Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten, Note: 1,7
1 Konkurrenz im Luftverkehr
2 Präferenzanaylse
2.1 Präferenzmessung
2.2 Datensatz
2.3 Conjoint-Analyse
3 Spezifikation diskreter Auswahlmodelle
3.1 Nutzenfunktion
3.2 Schätzverfahren
3.3 Gütebeurteilung
4 Modellschätzung
4.1 Multinomial Logit
4.2 Test der IIA-Annahme
4.3 Nested Logit
5 Experimentaldesign
5.1 Vollständige Designs
5.2 Reduzierte Designs
5.3 Erneutes Experiment
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Tarifwahl von Flugkunden und analysiert, wie diese Präferenzen mithilfe mathematischer Auswahlmodelle quantitativ erfasst werden können, um das komplexe Entscheidungsverhalten im Luftverkehr besser zu verstehen.
Red Bus/Blue Bus-Paradoxon
Gehen wir davon aus, dass eine Person für eine bestimmte Strecke entweder den (roten) Bus nimmt, oder mit derselben Wahrscheinlichkeit, mit dem Auto fährt.
P(Auto) = 0.5 P(Bus) = 0.5 P(Auto) / P(Bus) = 1
Wird nun zusätzlich ein blauer Bus eingeführt, der sich, abgesehen von der Farbe, nicht vom roten Bus unterscheidet, würden nun erwarten:
P(Auto) = 0.5 P(roter Bus) = P(blauer Bus) = 0.25
Folgt man der IIA-Annahme, so darf sich das Verhältnis der Auswahlwahrscheinlichkeiten zweier Alternativen durch das Hinzufügen oder Entfernen von Alternativen nicht verändern, somit ergibt sich:
P(Auto) = P(roter Bus) = P(blauer Bus) = 0.33 P(Auto) / P(roter Bus) = 1
In diesem überspitzten Beispiel, in dem die beiden Busse in allen relevanten Punkten identisch sind, liegt die stärkste Form der Korrelation vor, die perfekte. Daher wird die Verletzung der IIA-Annahme schon durch den Unterschied zwischen den intuitiven und den formellen Wahrscheinlichkeiten deutlich. In echten Untersuchungen sind die Korrelationen, wenn vorhanden, sehr viel geringer und können nur rechnerisch nachgewiesen werden.
1 Konkurrenz im Luftverkehr: Einführung in die Wettbewerbssituation im Flugmarkt und die Relevanz der Untersuchung von Tarifentscheidungen.
2 Präferenzanaylse: Theoretische Grundlagen der Nutzenmessung und Erläuterung von Datenstrukturen für Präferenzstudien.
3 Spezifikation diskreter Auswahlmodelle: Beschreibung der mathematischen Modellierung von Nutzenfunktionen, Schätzmethoden und Kennzahlen zur Gütebewertung.
4 Modellschätzung: Praktische Anwendung und Vergleich verschiedener Logit-Modelle zur Analyse der empirischen Daten.
5 Experimentaldesign: Methoden zur Konstruktion effizienter Versuchsdesigns für Befragungen unter Berücksichtigung verschiedener statistischer Anforderungen.
6 Zusammenfassung: Abschließende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf weiterführende Forschungsmöglichkeiten.
Flugverkehr, Tarifwahl, diskrete Auswahlmodelle, Nutzenfunktion, Conjoint-Analyse, Multinomial Logit, Nested Logit, IIA-Annahme, Experimentaldesign, Präferenzmessung, BIOGEME, Modellschätzung, Kundenentscheidung, Preisgestaltung, Log-Likelihood
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die Kunden bei der Wahl eines Flugtarifs beeinflussen, und nutzt dazu datengestützte Auswahlmodelle.
Die Arbeit verknüpft ökonomische Nutzen- und Präferenztheorien mit Methoden der statistischen Modellierung im Flugverkehrssektor.
Es soll untersucht werden, welche Tarifattribute für Flugkunden ausschlaggebend sind und wie diese mathematisch durch diskrete Auswahlmodelle abgebildet werden können.
Es werden Conjoint-Analysen sowie verschiedene Logit-Modelle (Multinomial und Nested Logit) zur Parameterschätzung eingesetzt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Modellspezifikation, die praktische Schätzung der Modelle mittels BIOGEME und die Gestaltung effizienter Versuchsdesigns.
Schlüsselbegriffe sind insbesondere diskrete Auswahlmodelle, Conjoint-Analyse, Nutzenfunktion und Experimentaldesign im Kontext der Flugtarifwahl.
Sie besagt, dass das relative Verhältnis der Auswahlwahrscheinlichkeiten zweier Optionen unabhängig von anderen Alternativen im Set bleiben sollte, was oft als problematisch für Logit-Modelle identifiziert wird.
Das Nested Logit-Modell wird genutzt, um Korrelationen zwischen ähnlichen Alternativen (z.B. Business-Tarife) besser abzubilden, die das einfache Multinomial Logit-Modell aufgrund der IIA-Annahme nur unzureichend erfassen kann.
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