Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Zielgruppe: Unbegleitete minderjährige Asylsuchende
2.1 UmA – Eine Begriffserklärung
2.2 UmA auf der Flucht
2.3 Zahlen, Daten, Fakten in Deutschland
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen für UmA
2.5 Aufnahmeverfahren in Deutschland
2.6 Besonderheiten für UmA im Asylverfahren – Die Handhabung der Kinder- und Jugendhilfe
2.7 Spannungsfeld: Kinder- und Jugendhilferecht und Asylrecht
3 Theorieteil: Das Resilienzkonzept
3.1 Resilienz – Eine Systematisierung des Begriffs
3.2 Resilienzförderung
3.3 Risiko- und Schutzfaktoren im Vergleich
3.4 Resilienzforschung – Studien der Entwicklungspsychologie
3.5 Theoretische Handlungsempfehlung zur Resilienzförderung in der Kinder- und Jugendhilfe
3.6 Kritik am Resilienzkonzept
4 Hauptteil: Eine empirische Untersuchung der Resilienzförderung mit UmA in der Kinder- und Jugendhilfe
4.1 Methodische Vorgehensweise
4.2 Die praktische Umsetzung resilienzfördernder Merkmale
4.3 Forschungserkenntnis und Handlungsempfehlung für die Kinder- und Jugendhilfe
5 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Konzept der Resilienz genutzt werden kann, um unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UmA) in der Kinder- und Jugendhilfe zu unterstützen. Ziel ist es, aus der Perspektive von Sozialarbeitern zu eruieren, welche Bedeutung resilienzfördernde Maßnahmen für diese besonders schutzbedürftige Zielgruppe haben und wie sie zu einem selbstbestimmten Leben in Deutschland beitragen können.
3.1 Resilienz – Eine Systematisierung des Begriffs
Zum Ersten lässt sich Resilienz schwer als Begriff definieren und hält zum Zweiten viele Definitionen unterschiedlicher Autor_innen bereit. Hierzu werden die für die Thematik relevantesten Auslegungen aufgeführt, um somit die Vielschichtigkeit der Thematik fassbar zu machen.
Resilienz ist ein Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet zurückspringen. Dies meint, dass ein ursprünglicher Zustand wiederhergestellt wird (vgl. Schär / Steinebach, 2015: 98). Die Menschheit reagiert sehr unterschiedlich auf schwerwiegende Belastungen. Man unterscheidet zwischen jenen, die ihr Leben trotz auftretender Krisen gut meistern und anderen, welche sich nach Fehlschlägen dennoch erholen. Daneben gibt es jedoch Menschen, welche sich aufgrund langanhaltender Krisen nicht mehr erholen können. Doch von welchen Faktoren ist eine solch unterschiedliche Verarbeitung von Belastungsstörungen geprägt? Sind es die eigenen Merkmale, die einen stärken oder auch die der äußeren Realität?
Das Konzept der Resilienz ist 1990 zum ersten Mal in der therapeutischen Literatur aufzufinden. Von Autor_innen wurde es zu dem Zeitpunkt als ein Perspektivenwechsel gesehen. Hierbei wurde der therapeutische Blick den Defiziten bei Klient_innen abgewendet und den Stärken zugewendet. Resilienz ist als ein relationaler Begriff zu verstehen, was bedeutet, dass Individuen erst dann gestärkt sind, wenn sie Belastungen bzw. ein Scheitern erfahren haben. Bedeutend sind hier normative und nichtnormative Krisen zum Erlangen der Resilienz. Erstere meint die lebenszyklisch erwartende Krise, die in den Übergängen verschiedener Lebensphasen vorherrschen. Nichtnormative Krisen stellen jene dar, die unerwartet auftreten und nicht vorhersehbar sind (vgl. Welter-Enderlin / Hildenbrand, 2006: 20ff.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Resilienzförderung in der Kinder- und Jugendhilfe.
2 Die Zielgruppe: Unbegleitete minderjährige Asylsuchende: Dieses Kapitel definiert den Begriff UmA, beleuchtet Fluchtmotive sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Aufnahmeverfahren in Deutschland.
3 Theorieteil: Das Resilienzkonzept: Hier werden der Begriff der Resilienz systematisiert, relevante Schutz- und Risikofaktoren erläutert und theoretische Grundlagen für die Förderung in der Kinder- und Jugendhilfe gelegt.
4 Hauptteil: Eine empirische Untersuchung der Resilienzförderung mit UmA in der Kinder- und Jugendhilfe: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Studie und analysiert die praktische Umsetzung resilienzfördernder Ansätze in verschiedenen Betreuungseinrichtungen.
5 Resümee und Ausblick: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen in der sozialpädagogischen Praxis.
Unbegleitete minderjährige Asylsuchende, UmA, Resilienz, Resilienzförderung, Kinder- und Jugendhilfe, KJH, Flucht, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Traumatisierung, Sozialarbeit, Identitätsbildung, Integrationswille, Lebensweltorientierung, Vertrauensaufbau
Die Arbeit befasst sich mit der Situation unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender (UmA) in Deutschland und untersucht, wie diese durch Konzepte der Resilienzförderung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe gestärkt werden können.
Zentrale Themen sind die rechtliche und lebensweltliche Situation der Jugendlichen, der theoretische Rahmen von Resilienz, die Bedeutung von Bindung und Vertrauensaufbau sowie die praktische Umsetzung dieser Ansätze in stationären und ambulanten Jugendhilfeeinrichtungen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie resilienzfördernd arbeitet die Kinder- und Jugendhilfe mit Unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden?“ und wie gestaltet sich diese Anwendung aus der Perspektive der Sozialarbeiter.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Die Autorin führte leitfadengestützte Experteninterviews mit Sozialarbeitern aus verschiedenen Betreuungseinrichtungen, die anschließend mittels klassischer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Untersuchung. Er analysiert anhand der geführten Interviews, wie in der Praxis mit Fluchtursachen, Identitätsbildung, Alltagsstrukturierung und dem Aufbau von Beziehungen umgegangen wird, um resilientes Verhalten zu fördern.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Resilienz, Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UmA), Kinder- und Jugendhilfe, Bindungsorientierung, Schutzfaktoren und Lebensweltorientierung.
Die Altersfeststellung ist ein kritischer Moment im Asylverfahren. Da offizielle Dokumente oft fehlen, wird häufig das Verfahren der Inaugenscheinnahme genutzt, das jedoch aufgrund der variierenden Pubertätsentwicklung als ungenau kritisiert wird.
Die befragten Experten betonen eine klare Abgrenzung zur therapeutischen Arbeit. Sie fokussieren auf bedarfsorientierte Begleitung und Alltagsstrukturierung, um Sicherheit zu vermitteln, anstatt die traumatischen Erlebnisse therapeutisch aufarbeiten zu wollen.
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