Bachelorarbeit, 2016
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Entwicklungspolitische Freiwilligendienste
2.2 Länder des Globalen Südens
3. Globales Lernen
3.1 Hintergrund: Theorien und weltweite Entwicklungen
3.1.1 Theorie der Weltgesellschaft
3.1.2 Globalisierung
3.1.3 Entwicklungen in der Weltpolitik
3.1.4 Bildungs- und Lerntheorie: informelles und non-formales Lernen
3.2 Konzepte Globalen Lernens
4. Globales Lernen im weltwärts-Programm
4.1 Programmgenese des weltwärts-Freiwilligendienstes
4.1.1 Entstehung und Entwicklung
4.1.2 Zielgruppe
4.1.3 Programmziele
4.1.4 Rückkehrarbeit
4.2 Auswirkungen des weltwärts-Programms auf das Globale Lernen
4.2.1 Wirkungsverständnis
4.2.2 Engagement nach dem Freiwilligendienst
4.2.3 Kompetenzerwerb durch freiwilliges Engagement
4.2.4 Auswirkungen des Auslandsaufenthalts auf die Persönlichkeitsentwicklung der Freiwilligen
4.2.5 Übergeordnete und gesamtgesellschaftliche Auswirkungen
5. Diskussion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern entwicklungspolitische Freiwilligendienste im Rahmen des weltwärts-Programms Prozesse des Globalen Lernens anstoßen können und welchen Beitrag sie zur Bewältigung globaler Zukunftsfragen leisten. Dabei steht die kritische Analyse der Chancen und Grenzen dieses Formats im Vordergrund, insbesondere im Hinblick auf mögliche postkoloniale Machtstrukturen.
3.1.1 Theorie der Weltgesellschaft
Der Begriff der Weltgesellschaft wird in mehreren Schulen als „umfassendes System menschlichen Zusammenlebens“ (Bornschier, 2008, S. 120) beschrieben (vgl. ebd.). Wobbe (2000) stellt in ihrer Einführung in den Diskurs um den Begriff der Weltgesellschaft unterschiedliche Ansätze vor und bezieht diese aufeinander. Ihr zufolge ist die Basis des Konzeptes, dass „[...] die Weltgesellschaft als ein umfassendes soziales System aufgefaßt (sic!) wird, das Nationalstaaten transzendiert und sich als eigenes Koordinatensystem über diese spannt“ (Wobbe, 2000, S. 6). Das System ließe sich daher nicht auf Nationalstaaten reduzieren (vgl. ebd.). Weltgesellschaft impliziere die Existenz einer eigenen Dynamik,
„[...] die den Bezugshorizont für Interaktionen und Kommunikation darstellt. […] Die Vorstellung von der Weltgesellschaft beinhaltet also, daß (sic!) eine globale Ebene der Sozialorganisation existiert, die für individuelle und kollektive Akteure einen Erwartungshorizont bildet“ (ebd., S. 7).
Eine wichtige Gemeinsamkeit der in Wobbes Einführung vorgestellten Ansätze ist, dass sie die Weltgesellschaft als im Entstehen begreifen, als soziales System, um die moderne Gesellschaft angemessen erklären und beschreiben zu können (vgl. ebd., S. 8). Weltgesellschaft sei mehr als die Summe von Nationalstaaten: Sie bildet die Basis für „Strukturmuster, Normen und Regeln in einer globalen Dimension“ (ebd., S. 13).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die geteilte öffentliche Wahrnehmung des weltwärts-Programms und führt in die Fragestellung ein, ob das Programm als Antwort auf globale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dienen kann.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie entwicklungspolitische Freiwilligendienste sowie die Terminologie rund um den Globalen Süden und den Globalen Norden.
3. Globales Lernen: Hier werden die theoretischen Hintergründe, wie die Weltgesellschaft und Globalisierung, sowie Konzepte des Globalen Lernens und der informellen Bildung detailliert erläutert.
4. Globales Lernen im weltwärts-Programm: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung des weltwärts-Programms und untersucht dessen Auswirkungen auf die Freiwilligen und die Gesellschaft anhand verschiedener Wirkungsbereiche.
5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Erkenntnisse kritisch hinsichtlich der Gefahr, dass Freiwilligendienste post- oder neokoloniale Strukturen reproduzieren könnten.
6. Fazit: Das Fazit stellt die These auf, dass weniger fertige Antworten, sondern vielmehr das Stellen neuer Fragen im Zentrum eines reflektierten Globalen Lernens stehen sollte.
Globales Lernen, weltwärts-Programm, Entwicklungspolitische Freiwilligendienste, Weltgesellschaft, Globalisierung, Rückkehrarbeit, Kompetenzerwerb, Freiwilliges Engagement, Postkolonialismus, Machtasymmetrien, Soziale Arbeit, Nachhaltige Entwicklung, Persönlichkeitsentwicklung, Zivilgesellschaft, Interkulturelles Lernen.
Die Arbeit untersucht das weltwärts-Programm und dessen Potenzial, durch entwicklungspolitische Freiwilligendienste Lernprozesse im Sinne des "Globalen Lernens" anzustoßen.
Zentrale Themen sind die Theorie der Weltgesellschaft, die Auswirkungen der Globalisierung, die Programmgeschichte von weltwärts sowie die kritische Reflexion über die Rolle von Freiwilligendiensten in einer globalisierten Welt.
Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Freiwilligendienste einen Beitrag zum Globalen Lernen leisten können, ohne dabei ungewollt paternalistische oder neokoloniale Machtstrukturen zu verstärken.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und Evaluierungen zum weltwärts-Programm, um diese theoretisch in den Kontext der Sozialen Arbeit und des Globalen Lernens einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Globales Lernen) und die praktische Analyse des weltwärts-Programms, einschließlich der Programmziele, der Zielgruppen und der Auswirkungen des Dienstes auf die Freiwilligen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Globales Lernen, weltwärts, Freiwilligendienste, Postkolonialismus und zivilgesellschaftliches Engagement beschreiben.
Die Rückkehrarbeit wird als entscheidendes Instrument gesehen, um die gemachten Auslandserfahrungen zu reflektieren und als "Multiplikator" für entwicklungspolitisches Engagement in Deutschland nutzbar zu machen.
Die Autorin sieht eine erhebliche Gefahr darin, dass Freiwilligendienste trotz guter Absichten Privilegien und Machtgefälle manifestieren können, und fordert daher eine explizite Reflexion dieser Strukturen.
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