Diplomarbeit, 2004
128 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Historie
1.1 Erste Säule
1.2 Zweite Säule
1.3 Dritte Säule
2. MAK`s
2.1 Mindestanforderungen der BAFin
2.2 Allgemeine Anforderungen
2.2.1 Anforderungen an die Geschäftsleitung
2.2.2 Kreditrisikostrategie
2.2.3 Organisationsrichtlinien
2.2.4 Qualifikation der Mitarbeiter
2.2.5 Kreditgeschäften in neuartigen Produkten
2.2.6 Anforderungen an die Dokumentation
2.3 Organisation des Kreditgeschäftes
2.3.1 Funktionstrennung
2.3.2 Votierung
2.3.3 Anforderungen an die Prozesse
2.3.3.1 Kreditgewährung
2.3.3.2 Kreditweiterbearbeitung
2.3.3.3 Kreditbearbeitungskontrolle
2.3.3.4 Intensivbetreuung
2.3.3.5 Behandlung von Problemkrediten
2.3.3.6 Risikovorsorge
2.4 Risikoklassifizierungsverfahren
2.5 Identifizierung, Steuerung und Überwachung der Risiken im Kreditgeschäft
2.5.1 Allgemeine Anforderungen an die Verfahren
2.5.2 Verfahren zur Früherkennung von Risiken
2.5.3 Begrenzung der Risiken im Kreditgeschäft
2.5.4 Berichtswesen / Rechts- und Betriebsrisiken
2.6 Auslagerungen
2.7 Prüfungen
2.7.1 Abschlussprüfung
3. Bedeutung für die Banken
4. Umsetzung der Vorschriften / Anforderungen mittels Rating
5. Das Firmenkundenrating der Volks- und Raiffeisenbanken: BVR II-Rating
5.1 Aufbau
5.2 Quantitative Faktoren
5.2.1 Komponenten
5.2.2 Kennzahlenanalyse
5.3 Qualitative Faktoren
5.3.1 Ratingkriterien
5.3.1.1 Management
5.3.1.2 Markt
5.3.1.2 Kundenbeziehungen
5.3.1.3 Wirtschaftliche Verhältnisse
5.3.1.4 Weitere Unternehmensentwicklung
5.4 Vorbereitung auf das Rating:
5.4.1 Notwendige Unterlagen
5.4.2 Bankinterner Ratingablauf
5.4.2.1 Kreditantrag
5.4.2.2 Einreichung der Unterlagen
5.4.2.3 Kreditgespräch
5.4.2.4 Unternehmensbesichtigung
5.4.2.5 Rating-Analyse
5.4.2.6 Kreditabschluss
5.4.2.7 Rating-Ergebnis / Noten und Bewertungsskalen
5.4.2.8 Ermittlung der Rating-Note
5.5 Ermittlung des Kreditzinssatzes
5.6 Bedeutung für die Kreditvergabe / Kreditbehandlung
5.7 Auswirkungen auf die Bankenlandschaft
6. Rating-Advisory
7. Der Steuerberater als Rating-Advisor
7.1 Qualifikation des Steuerberaters
7.2. Unterstützung durch den Steuerberater
7.2.1 Auswahl der richtigen Bank
7.2.2 Aufbereitung / Erstellung der Unterlagen für das Quantitative Rating
7.2.2.3 Jahrsabschluss / Jahresabschlussanalyse
7.2.2.3.1 Aufbereitung/Erstellung einer geeigneten Bilanz
7.2.2.3.2 Aufbereitung / Erstellung einer geeigneten G+V
7.2.2.4 Aufbereitung / Erstellung von betriebswirtschaftlichen Auswertungen
7.2.2.5 Aufbereitung / Erstellung eines Strategiepapiers
7.2.2.6 Aufbereitung / Erstellung eines Businessplanes
7.2.2.7 Aufbereitung / Erstellung von Planungsrechnungen
7.3 Optimierung des Ratings
7.3.1 kurzfristige Optimierung des Ratings
7.3.1.1 Abbau von Vorräten
7.3.1.2 Ausnutzung von Skonti
7.3.1.3 Nachfolgepolitik
7.3.1.4 Kundenzahlungen
7.3.1.5 Beziehung zur Bank
7.3.1.6 Forderungsmanagement
7.3.1.7 Wechselfinanzierung
7.3.2. langfristige Optimierung des Ratings
7.3.2.1 Reduzierung des Anlagevermögens
7.3.2.2 Umschuldung
7.3.2.3 Aufbau eines Risikomanagementsystems
7.3.2.4 Gewinnthesaurierung
7.3.2.5 Kapitalerhöhung
7.3.2.6 Aufbau eines Controlling-Systems
7.3.2.7 Einführung einer Balanced Scorecard
7.3.2.8 Qualitätsmanagement
7.3.2.9 Steigerung der Kundenzufriedenheit
7.3.3.0 Ausbau vorhandener und Aufbau neuer Kernkompetenzen
7.4 Finanzierungsalternativen
7.4.1 Leasing
7.4.2 Poolbildung
7.4.3 Private Equity
7.4.3.1 Venture Capital
7.4.3.2 Mezzanine-Kapital
7.4.3.3 Private Placements
7.4.4 Beantragung von Fördermittel
8. Abschließende Betrachtung
9. Der Steuerberater ist gefordert
Die Diplomarbeit analysiert die Anforderungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) sowie die bankinternen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft (MaK) und untersucht, wie Steuerberater Unternehmen gezielt dabei unterstützen können, ihre Bonität zu verbessern und das Rating-Ergebnis zu optimieren.
