Bachelorarbeit, 2016
41 Seiten, Note: 1,1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Identität und Rollenhandeln – ein soziologischer Exkurs
2.1 Identität: Begriffsbestimmung
2.2 Grundqualifikationen des Rollenhandelns und Identitätsentwicklung
2.3 Identitätsentwicklung im Grundschulalter
3. Identitätsorientierung mit dem Bilderbuch im Literaturunterricht
3.1 Identitätsorientierung im Literaturunterricht
3.2 Das Bilderbuch als Gegenstand für einen identitätsorientierten Literaturunterricht
3.3 Kriterien für die Auswahl eines identitätsorientierten Bilderbuchs
4. Exemplarische Analyse des Bilderbuchs „Irgendwie Anders“
4.1 Materielle und paratextuelle Dimension
4.2 Narrative Dimension
4.3 Verbale Dimension
4.4 Bildliche Dimension
4.5 Intermodale Dimension und Entwicklung des Themas durch das Zusammenspiel von verbaler und bildlicher Dimension
5. Einsatz von „Irgendwie Anders“ für einen identitätsorientierten Literaturunterricht
6. Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern der Literaturunterricht in der Primarstufe Heranwachsende bei der Identitätsfindung unterstützen kann, wobei ein besonderer Fokus auf dem Einsatz von Bilderbüchern liegt. Die Arbeit verknüpft soziologische Identitätstheorien mit literaturdidaktischen Ansätzen, um Kriterien für die Auswahl geeigneter Bilderbücher zu entwickeln und diese exemplarisch am Werk „Irgendwie Anders“ anzuwenden.
4.1 Materielle und paratextuelle Dimension
Laut Nikolajeva und Scott kommt den paratextuellen Elementen und dem Material in Bilderbüchern meist eine deutlich größere Bedeutung zu, als beispielsweise in Romanen oder anderen nicht-bebilderten Texten.
Das Bilderbuch „Irgendwie Anders“ von Kathryn Cave und Chris Riddell erschien 1994 unter dem englischen Originaltitel „Something else“ und wurde im gleichen Jahr, ins Deutsche übersetzt von Salah Naoura, im Oetinger Verlag in Hamburg veröffentlicht. Die Originalausgabe wird bei Puffin Books in London verlegt. Cave und Riddell erhielten dafür im Jahr 1997 den UNESCO-Preis für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz.
Das Buch ist 29,1 cm x 22,1 cm (Höhe x Breite) groß und hat 28 nicht paginierte, glatte Seiten. Es ist in einen kartonierten Umschlag gebunden. Das vom Hersteller empfohlene Lesealter liegt bei vier Jahren und älter. Der Titel nennt den Namen der Hauptfigur und führt gleichzeitig in den entscheidenden Konflikt der Geschichte ein, das (irgendwie) Anderssein.
Der gesamte Einband hat einen hellblauen Hintergrund. Auf der Vorderseite ist neben dem Titel und den Namen der Autorin und des Illustrators ein Bild eines großen maisgelben Ohrensessels mit bunt gemusterten Flicken auf der Seite und einem roten Überwurf mit weißen Punkten zu sehen. Auf dem Sessel sitzt ein dunkelblaues Phantasiewesen. Es handelt sich hierbei um eine Abbildung der Hauptfigur. Im linken Arm hält das Wesen ein Stofftier, welches große Ähnlichkeit mit ihm selbst hat, in der rechten Hand hält es eine braune Papiertüte. Es hat einen freundlichen, vertrauenswürdigen Gesichtsausdruck, wirkt jedoch auf dem großen Sessel klein und verloren. Das Titelbild kommt in dieser Art und Weise ausschließlich auf dem Einband vor. Da das Phantasiewesen ein anderes Aussehen hat, als alles bisher Bekannte, wird sofort die Verbindung zum Titel „Irgendwie Anders“ hergestellt.
1. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament der Arbeit, indem sie die Identitätsentwicklung im Kindesalter beleuchtet und die Relevanz des Literaturunterrichts sowie des Bilderbuchs als unterstützende Medien begründet.
2. Identität und Rollenhandeln – ein soziologischer Exkurs: Dieses Kapitel erarbeitet ein fundiertes Verständnis des Identitätsbegriffs durch die Einbeziehung soziologischer Theorien von Mead, Goffman, Habermas und Erikson.
3. Identitätsorientierung mit dem Bilderbuch im Literaturunterricht: Hier wird der theoretische Rahmen für einen identitätsorientierten Unterricht gespannt und Kriterien für die Auswahl geeigneter Bilderbücher abgeleitet.
4. Exemplarische Analyse des Bilderbuchs „Irgendwie Anders“: Das Werk wird systematisch anhand verschiedener Dimensionen wie Inhalt, Handlung, Figuren und Bild-Text-Beziehungen analysiert.
5. Einsatz von „Irgendwie Anders“ für einen identitätsorientierten Literaturunterricht: Dieses Kapitel prüft das Bilderbuch anhand der zuvor entwickelten Kriterien und diskutiert dessen konkrete didaktische Eignung für die Grundschule.
6. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel reflektiert das Vorgehen der Arbeit und fasst die wesentlichen Erkenntnisse über das Potenzial von Bilderbüchern zur Förderung der Persönlichkeitsentfaltung zusammen.
Identität, Identitätsentwicklung, Bilderbuch, Literaturunterricht, Grundschule, Irgendwie Anders, Identitätsorientierung, Sozialisation, Rollenhandeln, Fremdheit, Alterität, Inklusion, Identifikation, Empathie, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie Literaturunterricht in der Grundschule Kinder dabei unterstützen kann, eine stabile Identität zu entwickeln, insbesondere durch den Einsatz von Bilderbüchern.
Die Arbeit verknüpft soziologische Identitätstheorien mit literaturdidaktischen Konzepten und analysiert Bilderbücher als Medium zur Identitätsförderung und zum Abbau von Vorurteilen.
Die Autorin geht der Frage nach, warum sich gerade der Literaturunterricht für die Identitätsfindung eignet und welche spezifischen Kriterien ein Bilderbuch erfüllen muss, um für identitätsorientierte Ziele in der Primarstufe effektiv einsetzbar zu sein.
Es wird ein thematischer Ansatz gewählt, kombiniert mit einer Strukturanalyse nach Staigers fünfdimensionalem Modell, um das gewählte Bilderbuch differenziert zu untersuchen.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Identitätstheorien) als auch die Kriterienentwicklung für die Buchauswahl und die konkrete Anwendung dieser Kriterien in einer Strukturanalyse des Bilderbuchs „Irgendwie Anders“.
Identität, Bilderbuch, Grundschule, Sozialisation, Identitätsorientierter Literaturunterricht und Persönlichkeitsentwicklung.
Dieses Entwicklungsstadium ist für Grundschulkinder zentral. Die Arbeit zeigt auf, wie Literatur helfen kann, den Werksinn zu fördern und Minderwertigkeitsgefühle durch positive Identifikationsangebote abzufedern.
Die Einübung von Frustrationstoleranz ist laut Habermas eine Grundqualifikation des Rollenhandelns. Bilderbücher, die solche Momente thematisieren, helfen Kindern, sich auf reale soziale Herausforderungen vorzubereiten.
Das Buch thematisiert Ausgrenzung und Anderssein auf eine Weise, die Kinder zur Empathie anregt und den respektvollen Umgang in heterogenen Lerngruppen fördert.
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