Masterarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Gegenstände, Aufgaben und Inhalte des Unterrichtsfachs Politische Bildung
3. Abgrenzung von Sachtexten und literarischen Texten
4. Narrationen im Unterricht für Politische Bildung
4.1 Der narrative Ansatz im Politikunterricht
4.2 Narrativität und Diskursivität als Hilfsmittel für das Generieren politischen Verstehens
4.3 Der didaktische Mehrwert literarischer Erzählungen im Politikunterricht in Bezug auf das Kompetenz-Modell
5. Politisches Lernen mit dem Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf
5.1 Zum Werk
5.1.1 Zur Form
5.1.2 Zum Inhalt
5.2 „Tschick“ und sein Bezug zur Lebenswelt von Heranwachsenden
5.3 Politische Inhalte des Romans und didaktische Anschlussstellen
5.3.1 Russlanddeutsche Aussiedler/innen und das Problem der Integration
5.3.2 Die Geschichte der Russlanddeutschen
5.3.3 Die heutige Situation der (Spät-)Aussiedler/innen in Deutschland
5.4 Das Jugendstrafrecht
6. Fächerübergreifendes Lernen in der Politischen Bildung
6.1 Begründung für fächerübergreifenden Politikunterricht
6.2 Der Roman „Tschick“ im fächerübergreifenden Politikunterricht
6.3 Einordnung in das Curriculum
7. Narrationen im Politikunterricht: Für und Wider
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den didaktischen Mehrwert des Einsatzes literarischer Texte, konkret des Jugendromans „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf, im Politikunterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie narrativ gestaltete Inhalte dazu beitragen können, politisches Verstehen bei Schülerinnen und Schülern zu fördern, die Lebenswelt der Lernenden stärker einzubeziehen und fächerübergreifende Lernprozesse zu initiieren.
4.2 Narrativität und Diskursivität als Hilfsmittel für das Generieren politischen Verstehens
Steffens stützt sich in seiner Darlegung der Vorteile des Einzugs von Narrationen auf die Wirkung, die Erzählungen generell auf Menschen haben:
„Es ist offenbar das Versprechen eines Sinnzusammenhangs, einer Geschichte mit Anfang und Ende, welches schon im Auftakt der Erzählung gegeben zu werden scheint und durch die Anwesenheit bestimmter Merkmale der Kommunikationsform des Erzählens beglaubigt wird, von welchem die Wirkung ausgeht.“
Gerade jungen Menschen, die natürlicherweise noch nicht über ausgeprägte Lebenserfahrung verfügen und denen das Erfassen bedeutsamer und multifaktoriell beeinflusster historischer Ereignisse, etwa des Zweiten Weltkriegs, entsprechend schwerfällt, kann der narrative Ansatz daher zum Vorteil gereichen. Erzählungen schaffen eine „personelle Konstellation [...], in der sich Positionen, Sicht- und Verhaltensweisen sachlich und psychisch plausibel gestalten lassen.“ Probleme oder Geschehnisse, die die Menschen in der jeweiligen Zeit oder in ihrem jeweiligen Lebensraum bewegen, werden nicht einzeln, sondern aus einen Zusammenhang erzeugenden und nachvollziehbaren Perspektiven heraus beleuchtet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Nutzung von Narrationen im Politikunterricht ein und formuliert das Ziel, den didaktischen Mehrwert des Romans „Tschick“ aufzuzeigen.
2. Gegenstände, Aufgaben und Inhalte des Unterrichtsfachs Politische Bildung: Das Kapitel definiert den Bildungsauftrag des Fachs, junge Menschen zur Partizipation in der modernen Gesellschaft zu befähigen und zur Entwicklung politischer Mündigkeit beizutragen.
3. Abgrenzung von Sachtexten und literarischen Texten: Hier werden Definitionsmerkmale beider Textarten gegenübergestellt, um die Eignung und Besonderheit literarischer Werke für den Unterrichtsgebrauch zu klären.
4. Narrationen im Unterricht für Politische Bildung: Dieses Kapitel erläutert den narrativen Ansatz, die Rolle der Diskursivität für das politische Verstehen und verknüpft diese Konzepte mit einem Kompetenzmodell.
5. Politisches Lernen mit dem Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf: Das Hauptkapitel widmet sich dem Werk selbst, beleuchtet den Lebensweltbezug für Jugendliche sowie konkrete politische Themen wie Integration und Jugendstrafrecht.
6. Fächerübergreifendes Lernen in der Politischen Bildung: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit fächerübergreifender Arbeit und zeigt konkrete Anknüpfungspunkte für den Einsatz von „Tschick“ in verschiedenen Schulfächern auf.
7. Narrationen im Politikunterricht: Für und Wider: Hier werden die Chancen des Literatureinsatzes gegen organisatorische Schwierigkeiten und den Mangel an geeignetem Material abgewogen.
8. Fazit: Die Autorin resümiert ihre Erfahrungen mit der Thematik und betont, dass der Einsatz von Narrationen trotz des hohen Arbeitsaufwands einen erheblichen didaktischen Mehrwert für das politische Verstehen bietet.
Politische Bildung, Politikunterricht, Narration, Narrativität, Diskursivität, Tschick, Wolfgang Herrndorf, Literaturdidaktik, Fächerübergreifendes Lernen, Jugendstrafrecht, Integration, Russlanddeutsche, Kompetenzorientierung, Politische Mündigkeit, Lebensweltbezug.
Die Arbeit untersucht, wie literarische Erzählungen, insbesondere der Jugendroman „Tschick“, als didaktisches Mittel im Politikunterricht eingesetzt werden können, um das politische Verständnis von Schülern zu fördern.
Zu den zentralen Themen gehören der narrative Ansatz in der politischen Bildung, Kompetenzmodelle, der Lebensweltbezug von Jugendlichen sowie die politische Analyse von Integration und Jugendstrafrecht anhand literarischer Texte.
Das Ziel ist es, den didaktischen Mehrwert und die Möglichkeiten sowie Grenzen des Einbezugs von Narrationen im Politikunterricht aufzuzeigen und dabei fächerübergreifende Ansätze zu beleuchten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die didaktische Konzepte, fachwissenschaftliche Literatur und Lehrpläne analysiert und auf den Roman „Tschick“ anwendet.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung des narrativen Unterrichts, eine detaillierte didaktische Analyse des Romans „Tschick“ sowie die Diskussion von fächerübergreifenden Anwendungsmöglichkeiten.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Politische Bildung, Narration, Kompetenzorientierung, fächerübergreifendes Lernen und literarisches Lernen definieren.
Der Roman bietet durch die Schilderung der Straftaten der Protagonisten und der anschließenden Gerichtsverhandlung einen konkreten Anknüpfungspunkt, um rechtliche Grundlagen und die Intentionen des Jugendstrafrechts lebensnah zu diskutieren.
Sie nutzt die Figur „Tschick“ als Ausgangspunkt, um die historischen Hintergründe, die soziale Situation und die spezifischen Integrationsprobleme von (Spät-)Aussiedlern in der Bundesrepublik Deutschland fachlich einzuordnen.
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