Bachelorarbeit, 2017
114 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Geschlechtslosigkeit als Thema der Modetheorie und Geschlechterforschung
2.1 Das Unbehagen der Geschlechter - Judith Butler
2.2 Die Neuerfindung der Natur: Primaten, Cyborgs und Frauen - Donna Haraway
2.3 Angezogen: Das Geheimnis der Mode - Barbara Vinken
2.4 „Wenn Frauen Männerkleider tragen“ - Geschlecht und Maskerade in Literatur und Geschichte - Gertrud Lehnert
2.5 Ist Mode queer? - Gertrud Lehnert, Maria Weilandt
2.6 Zusammenfassung
3 Der Megatrend „Gender Shift“ – ein Zeichen der postmodernen Gesellschaft
3.1 Die abnehmende gesellschaftliche Bedeutung des Geschlechts
3.2 Geschlechtslosigkeit in der Kunst
3.3 Geschlechtslosigkeit in den sozialen Medien
3.4 Zusammenfassung
4 Genderless als Thema der Lifestyleindustrie
4.1 Autobranche – Individualität als Alleinstellungsmerkmal
4.2 Parfumbranche - Genderfree
4.3 Kosmetikbranche – Aufzeigen von kultureller Geschlechterkonstruktion
4.4 Zusammenfassung
5 Genderless als Thema der Mode
5.1 Genderless als Thema von High Fashion
5.2 „Unisex“ als Mode für die Massen
5.3 Zusammenfassung
6 Schluss
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das modische Potenzial und die praktische Umsetzung des Megatrends „Gender Shift“, der unter dem Begriff „Genderless“ die Mode- und Lifestylebranche maßgeblich beeinflusst und traditionelle Geschlechterrollen in der Vermarktung zunehmend infrage stellt.
2.1 Das Unbehagen der Geschlechter - Judith Butler
Im Jahr 1991 hat die Schriftstellerin und Geschlechtsforscherin Judith Butler innerhalb der Gender Studies ihr Werk „Gender Trouble“, im Deutschen „Das Unbehagen der Geschlechter“, veröffentlicht und damit für viel Aufruhr in der damaligen Gesellschaft gesorgt. Der Fokus in ihrer Publikation liegt auf dem Thema Geschlecht, weshalb besonders das erste Kapitel ihres Buches „Die Subjekte von Geschlecht/ Geschlechtsidentität/ Begehren“ in dieser Arbeit eine wichtige Rolle spielt. In diesem Kontext liefert sie neue Denkanstöße und stellt bisherige Annahmen und Theorien in Frage. Zunächst geht sie darauf ein, dass zwischen dem anatomischen Geschlecht „sex“ und der Geschlechtsidentität „gender“ unterschieden wird und beide Faktoren unabhängige Komponenten darstellen. Darüber hinaus erläutert sie, dass die Geschlechtsidentität nicht durch das Geschlecht bestimmt ist und aus ihr resultiert, da sie kulturell konstruiert ist und dadurch das Geschlecht mittels der Geschlechtsidentität vielseitig interpretiert werden kann.
Des Weiteren wird innerhalb Butlers Theorie die Binarität der Geschlechter thematisiert, die ausschließlich von der Zweigeschlechtlichkeit in der Gesellschaft ausgeht und sich auf den Mann und die Frau mit dem jeweiligen männlichen und weiblichen Geschlecht beschränkt. Jedoch lehnt Butler diese Annahme ab und geht zudem davon aus, dass ein Individuum zu Mann oder Frau werden kann - unabhängig vom ausgehenden Geschlecht. Auch die Begrenzung auf exakt zwei mögliche Geschlechtsidentitäten sieht sie kritisch.
Ein weibliches oder männliches, anatomisches Geschlecht setzt somit nicht die Geschlechtsidentität einer Frau oder eines Mannes voraus.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die sich aus der gesellschaftlichen Entwicklung in Richtung androgyn geprägter Lebensmodelle ergibt, und formuliert die Zielsetzung einer detaillierten Analyse des Trends „Genderless“.
2 Geschlechtslosigkeit als Thema der Modetheorie und Geschlechterforschung: Das Kapitel untersucht theoretische Ansätze von Butler, Haraway, Vinken und Lehnert, die als Basis für das Verständnis der kulturellen Konstruktion von Geschlecht in der Mode dienen.
3 Der Megatrend „Gender Shift“ – ein Zeichen der postmodernen Gesellschaft: Hier wird der soziokulturelle Wandel hin zur abnehmenden Bedeutung der Geschlechterbinarität analysiert, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Kunst und der sozialen Medien.
4 Genderless als Thema der Lifestyleindustrie: Die praktische Umsetzung des Trends wird anhand von Beispielen aus der Automobil-, Parfum- und Kosmetikbranche beleuchtet, die zunehmend mit Geschlechtsstereotypen brechen.
5 Genderless als Thema der Mode: Dieses Kapitel erforscht, wie High-Fashion-Marken und Anbieter von Massenmode durch geschlechtsneutrale Designs und innovative Inszenierungen den Trend „Genderless“ in die Praxis überführen.
6 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Etablierung des Trends als Ausdruck einer postmodernen Neuinterpretation individueller Identität.
7 Ausblick: Der Ausblick wagt eine Prognose über die Fortdauer des Trends und diskutiert mögliche zukünftige Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Individualisierung und potenzieller Retraditionalisierung.
Genderless, Gender Shift, Modetheorie, Geschlechterforschung, Postmoderne, Lifestyleindustrie, Unisex, Gender-Bending, Identität, Soziale Medien, Transgender, Queer Theory, Diversität, Maskerade, Marketing.
Die Arbeit befasst sich mit dem Trend „Genderless“ und analysiert dessen Einfluss auf die Mode- und Lifestyleindustrie vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen in der Postmoderne.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Geschlechterforschung, soziokulturelle Entwicklungen wie der „Gender Shift“, die Anwendung in der Lifestyleindustrie und die Umsetzung in der Mode durch „High Fashion“ und „Unisex-Mode“.
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Mode- und Lifestylebranche auf den gesellschaftlichen Wandel reagiert und in welcher Form das modische Potenzial von Geschlechtslosigkeit bereits etabliert ist.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Literatur (Gender Studies, Posthumanismus) und kombiniert diese mit einer qualitativen Analyse von Fallbeispielen aus Marketing, Fotografie und Modedesign.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse, eine Untersuchung der gesellschaftlichen Megatrends sowie eine detaillierte Ausarbeitung der praktischen Anwendung in Lifestyle- und Modeunternehmen.
Die zentralen Begriffe sind Genderless, Gender Shift, Unisex-Mode, Identität und die Performativität von Geschlecht.
Das Internet und soziale Netzwerke fungieren als wichtige Mediatoren, die durch globale Vernetzung und Plattformen für Selbstdarstellung die Verbreitung androgyn-postmoderner Lebensentwürfe beschleunigen.
Gaultier gilt als Vorreiter, da er seit Jahrzehnten bewusst mit Geschlechtergrenzen experimentiert, klassische Rollenbilder durch Provokation dekonstruiert und hybride Identitäten in seinen Kollektionen manifestiert.
Es beschreibt das gezielte Spiel mit männlichen und weiblichen Codes, wie es beispielhaft von David Bowie oder Lady Gaga genutzt wird, um Undefinierbarkeit zu erzeugen und die Zweigeschlechtlichkeit in der öffentlichen Inszenierung aufzubrechen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

