Sie ermöglicht einen Einblick in kognitive Prozesse und die Introspektion der Kinder während des Versuchs, was bei rein schriftlichen Aufgaben oft verborgen bleibt.
Die Stufeneinteilung erlaubt es, den individuellen Lernfortschritt der Kinder präzise abzubilden und aufzuzeigen, dass keine einheitliche Leistungsentwicklung vorliegt, sondern eine hohe Varianz existiert.
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