Masterarbeit, 2016
117 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsmanagement
3.1.1 Belastungen und Ressourcen in der Arbeitswelt
3.1.2 Definitionen und Abgrenzungen von Arbeitsschutz, betrieblicher Gesundheitsförderung und betrieblichem Gesundheitsmanagement
3.1.3 Gründe zur Einführung eines BGM
3.2 Atypische Beschäftigung
3.2.1 Definition, Entwicklung und Merkmale atypischer Beschäftigung
3.2.2 Atypische Beschäftigung und Prekariat
3.3 Zeitarbeit
3.3.1 Zeitarbeit in Deutschland
3.3.2 Gesetzliche Regelungen zum Arbeitsschutz in der Zeitarbeit
3.3.3 Studien zur volks- und betriebswirtschaftlichen Relevanz des Instrumentes Zeitarbeit
3.3.4 Belastungen und Beanspruchungen in der Zeitarbeit
3.3.5 Arbeits- und Gesundheitsschutz für Zeitarbeiter aus Sicht der Entleihunternehmen
3.3.6 Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutz für Zeitarbeiter in Entleihunternehmen anhand verschiedener Projekte
4 METHODIK
4.1 Fragestellung
4.2 Untersuchungsdesign
4.2.1 Qualitative empirische Sozialforschung
4.2.2 Das Interview als Erhebungsinstrument
4.2.3 Das qualitative Leitfadeninterview
4.2.4 Das Experteninterview
4.3 Untersuchungsablauf
4.3.1 Deduktive Kategorienbildung
4.3.2 Entwicklung des Interviewleitfadens
4.3.3 Inhaltlicher Aufbau des Leitfadens
4.3.4 Rekrutierung der Stichprobe
4.3.5 Durchführung der Interviews
4.4 Aufbereitung des qualitativen Datenmaterials
4.4.1 Kurzprofil Unternehmen A
4.4.2 Kurzprofil Unternehmen B
4.4.3 Kurzprofil Unternehmen C
4.4.4 Kurzprofil Unternehmen D
4.4.5 Kurzprofil Unternehmen E
4.4.6 Erste Gegenüberstellung der Unternehmen
4.4.7 Dokumentation der Interviews
4.5 Auswertung der Daten
4.5.1 Die qualitative Inhaltsanalyse
4.5.2 Auswertung der gewonnenen Daten anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
5 ERGEBNISSE
5.1 Ergebnisse zur Beantwortung der 1. Unterfrage
5.1.1 Wirtschaftliche Aspekte
5.1.2 Rechtliche Aspekte
5.1.3 Demografisch/strukturelle Aspekte
5.1.4 Beantwortung der 1. Unterfrage
5.2 Ergebnisse zur Beantwortung der 2. Unterfrage
5.2.1 Fallbezogene Ergebnisse zur 2. Forschungsfrage
5.2.2 Beantwortung der 2. Unterfrage
5.3 Ergebnisse zur Beantwortung der 3. Unterfrage
5.3.1 Fallbezogene Ergebnisse der 2. Unterfrage
5.3.2 Beantwortung der 3. Unterfrage
5.4 Beantwortung der Forschungsfrage
6 DISKUSSION UND KRITISCHE REFLEXION
6.1 Einbettung der Ergebnisse in die Literatur
6.2 Kritische Reflexion der Untersuchung
6.3 Qualitäts- und Gütekriterien
6.4 Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutsamkeit von Arbeitsschutz und betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) in Bezug auf Zeitarbeiter aus der Sicht von Entleihunternehmen, um Aspekte zu identifizieren, die eine Entscheidung für oder gegen deren Integration in entsprechende Systeme beeinflussen.
3.1.2 Definitionen und Abgrenzungen von Arbeitsschutz, betrieblicher Gesundheitsförderung und betrieblichem Gesundheitsmanagement
Arbeitsbedingte Erkrankungen verursachen Kosten für das betroffene Unternehmen sowie für das Gesundheitssystem und bringen individuelles Leid. Aus diesen Gründen haben der Arbeitsschutz, die betriebliche Gesundheitsförderung und das betriebliche Gesundheitsmanagement das gemeinsame Ziel, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, müssen jedoch trotz einiger Überschneidungen und gemeinsamer Zielsetzung unterschieden werden.
