Diplomarbeit, 2005
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Grundlagen
2.1 Rechnungslegung nach IFRS
2.1.1 Bilanzierungsgrundsätze
2.1.2 Qualitative Anforderungen
2.1.3 Aufgabe des Konzernabschlusses
2.2 Konzernabschluss
2.2.1 Abgrenzung des Konsolidierungskreises
2.2.2 Vollkonsolidierung
2.2.3 Equity-Methode
2.2.4 Bilanzierung von Beteiligungsunternehmen
3 Das Projekt Business Combinations des IASB
3.1 IFRS 3
3.1.1 Anwendungsbereich
3.1.2 Methoden der Kapitalkonsolidierung
3.1.3 Vorgehensweise bei einem Unternehmenszusammenschluss
3.1.4 Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden
3.1.5 Ermittlung und Folgebewertung des Goodwill
3.2 Phase II
3.2.1 Anwendungsbereich
3.2.2 Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden
3.2.3 Ermittlung der Anschaffungskosten
4 Full Goodwill Methode
4.1 Definition und Bestandteile des Goodwill
4.2 Bilanzierung des Goodwills
4.2.1 Bilanzierung nach IFRS 3
4.2.2 Bilanzierung nach Phase II
4.2.2.1 Direkte Methode
4.2.2.2 Indirekte Methode
5 Sukzessiver Beteiligungserwerb mit Statuswechsel
5.1 Vorstellung des Beispiels
5.2 Bilanzierung nach IFRS 3
5.2.1 Vorgehensweise beim sukzessiven Beteiligungserwerb
5.2.2 Ermittlung der Neubewertungsbilanz
5.2.3 Ermittlung des Goodwill
5.2.4 Kapitalkonsolidierung
5.2.5 Aufteilung des Eigenkapitals und Erläuterung der Differenzen
5.2.6 Variationen bei der Bilanzierung der ersten Tranche
5.2.6.1 Bilanzierung der ersten Tranche zum Fair Value
5.2.6.2 Bilanzierung der ersten Tranche At-Equity
5.3 Bilanzierung nach Phase II
5.3.1 Vorgehensweise beim sukzessiven Beteiligungserwerb
5.3.2 Unternehmenswertermittlung
5.3.3 Ermittlung des Full Goodwill
5.3.4 Bewertung der Alttranchen zum Fair Value
5.3.5 Kapitalkonsolidierung
5.3.6 Variationen bei der Bilanzierung der ersten Tranche
5.3.6.1 Bilanzierung der ersten Tranche zum Fair Value
5.3.6.2 Bilanzierung der ersten Tranche At-Equity
6 Anteilserwerbe an bereits vollkonsolidierten Unternehmen
6.1 Erweiterung des Beispiels
6.2 Bilanzierung nach IFRS 3
6.2.1 Vorgehensweise bei Anteilserwerb an vollkonsolidierten Unternehmen
6.2.2 Ermittlung der Neubewertungsbilanz
6.2.3 Kapitalkonsolidierung
6.3 Bilanzierung nach Phase II
6.3.1 Vorgehensweise bei Anteilserwerb an vollkonsolidierten Unternehmen
6.3.2 Kapitalkonsolidierung
7 Kritische Betrachtung
7.1 Sukzessiver Beteiligungserwerb
7.1.1 Informationstauglichkeit der Bilanzposten
7.1.2 Informationstauglichkeit der Gewinngröße
7.1.3 Wirtschaftlichkeit
7.1.4 Gesamtbeurteilung
7.2 Full Goodwill Methode
7.2.1 Full Goodwill als Informationsinstrument
7.2.2 Probleme bei der Goodwillbewertung
7.2.3 Minderheitenproblematik beim Impairment Test
7.2.4 Gesamtbeurteilung
8 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, inwieweit die geplanten Änderungen durch das IASB-Projekt "Business Combinations Phase II" die Informationssituation für Bilanzadressaten verbessern können, insbesondere bei sukzessiven Beteiligungserwerben und der Anwendung der Full Goodwill Methode. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen auf Konsolidierungsergebnisse und beurteilt diese kritisch anhand der Aufgaben des Konzernabschlusses.
Vorgehensweise bei einem Unternehmenszusammenschluss
Die Vorgehensweise bei Anwendung der vollständigen Neubewertung ergibt sich aus IFRS 3. Zunächst werden der Erwerber, dann die Anschaffungskosten und der Erwerbszeitpunkt bestimmt.
Nach der Erwerbsmethode erfolgt eine Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens, dagegen wird die Bilanz des Käufers mit den bisherigen Buchwerten fortgeführt. Somit hat die Bestimmung des Erwerbers bei der Bilanzierung eine große Bedeutung. Bei allen Unternehmenszusammenschlüssen gem. IFRS 3 muss ein Erwerber identifiziert werden. Der Erwerber ist jenes Unternehmen, welches die Beherrschung (control) über ein anderes Unternehmen erlangt. Die Beherrschung wird erlangt, wenn ein Unternehmen die Möglichkeit erhält, die Finanz und Geschäftspolitik eines anderen Unternehmens zu bestimmen und aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.
