Bachelorarbeit, 2017
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Einführung in die Thematik
2.1 Business Process Outsourcing
2.1.1 Definition Outsourcing
2.1.2 Historische Entwicklung
2.1.3 Varianten und Formen
2.1.4 Motive und Risiken
2.1.5 Theoretische Ansätze
2.1.5.1 Lean-Management
2.1.5.2 Transaktionskostentheorie
2.2 Wissensmanagement
2.2.1 Definition Wissen
2.2.1.1 Formen von Wissen
2.2.2 Definition Wissenstransfer
2.2.3 Theoretische Ansätze
2.2.3.1 Spirale der Wissensbeschaffung
2.2.3.2 Bausteine des Wissensmanagements
2.3 Auswirkungen von Business Process Outsourcing
2.3.1 Generierung und Transferierung von Wissen
2.3.2 Wissensrisiken
3. Methodische Grundlagen
3.1 Experteninterview und Inhaltsanalyse
3.2 Auswahl der Interviewpartner
3.3 Forschungsfrage und Hypothesen
4. Auswertung der Ergebnisse
4.1 Outsourcing allgemein
4.2 Wissensmanagement und Unternehmenswissen
4.3 Anwendung beider Themenbereiche aufeinander
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich das Wissensmanagement und das Unternehmenswissen durch Business Process Outsourcing (BPO) verändern. Das primäre Ziel ist es, die Herausforderungen und Risiken für Unternehmen beim Abfluss von Wissen infolge von Outsourcing-Projekten zu analysieren und Erklärungsansätze für den bislang geringen Stellenwert von Wissen in der BPO-Planung zu liefern.
2.3.1 Generierung und Transferierung von Wissen
Um den Erfolg und die Effizienz von Outsourcing-Projekten gewährleisten zu können, ist es unter anderem notwendig, dass das Unternehmen über ein „[...] zielgerichtetes Management des relevanten Wissens [...]“ verfügt, da hierdurch die Grundlage dafür geschaffen wird, „[...] den kaufmännischen Bereich auf ein höheres Niveau zu heben und gleichzeitig [...] [Kosten zu] sparen“ (Wullenkord, 2008, S.129). Da das Wissen an Personen gebunden ist, ist es erforderlich, dass der WT auch auf der Akteursebene entwickelt wird (Wilkesmann, 2009, S.90). Doch bevor Wissen transferiert werden kann, erfolgt zuerst die Generierung von Wissen und dieses stellt somit die Basis für den späteren Transfer dar. Damit keine Abhängigkeit von den koordinierbaren Akteuren bezüglich Wissensgenerierung entstehen kann, müssen die Outsourcingpartner den Versuch unternehmen, eine Übertragung der an den Schnittstellen der BPO-Beziehung erworbenen Wissensbestände und Fähigkeiten auf der Wissensbasis des Unternehmens durchzuführen (Bruch, 1998, S.198).
Hieraus ergibt sich, dass das aus der BPO-Beziehung heraus entstehende zentrierte Kooperations-Know-how unternehmensweit genutzt werden kann (Beer, 1997, S.259). Für die Umsetzung kann hierfür die Einführung eines zentralen WMs genutzt werden, indem alle für das Outsourcing-Projekt relevanten Informationen zu entsprechenden Themen dokumentiert und abgespeichert werden (Wullenkord, 2008, S.130-133). Das hierbei generierte explizite Wissen kann auch vielfältig in der Zukunft eingesetzt werden z.B. für nachfolgende Projekte oder die Schulung und Ausbildung von Mitarbeitern usw. (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Outsourcing oft primär zur Kostenreduktion eingesetzt wird, wobei das Risiko des Wissensabflusses und die strategische Bedeutung des Wissensmanagements häufig vernachlässigt werden.
2. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Outsourcing und Wissensmanagement, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet verschiedene Modelle und Ansätze zur Wissensgenerierung und -beschaffung.
3. Methodische Grundlagen: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Experteninterviews sowie die Auswahl der Interviewpartner begründet und die Forschungsfrage sowie die Hypothesen der Arbeit formuliert.
4. Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel analysiert die Ergebnisse aus den Experteninterviews mit Vertretern verschiedener Unternehmen und setzt diese in Bezug zu den theoretischen Erkenntnissen aus dem zweiten Kapitel.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die aufgestellten Hypothesen und diskutiert die zukünftige Bedeutung des Wissensmanagements im Kontext von Outsourcing und demografischem Wandel.
Business Process Outsourcing, BPO, Wissensmanagement, Unternehmenswissen, Wissenstransfer, Outsourcing, Wissensrisiken, Experteninterview, Transaktionskostentheorie, Lean-Management, Kernkompetenzen, Fachkräftemangel, Wissensbewahrung, Wissensgenerierung, Service Level Agreement
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Business Process Outsourcing (BPO) auf das interne Wissensmanagement und das vorhandene Unternehmenswissen.
Die zentralen Felder sind die strategische Auslagerung von Geschäftsprozessen (Outsourcing), Methoden zur Steuerung von Wissen innerhalb einer Organisation sowie die spezifischen Risiken und Transfermechanismen bei der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie verändert sich das Wissensmanagement und das Unternehmenswissen durch Business Process Outsourcing?“
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz. Es wurden Experteninterviews mit Geschäftsführern und einem Betriebsratsvorsitzenden geführt, die mittels einer kategorisch-deduktiven Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Themen Outsourcing und Wissensmanagement sowie eine anschließende Auswertung der Experteninterviews, um die Auswirkungen von BPO auf das Wissen in der Praxis zu belegen.
Zu den Kernbegriffen zählen BPO, Wissensmanagement, Unternehmenswissen, Wissensrisiken, Transaktionskosten und Wissensbewahrung.
Vertrauen wird als maßgeblicher Erfolgsfaktor identifiziert, da es die Bereitschaft der Mitarbeiter erhöht, implizites Wissen zu teilen, und somit den Erfolg des Outsourcing-Projekts sowie die Aufrechterhaltung von Qualitätsstandards unterstützt.
Die Unterscheidung ist deshalb kritisch, weil explizites Wissen leicht dokumentierbar ist, während implizites Wissen an die Person des Mitarbeiters gebunden ist und bei deren Ausscheiden aus dem Unternehmen verloren gehen kann, sofern es nicht rechtzeitig transformiert wurde.
Das Management sollte Wissensziele definieren, Prozesse vor der Auslagerung klar strukturieren, den Wissensabfluss durch entsprechende Vertragsklauseln und Datenschutzvereinbarungen minimieren sowie die betroffenen Mitarbeiter frühzeitig einbinden, um Widerstände zu reduzieren.
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