Arbeitsschutz (AS) Schon bei der Betrachtung organisatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen wer den Unterschiede zwischen Arbeitsschutz (AS) und betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF), beziehungsweise betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) deutlich. Der AS ist rechtlich verpflichtend und basiert auf der im Grundgesetz (Artikel 2 Abs. 2) festgehaltenen Menschenwürde, auf das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Bamberg, Ducki & Metz, 2011a). Er wird definiert als die „Abwehr von Unfallgefahren und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zum Schutz vor arbeitsbedingten Verletzungen (Arbeitsunfällen) und arbeitsbedingten Erkrankungen (Berufskrankheiten und andere arbeitsbedingte Erkrankungen) sowie zugleich eine solche menschengerechte Gestaltung und ständige Verbesserung der Arbeit, dass diese insgesamt den körperlichen und geistigen Leistungsvoraussetzungen des Organisationsmitgliedes entspricht und auf Bewahrung von Leben und Gesundheit in Verbindung mit der Berufsarbeit abzielt“ (DIN SPEC 91020, 2012).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in den Strukturwandel der Arbeitswelt und die damit einhergehende zunehmende Relevanz von Zeitarbeit sowie die Herausforderungen hinsichtlich Arbeitsschutz und Gesundheit für diese Beschäftigungsgruppe.
2 ZIELSETZUNG: Darlegung der Forschungsfrage, welche Aspekte die Entscheidung von Entleihunternehmen zur Integration von Zeitarbeitern in das Arbeitsschutzsystem und BGM beeinflussen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Annäherung an Arbeitsschutz, BGM und Zeitarbeit, wobei Belastungsfaktoren sowie bestehende Studien zur Relevanz des Instrumentes Zeitarbeit im Zentrum stehen.
4 METHODIK: Detaillierte Beschreibung des qualitativen Untersuchungsdesigns, der Datenerhebung durch Experteninterviews sowie der Vorgehensweise bei der Auswertung mittels Inhaltsanalyse.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der empirischen Ergebnisse zur Beantwortung der Unterfragen hinsichtlich wirtschaftlicher, rechtlicher und demografischer Aspekte sowie der Auseinandersetzung mit Arbeitsschutz-Themen.
6 DISKUSSION UND KRITISCHE REFLEXION: Einordnung der Ergebnisse in den theoretischen Kontext, kritische Würdigung der methodischen Vorgehensweise und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der zentralen Erkenntnisse hinsichtlich der Faktoren, die Unternehmen zur Integration von Zeitarbeitern in Arbeitsschutz und BGM bewegen.
Zeitarbeit, Arbeitsschutz, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Entleihunternehmen, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, Arbeitsbelastung, Flexibilisierung, qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Integration, Arbeitssicherheit, Gesundheitsförderung, Unternehmensführung, Personalpolitik.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren Entleihunternehmen dazu bewegen, Zeitarbeiter in ihre betrieblichen Arbeitsschutzsysteme und in das betriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren oder davon abzusehen.
Die Arbeit behandelt den Strukturwandel der Arbeitswelt, die Flexibilisierungsanforderungen durch Zeitarbeit sowie die gesetzliche und betriebliche Verantwortung für Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Aspekte beeinflussen die Entscheidung für oder gegen die Integration von Zeitarbeitern in das Arbeitsschutzsystem und das betriebliche Gesundheitsmanagement von Entleihunternehmen?“
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt. Dies umfasst leitfadengestützte Experteninterviews mit verschiedenen Unternehmen, die Zeitarbeiter einsetzen, und eine anschließende Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Aufarbeitung des Kenntnisstands, die detaillierte Darstellung des methodischen Vorgehens, die Aufbereitung der Experteninterviews sowie die anschließende Ergebnisanalyse.
Kernbegriffe sind Zeitarbeit, Arbeitsschutz, betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Flexibilisierung und die organisatorische Integration in Entleihunternehmen.
Weiche Kennzahlen wie Mitarbeiterbindung, Imagepflege und Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität werden von den Unternehmen fast ausschließlich als positive Argumente für eine umfassende Integration der Zeitarbeiter genannt.
Die Unternehmen wägen oft zwischen der "finanziellen Belastung" (Kosten der Integration) und der "Senkung von Unfallrisiken" sowie "Qualitätssteigerungen" ab, wobei letztere insbesondere bei einer "wertvollen" und langfristigen Zusammenarbeit stärker gewichtet werden.
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