Bachelorarbeit, 2016
44 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Aktueller Forschungsstand
2.1 Angst
2.2 Stress
2.3 Darstellung der schulischen Transition von der Primar- zur Sekundarstufe
2.4 Angst und Stress während der schulischen Transition
3 Eigene Fragestellung
4 Vorstellung des begleiteten Schülers
5 Methodik
5.1 Erhebungsinstrumente
5.1.1 Dokumentation des Schülerverhaltens
5.1.2 Schülerinterview
5.1.3 Kinder-Angst-Test-II
5.1.4 Fragebogen zur Erhebung von Stress und Stressbewältigung im Kindes und Jugendalter
5.2 Datenanalyse
6 Darstellung der Ergebnisse
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.2 Methodenkritische Reflexion
7.3 Implikationen für die Praxis
8 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die schulische Transition von der Grundschule in die Sekundarstufe bei einem begleiteten Schüler zu Veränderungen im Angst- und Stressempfinden führt. Durch die Begleitung eines Schülers während dieser Übergangsphase soll evaluiert werden, wie sich der Umbruch auf die kindliche Entwicklung auswirkt und welche Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen des „In-Steps!-Projekts“ zur Bewältigung dieses Übergangs beitragen können.
2.1 Angst
Ursprünglich stammt der Begriff „Angst“ vom griechischen Wort „αγχω und bedeutet drosseln, würgen; lateinisch angor Beklemmung, angustia Enge“ (Tunner, 2000). Sie stellt eine Emotion dar, die bei Mensch sowie Tier bei Bedrohungen auftritt. Angst dient hierbei neben dem Begriff „Furcht“ als Warn- und Schutzfunktion und treibt somit zur Vermeidung von Verletzungen oder sogar dem Tod an (vgl. Vaas, 2000). Der angsterfüllte Mensch empfindet „eine unangenehme Unruhe, die angespannte Erwartung eines bedrohlichen, jedoch unbestimmten Ereignisses“ (Rachman, 2000, S. 35), allerdings kann sie sich dabei auch lediglich in der Vorstellung des Individuums befinden (vgl. Vaas, 2000). Flöttmann (2015, S. 15) bezeichnet Angst als ein „Gefahrensignal“, das „signalisiert, daß [sic!] eine Gefahr droht“. Die Angstemotion stellt somit für die Menschheit ein lebensnotwendiges und sinnvolles Gefühl dar, welches den Menschen dazu bringt, Situationen oder Dinge, die seine Gesundheit belasten könnten, zu meiden. Auch Silbermann (2008) erkennt, dass hinsichtlich der Evolution „die Menschheit [ohne Angst] schon längst untergegangen“ wäre, da die Angst den Menschen gefährliche und lebensbedrohliche Situationen als solche erkennen lässt und ihn zur Flucht oder Vermeidung veranlasst.
Pöldinger (1988, S. 17) verweist darauf, dass es zu einer „Häufung der Angst in Wandel oder Grenzsituationen“ kommt. Das bekannte Vertraute wird innerhalb solcher Situationen verlassen und das unbekannte Neue betreten (vgl. ebd., S. 17). Der Mensch kann sich davor ängstigen, sein gewohntes Umfeld und somit den vertrauten Bereich zu verlassen. Krohne (2010, S. 13) erwähnt, dass „Angst […] tief in unser Leben [eingreift], [sie] aktiviert den Einzelnen entweder und spornt ihn zu besonderen Leistungen an oder hemmt, lähmt, ja zerstört ihn“.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der schulischen Transition und Relevanz von Bildungsübergängen im Kontext von Angst und Stress.
2 Aktueller Forschungsstand: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Angst und Stress sowie dem wissenschaftlichen Diskurs zur Transition von der Primar- zur Sekundarstufe.
3 Eigene Fragestellung: Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen des Schulwechsels auf das betroffene Kind.
4 Vorstellung des begleiteten Schülers: Detaillierte Beschreibung des Schülers und des pädagogischen „In-Steps!-Projekts“.
5 Methodik: Darstellung der vier verwendeten Erhebungsinstrumente zur Datenmessung sowie Erläuterung der Datenanalyse.
6 Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten in tabellarischer Form zur Analyse der Veränderungen über die Zeitpunkte t1, t2 und t3.
7 Diskussion der Ergebnisse: Interpretation der Befunde im Hinblick auf Angst- und Stressfaktoren sowie methodenkritische Reflexion und Praxisimplikationen.
8 Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerung aus den gesammelten Daten und Ausblick auf notwendige schulpädagogische Entwicklungen.
Schulische Transition, Primarstufe, Sekundarstufe, Angst, Stress, Schulangst, Stressbewältigung, In-Steps!-Projekt, Übergangskompetenz, Leistungsangst, Sozialer Übergang, Kindesentwicklung, Pädagogische Begleitung, Schullaufbahnempfehlung, Transitionsforschung
Die Arbeit untersucht die psychischen Auswirkungen, insbesondere Angst und Stress, bei einem Schüler während des Wechsels von der Grundschule zur weiterführenden Schule.
Die zentralen Themen sind Bildungsübergänge, die Entstehung von Schulangst und Stress, Strategien zur Stressbewältigung bei Kindern sowie die Rolle der pädagogischen Begleitung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit der Übergang in die Sekundarstufe als stressvolles oder angstbesetztes Ereignis wahrgenommen wird und wie ein Schüler dabei gezielt unterstützt werden kann.
Es werden vier Instrumente genutzt: Verhaltensbeobachtung, Schülerinterviews, der „Kinder-Angst-Test-II“ (KAT-II) sowie der „Fragebogen zur Erhebung von Stress und Stressbewältigung im Kindes- und Jugendalter“ (SSKJ 3-8).
Der Hauptteil umfasst den aktuellen Forschungsstand, die detaillierte Methodik, die Ergebnisse der Fallstudie und eine kritische Diskussion der gewonnenen Daten.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Transition, Sekundarstufe, Schulstress, Schulangst, In-Steps!-Projekt und Stressbewältigungsstrategien.
Die Schulbegleitung fungiert als soziale Konstante, die dem Schüler insbesondere in der Anfangsphase an der neuen Schule Sicherheit vermittelt und das Agieren in der ungewohnten Umgebung erleichtert.
Die Trennung wird als einschneidend empfunden, da sie das Vertraute durch das Neue und Ungewisse ersetzt, was die Ängstlichkeit des Kindes verstärken kann.
Ja, der Schüler zeigt anfangs ein erhöhtes Meideverhalten, entwickelt jedoch im Verlauf der Zeit wieder Kompetenzen, um Aufgaben selbstständig zu bewältigen und den Anforderungen zu begegnen.
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