Bei der Bestimmung der Anschaffungskosten sind die Fair Values der für den Erwerb hingegebenen Vermögenswerte, der übernommenen Schulden und der vom Erwerber ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Kosten die dem Erwerb direkt zurechenbar sind, z.B. Honorare für Wirtschaftsprüfer und Anwälte sind ebenfalls den Anschaffungskosten zuzurechnen.
Erwerbszeitpunkt ist der Zeitpunkt, in dem der Erwerber die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt. Der Tauschzeitpunkt ist der Zeitpunkt in dem lediglich ein bestimmter Anteil an einem Unternehmen erworben wird. Im Regelfall stimmen die beiden Zeitpunkte überein. Beim sukzessiven Beteiligungserwerb (step acquisition) werden Tochterunternehmen nicht in einem einheitlichen Vorgang, sondern über mehrere Teilschritte erworben. In einem solchen Fall sind die beiden Begriffe nicht deckungsgleich. Der Tauschzeitpunkt ist der Zeitpunkt jeder einzelnen Transaktion und der Erwerbszeitpunkt lediglich der Zeitpunkt, in dem die Kontrolle über das Unternehmen erlangt wird.
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert den Reformprozess der internationalen Rechnungslegung im Bereich der Unternehmenszusammenschlüsse und definiert das Ziel der Arbeit sowie den methodischen Aufbau.
2 Grundlagen: Das Kapitel legt die Basis der IAS/IFRS-Rechnungslegung dar, einschließlich Bilanzierungsgrundsätzen, der Aufgabe des Konzernabschlusses sowie der Abgrenzung des Konsolidierungskreises.
3 Das Projekt Business Combinations des IASB: Hier werden die Neuerungen durch IFRS 3 sowie die Zielsetzung und Struktur der zweiten Projektphase des IASB beschrieben.
4 Full Goodwill Methode: Das Kapitel definiert den Goodwill, erläutert dessen Bilanzierung nach IFRS 3 und Phase II und vergleicht diese anhand eines einführenden Beispiels.
5 Sukzessiver Beteiligungserwerb mit Statuswechsel: An einem ausführlichen Beispiel wird die Bilanzierung nach IFRS 3 und Phase II beim sukzessiven Erwerb der Kontrolle dargestellt und diskutiert.
6 Anteilserwerbe an bereits vollkonsolidierten Unternehmen: Das Kapitel erweitert das vorherige Beispiel um weitere Anteilsaufstockungen bei einem bereits vollkonsolidierten Unternehmen und analysiert die bilanziellen Folgen.
7 Kritische Betrachtung: Die geplante Vorgehensweise nach Phase II wird einer kritischen Analyse hinsichtlich Informationsgehalt, Relevanz, Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit unterzogen.
8 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die erarbeiteten Ergebnisse zusammen und zieht ein Fazit bezüglich der Verbesserung der Informationssituation durch die geplanten Reformen.
Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 3, Phase II, Kapitalkonsolidierung, Sukzessiver Beteiligungserwerb, Full Goodwill Methode, Konzernabschluss, Impairment Test, Fair Value, Erstkonsolidierung, Minderheitenanteile, Kontrollübergang, Unternehmensbewertung, Informationsqualität, Goodwill.
Die Arbeit befasst sich mit der internationalen Rechnungslegung im Bereich der Unternehmenszusammenschlüsse, insbesondere mit den Reformen des IASB-Projekts "Business Combinations" (Phase I mit IFRS 3 und der laufenden Phase II).
Im Zentrum stehen die Kapitalkonsolidierung beim sukzessiven Beteiligungserwerb sowie die Bilanzierung und Bewertung des Goodwills nach der geplanten Full Goodwill Methode.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob die geplanten Änderungen durch das Projekt "Business Combinations Phase II" die Informationssituation für die Bilanzadressaten verbessern und ob sie den qualitativen Anforderungen an die Rechnungslegung besser gerecht werden.
Die Arbeit verwendet eine praxisorientierte Analyse, bei der die theoretischen Konzepte anhand von detaillierten Zahlenbeispielen (sukzessiver Erwerb, Aufstockung von Anteilen) durchgerechnet, verglichen und kritisch interpretiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen (IFRS/Konzernabschluss), die Erläuterung des IASB-Projekts, die detaillierte Behandlung der Full Goodwill Methode sowie die Durchführung von Konsolidierungsbeispielen beim sukzessiven Beteiligungserwerb und bei Anteilserwerben an bereits vollkonsolidierten Unternehmen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Sukzessiver Beteiligungserwerb", "Full Goodwill Methode", "Kapitalkonsolidierung", "IFRS 3" und "Fair Value".
Während nach IFRS 3 der Goodwill lediglich als Differenzbetrag aus Anschaffungskosten und anteiligem Eigenkapital ermittelt wird, sieht die "Phase II"-Planung die Full Goodwill Methode vor, bei der zusätzlich ein Goodwill für Minderheitengesellschafter bilanziert wird, um den Gesamtwert der Unternehmenseinheit abzubilden.
Beim sukzessiven Erwerb stimmen Tauschzeitpunkt (Datum einer einzelnen Transaktion) und Erwerbszeitpunkt (Erlangung der Kontrolle) meist nicht überein. Die Arbeit verdeutlicht, dass dies bei der Kapitalkonsolidierung entscheidend für die korrekte Ermittlung des Goodwills und die Fortschreibung von stillen Reserven ist.
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