Masterarbeit, 2016
114 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemanalyse
1.2 Zielsetzung der Untersuchung
1.3 Überblick über Aufbau und Argumentationsfolge
2 Corporate Governance
2.1 Was ist Corporate Governance?
2.2 Theoretische Ansätze
2.2.1 Ansätze der Neuen Institutionenökonomik
2.2.2 Stewardship-Ansatz
2.2.3 Stakeholder-Ansatz
2.2.4 Ressourcenbasierter Ansatz
2.3 Spannungsfeld zwischen monistischer mit dualistischer Unternehmensverfassung
2.4 Zwischenfazit
3 Der Deutsche Corporate Governance Kodex
3.1 Vorbilder und historische Entwicklung
3.2 Funktionen
3.3 Inhalt
3.4 Comply or Explain: Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
3.5 Zunehmende Kritik am Kodex
4 Der Deutsche Corporate Governance Kodex bei deutschen Small-Caps
4.1 Studien zum Zusammenhang zwischen Corporate Governance und Unternehmenserfolg
4.2 Studiendesign
4.3 Akzeptanz des Deutschen Corporate Governance Kodex bei deutschen Small-Caps
4.3.1 Allgemeine Akzeptanz der dreizehnten Fassung des DCGK
4.3.2 Kapitel- und ziffernspezifische Akzeptanz
4.3.3 Einfluss von Unternehmenseigenschaften auf die Entsprechensquote
4.4 Auswirkungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf den Unternehmenserfolg
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit des Deutschen Corporate Governance Kodex bei Unternehmen des SDAX durch eine Vollerhebung der Entsprechenserklärungen. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen der Entsprechensquote und verschiedenen Unternehmensmerkmalen sowie der finanziellen Performance zu identifizieren und die Rolle des Kodex in der deutschen Unternehmenslandschaft kritisch zu beleuchten.
2.2.1 Ansätze der Neuen Institutionenökonomik
Den wohl wichtigsten Ansatz zur Interpretation von Corporate-Governance-Problematiken bildet die Neue Institutionenökonomik (NIÖ). In der NIÖ ist das ökonomische Handeln der Individuen durch individuelle Nutzenmaximierung, begrenzter Rationalität sowie durch opportunistisches Verhalten geprägt. Diese Annahmen bilden die Grundlage für die drei wesentlichen Ansätze der NIÖ: die Principal-Agent-Theorie, die Property-Rights-Theorie sowie die Transaktionskostentheorie. Diese werden nun eingehend vorgestellt.
Wie bereits erwähnt, ist die Principal-Agent-Theorie der Ansatz, der mit Abstand am häufigsten genutzt wird, um die Probleme der Corporate Governance zu untersuchen. Ausgangspunkt der Principal-Agent-Theorie ist eine Auftragsbeziehung zwischen einem delegierenden Auftraggeber (Principal) und einem ausführenden Auftragnehmer (Agent). Die folgende Abbildung 1 veranschaulicht dieses Grundmodell.
Im Rahmen der Principal-Agent-Theorie verfolgt der Principal das Ziel die Spezialisierungsvorteile des Agent zu nutzen, da der Principal selbst nicht oder nur in schwächerer Form über die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Der Agent erhält im Gegenzug eine Vergütung für seine Leistung, damit er im Sinne des Principals handelt. Beide Seiten können so ihren Nutzen steigern.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Corporate Governance, die Problematik der Unternehmensskandale und die daraus resultierende Notwendigkeit einheitlicher Regelungen durch den DCGK.
2 Corporate Governance: Dieses Kapitel definiert den Begriff Corporate Governance und stellt die theoretischen Ansätze (NIÖ, Stewardship, Stakeholder, ressourcenbasierter Ansatz) sowie die Unterschiede zwischen monistischer und dualistischer Unternehmensverfassung vor.
3 Der Deutsche Corporate Governance Kodex: Es wird die historische Entwicklung, die Funktionen, der Inhalt und das "Comply or Explain"-Prinzip des Kodex sowie die zunehmende Kritik an diesem Regelwerk detailliert dargestellt.
4 Der Deutsche Corporate Governance Kodex bei deutschen Small-Caps: Der Schwerpunkt der Arbeit untersucht die Akzeptanz und Wirkung des Kodex bei SDAX-Unternehmen anhand empirischer Analysen und statistischer Verfahren im Vergleich zu DAX- und MDAX-Unternehmen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert methodische Einschränkungen sowie den Bedarf an weiterführenden Studien mit längeren Untersuchungszeiträumen.
Corporate Governance, Deutscher Corporate Governance Kodex, DCGK, SDAX, Entsprechenserklärung, Compliance, Principal-Agent-Theorie, Unternehmensperformance, Unternehmenserfolg, Aufsichtsrat, Vorstand, Comply or Explain, Small-Caps, Stakeholder, Eigentümerstruktur.
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit der Anwendung und Wirksamkeit des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) spezifisch bei deutschen Small-Cap-Unternehmen, die im SDAX gelistet sind.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entsprechensquoten zum Kodex, den Einfluss von Unternehmenseigenschaften auf diese Quoten sowie die Korrelation zwischen der Kodex-Befolgung und der finanziellen Performance der Unternehmen.
Die Arbeit untersucht, wie SDAX-Unternehmen den DCGK anwenden und ob eine höhere Compliance mit dem Kodex tatsächlich zu einem besseren finanziellen Unternehmenserfolg führt.
Es handelt sich um eine Vollerhebung und quantitative Analyse der Entsprechenserklärungen von 45 SDAX-Unternehmen. Zur Überprüfung von Zusammenhängen werden deskriptive Statistik, Chi-Quadrat-Tests und lineare Regressionen angewendet.
Der Hauptteil analysiert zunächst existierende Studien zum Thema, erläutert das Studiendesign und präsentiert detaillierte Untersuchungsergebnisse zur Kodexakzeptanz, ziffernspezifischen Befolgung und deren Auswirkung auf Kennzahlen wie die EBIT-Marge oder Aktienrendite.
Die zentralen Schlagworte sind Corporate Governance, DCGK, SDAX, Entsprechenserklärung, Compliance, Unternehmensperformance und Principal-Agent-Theorie.
Die empirische Analyse zeigt, dass bei SDAX-Unternehmen kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Marktkapitalisierung und der Entsprechensquote besteht.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine hohe Entsprechensquote nicht zwangsläufig mit einer besseren finanziellen Performance korreliert; teilweise zeigen Unternehmen mit geringeren Entsprechensquoten sogar bessere Renditekennzahlen.
Oftmals ist dies durch spezifische Rechtsformen wie eine "AG & Co. KGaA" bedingt, die nicht alle Strukturen (z.B. Vorstand/Aufsichtsrat im klassischen Sinne) besitzen, auf die der Kodex zugeschnitten ist.
Die Arbeit stellt fest, dass die stetige Überarbeitung des Kodex die Unternehmen belastet und die zunehmende Instrumentalisierung der Entsprechenserklärung für Anfechtungen von Hauptversammlungsbeschlüssen kritisch zu betrachten ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