5.4.2.3 Kreditgespräch
Im Rahmen eines Kreditgespräches mit dem Management der Bank bzw. einer Betriebsbesichtigung werden weitere Daten erhoben. Sämtliche somit neu gewonnenen Daten sind in die computergestützte Analyse aufzunehmen. Dem Kreditbearbeiter wird ein standardisierter Fragenkatalog vorgelegt, welchen er mit dem jeweiligen Kreditnehmer Punkt für Punkt abarbeiten muss.
Eine exzellente Vorbereitung auf das Kreditgespräch ist somit die halbe Miete. Hierfür sollten die aktuellen Zahlen, Daten, Fakten und auch Persönliches sofort abrufbar sein. Um einen gleichwertigen Gesprächspartner für den Kreditbearbeiter darzustellen, sollte sich der Kunde intensiv vorbereiten.
Ratsam wäre eine Bestandsaufnahme der Kreditbeziehungen, aller vertraglichen Vereinbarungen, Sicherheiten und Konditionen. Ebenfalls sollte ausreichend Zeit für das Gespräch einberechnet werden. Für ein Gespräch, welches unter Zeitdruck und ohne strukturierte Vorbereitung abläuft, ist kaum mit einem positiven Rating-Ergebnis zu rechnen.
Besonders wichtig ist, wer zum Kreditgespräch geht bzw. das Kreditgespräch führt. Der Unternehmer sollte die notwendigen Eckdaten und Zahlen im Kopf haben und sie entsprechend interpretieren können.
1. Einleitung und Historie: Einführung in die Entwicklung des Baseler Akkords und die wesentlichen Anforderungen der drei Säulen für Kreditinstitute.
2. MAK`s: Darstellung der bankaufsichtlichen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft und deren organisatorische Umsetzung in den Banken.
3. Bedeutung für die Banken: Erläuterung der veränderten Anforderungen an die Kreditbearbeitung und der Kontrolle durch Aufsichtsbehörden.
4. Umsetzung der Vorschriften / Anforderungen mittels Rating: Beschreibung der risikoorientierten Kreditvergabe und der grundsätzlichen Verfahren zur Ermittlung des Bonitätsgewichts.
5. Das Firmenkundenrating der Volks- und Raiffeisenbanken: BVR II-Rating: Detaillierte Erläuterung der quantitativen und qualitativen Faktoren sowie der Abläufe und Anforderungen im Rating-Prozess der Volksbanken.
6. Rating-Advisory: Einführung in die Notwendigkeit externer Beratung für Unternehmen im Kontext von Basel II.
7. Der Steuerberater als Rating-Advisor: Analyse des Qualifikationsprofils von Steuerberatern sowie konkrete Unterstützungsmaßnahmen zur Rating-Optimierung und Finanzierungsalternativen.
8. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Einschätzung zur veränderten Kreditvergabepraxis und der zunehmenden Bedeutung von Transparenz für Unternehmen.
9. Der Steuerberater ist gefordert: Appell an Steuerberater, sich proaktiv im neuen Beratungsfeld Basel II zu positionieren und Mandanten bei der Rating-Vorbereitung zu begleiten.
Basel II, MaK, Firmenkundenrating, BVR II-Rating, Kreditrisiko, Steuerberater, Rating-Advisory, Bilanzanalyse, Eigenkapitalquote, Liquidität, Unternehmenserfolg, Kreditkonditionen, Risikomanagement, Finanzierung, Bonitätsprüfung
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der regulatorischen Anforderungen von Basel II und den bankinternen Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft (MaK) auf die Kreditvergabe an Unternehmen.
Die Arbeit behandelt die Rating-Kriterien der Banken, die notwendigen Vorbereitungen für Unternehmen sowie die unterstützende Rolle des Steuerberaters in diesem Prozess.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen die neuen Herausforderungen der Kreditvergabe meistern können und welche Rolle der Steuerberater als professioneller Berater bei der Rating-Optimierung einnimmt.
Es wird eine theoretische Literaturanalyse durchgeführt, die regulatorische Dokumente und Fachliteratur auswertet, um eine praktische Handlungsanleitung für Steuerberater und Unternehmen zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Rating-Verfahren, die Vorbereitung auf Ratings durch Kennzahlenanalyse sowie verschiedene Strategien zur kurz- und langfristigen Optimierung des Rating-Ergebnisses.
Die zentralen Begriffe sind Basel II, Rating, Kreditwürdigkeit, Risikomanagement, Steuerberatung und Unternehmensfinanzierung.
Da die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse oft Bewertungsspielräume enthalten, müssen diese durch Umwertungen und Gruppierungen an die Erfordernisse einer bankinternen Analyse angepasst werden, um ein valides Rating zu gewährleisten.
Die Arbeit nennt unter anderem den Abbau von Vorräten, die konsequente Ausnutzung von Skonti und die Verbesserung des Forderungsmanagements als effektive Wege zur kurzfristigen Stärkung der Finanzkennzahlen.
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