Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Was ist eine Partei?
3. Typologien der Politischen Parteien
3.1 Ideologisch-politische Zugehörigkeit und Programmatik
3.2 Historischer Ursprung und Entstehung
3.3 Organisationsstruktur
3.4 Struktur der Anhängerschaft (elektorale Anziehungskraft)
3.5 Zielorientierung und Funktionen im politischen System
4. Parteiensysteme
4.1 Parteisystemeigenschaften
4.2 Typologien von Parteiensystemen
4.3 Wandel von Parteiensystemen
5. Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland seit 1998
5.1 Die Grünen beenden die „Ära Kohl“ 1998 – 2002
5.2 Eingeschränkter Pluralismus im Parteiensystem 2002 – 2005
5.3 Übergroße Parteiendominanz mit Restopposition 2005 – 2009
5.4 Der Typwechsel zum pluralistischen Parteiensystem 2009 – 2013
5.5 Begrenzter Pluralismus und Abnahme der Fragmentierung im Parteiensystem seit der Bundestagswahl 2013
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung des Parteiensystems in der Bundesrepublik Deutschland seit der Bundestagswahl 1998 mit einem besonderen Fokus auf die Prozesse der Pluralisierung und Fragmentierung. Ziel ist es, den Wandel der Parteienlandschaft, die Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen etablierten Volksparteien und neuen Akteuren sowie die zugrunde liegenden Ursachen systematisch zu analysieren.
3.3 Organisationsstruktur
Im zweiten Kapitel dieser Abhandlung wurde bereits erwähnt, dass es sich bei Parteien nicht um Monolithe handelt. Ferner herrscht ein Konsens in der Parteienforschung, dass Parteien keine unitarischen Akteure sind. Vielmehr bestehen diese aus verschiedenen Gruppen, Subgruppen sowie Flügeln, welche sich in einem Verhältnis der Rivalität vorfinden. Dies führt zu einem innerparteilichen Machtkampf um Einfluss, damit bestimmte Ziele verwirklicht werden können. Dabei kann sich ein dominantes Führungszentrum herausdestillieren. Dennoch ist es ebenso möglich, dass innerhalb einer Partei verschiedene Zentren der Macht existieren. Für einen besseren Zugriff, auf jene verschiedenen organisatorischen Ebenen in den westlichen Demokratien, entwickelten Richard Katz und Peter Mair einen dreigliedrigen Organisationsbegriff, welcher sich aus »party on the ground«, »party in public office« und »party central office« zusammensetzt. Jene drei Gesichter der Parteiorganisation (»faces of party organization«) beziehen die Autoren auf die Ebene der Wähler.
Mit »Party on the ground« wird das erste Gesicht einer Parteiorganisation beschrieben, das sich auf die Organisation der Mitglieder bezieht. Ferner zeichnet sich dieses, durch einen freiwilligen Charakter aus sowie durch Leistungen, in Form von Beitragszahlungen und der Möglichkeit an der Parteiarbeit zu partizipieren. Letzteres wird jedoch lediglich von einem geringen Prozentsatz der Mitgliedschaft wahrgenommen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Pluralisierung und Fragmentierung des deutschen Parteiensystems seit 1998 ein und definiert den wissenschaftlichen Fokus auf die Bundestagswahlen.
2. Was ist eine Partei?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene politikwissenschaftliche Definitionen von Parteien und deren Rolle in modernen Demokratien.
3. Typologien der Politischen Parteien: Es werden verschiedene Kriterien wie Programmatik, Entstehung und Organisation genutzt, um Parteien in Kategorien wie Honoratioren-, Massen- oder Volksparteien einzuordnen.
4. Parteiensysteme: Hier werden theoretische Grundlagen zu Parteisystemeigenschaften, wie Format und Mechanik, sowie Typologien und Wandlungsprozesse von Parteiensystemen dargelegt.
5. Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland seit 1998: In diesem Hauptteil wird das deutsche Parteiensystem chronologisch anhand der Bundestagswahlen von 1998 bis 2013 auf seine strukturellen Veränderungen hin analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert über die Auswirkungen der beobachteten Trends auf die zukünftige Stabilität des deutschen Parteiensystems.
Parteiensystem, Bundesrepublik Deutschland, Bundestagswahl, Pluralisierung, Fragmentierung, Volksparteien, Koalitionen, Wählerverhalten, Parteitypologie, Parteienforschung, Wahlergebnisse, politische Partizipation, Parteienwettbewerb, Wahlbeteiligung, Politikverdrossenheit.
Die Arbeit analysiert das bundesdeutsche Parteiensystem und wie sich dieses seit der Bundestagswahl 1998 durch Prozesse wie Fragmentierung und Pluralisierung gewandelt hat.
Zu den Schwerpunkten gehören Parteitheorien, die Entwicklung der Parteienlandschaft, der Einfluss von Wahlverhalten auf das Systemgefüge und die Analyse spezifischer Wahlperioden.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Dominanz der traditionellen Volksparteien über die Zeit verändert hat und welche neuen politischen Akteure diesen Wandel maßgeblich beeinflussten.
Die Arbeit nutzt einen politikwissenschaftlichen Ansatz, der auf der Auswertung von Fachliteratur sowie einer chronologischen Periodisierung der Bundestagswahlergebnisse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Parteienforschung und eine detaillierte empirische Untersuchung der deutschen Bundestagswahlen von 1998 bis 2013.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Parteiensystem, Pluralisierung, Fragmentierung, Volksparteien und Parteienwettbewerb sowie die spezifischen deutschen Wahlergebnisse dieser Epoche gekennzeichnet.
Die 5-Prozent-Hürde dient als wichtiges Kriterium, um zwischen relevanten Parteien im Bundestag und Splitterparteien zu differenzieren und somit das "elektorale Format" des Parteiensystems zu bestimmen.
Sie gilt als Zäsur, da sie den ersten Machtwechsel durch Oppositionsparteien unter Beteiligung der Grünen einleitete und das traditionelle Bipolaritätsmuster der Bundesrepublik aufbrach.
Die Arbeit beschreibt die AfD als neue Konkurrentin, die bereits 2013 durch ihre Kritik an der Euro-Rettungspolitik das Format des Parteiensystems erweiterte und rechtspopulistische Züge einbrachte.
Die Arbeit stellt fest, dass die oftmals diskutierte Krise zwar Symptome zeigt (sinkende Mitgliederzahlen, Verluste bei Wählerstimmen), eine vollständige Entwertung der Volksparteien durch die Ergebnisse von 2013 jedoch abgewendet werden konnte.
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