Bachelorarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund - Der Index für Inklusion
2.1. Das Inklusionsverständnis des Index für Inklusion
2.2 Die Ziele des Index für Inklusion
2.3 Die praktische Umsetzung des Index für Inklusion
2.4 Bisherige Erfahrungen mit dem Index für Inklusion
3. Aktueller Forschungsstand
3.1 Inklusion in Deutschland – Zahlen und Fakten
3.2 Einstellungen der Lehrkräfte zum Thema Inklusion
3.3 Inklusion im internationalen Vergleich
4. Empirie
4.1 Methodik
4.2 Eigene Untersuchung
4.3 Ergebnisse der Befragungen
4.3.1 Schule A
4.3.2 Schule B
4.3.3 Schule C
4.4.4 Schule D
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Inklusionsverständnis
5.1.2 Aktuelle Inklusionspraxis in den Schulen
5.1.3 Arbeit mit dem Index für Inklusion und Schulentwicklung
5.2 Reflexion des eigenen Vorgehens
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie es um die inklusive Schulentwicklung an Grundschulen bestellt ist und inwiefern der „Index für Inklusion“ als hilfreiches Instrument zur Gestaltung dieses Prozesses fungieren kann. Ziel ist es, durch eine qualitative Untersuchung mit Schulleiterinnen aufzuzeigen, wie Inklusion in der Praxis verstanden und umgesetzt wird, welche Herausforderungen bestehen und ob strukturierte Ansätze – wie sie der Index bietet – bei der schulinternen Schulentwicklung Anwendung finden.
2.1. Das Inklusionsverständnis des Index für Inklusion
Um die Perspektive, die der Index für Inklusion auf den Inklusionsbegriff richtet, nachvollziehen zu können, ist zunächst eine Abgrenzung zu anderen Begriffen der Thematik, der Exklusion, der Separation und der Integration, sinnvoll. Die Exklusion kann als Gegenteil der Inklusion verstanden werden. Dabei werden Randgruppen aus dem gesellschaftlichen System ausgegliedert. Diese „Exkludierten“ werden bei der Separation als gesonderte Gruppe behandelt. Wenn diese geschlossene Gruppe nun in das gesellschaftliche System aufgenommen wird, spricht man von Integration. Die Inklusion, die in der Praxis allerdings viel zu oft eher der Integration entspricht, geht weit über den Integrationsbegriff hinaus. Nach Kersten Reich muss es die Aufgabe der Inklusion sein, „Diskriminierungen von Menschen jeder Art und auf allen Ebenen abzubauen, um eine möglichst chancengerechte Entwicklung aller Menschen zu ermöglichen“.
Inklusion zielt also auf Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft. Tony Booth einer der Entwickler des englischen „index of inclusion“, der als direkte Vorlage des deutschen Index für Inklusion diente, sieht diese Teilhabe im Bildungsbereich in drei miteinander verbundenen Perspektiven. In erster Linie gehe es immer um die Teilhabe des Individuums und um die Verringerung seines Ausschlusses von Bildungschancen. Durch alleinige Konzentration auf Individuen könne Inklusion aber laut Booth nicht vorangetrieben werden. Es müssten immer auch die Barrieren bedacht werden, die im Umfeld und im System, die individuelle Teilhabe behindern. Es gehe also bei der Inklusion immer auch um eine Teilhabe an Systemen und die Gestaltung eines Umfeldes, das in der Lage ist, auf Vielfalt einzugehen. Darüber hinaus müsse Inklusion immer bestimmte Werte vertreten und ziele somit auch auf die Teilhabe an diesen Werten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas Inklusion im Schulwesen und leitet die Forschungsfrage ab, inwieweit der Index für Inklusion die Schulentwicklung unterstützen kann.
2. Theoretischer Hintergrund - Der Index für Inklusion: Dieses Kapitel definiert Inklusion, grenzt sie von Integration ab und erläutert die Ziele sowie das Phasenmodell des Index für Inklusion.
3. Aktueller Forschungsstand: Hier werden quantitative Daten zur Inklusion in Deutschland, Einstellungen von Lehrkräften sowie internationale Beispiele für inklusive Bildung zusammengefasst.
4. Empirie: Das Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise der qualitativen Experteninterviews mit vier Schulleiterinnen und präsentiert die erhobenen Ergebnisse der befragten Schulen.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in Bezug zum Forschungsstand gesetzt und das methodische Vorgehen wird reflektiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich der Unterstützung durch die Schulpolitik.
Inklusion, Schulentwicklung, Index für Inklusion, Grundschule, Inklusionsverständnis, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Individuelle Förderung, Heterogenität, Schulqualität, Bildungsbenachteiligung, Schulprogramm, Teilhabe, Lehrkräfteeinstellungen, Inklusive Praxis
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Inklusion an Grundschulen in der Praxis umgesetzt wird und welche Rolle der „Index für Inklusion“ als Steuerungsinstrument bei der Schulentwicklung spielen kann.
Neben dem Inklusionsbegriff und dessen Abgrenzung zur Integration werden die praktische Schulentwicklung, die Rolle der individuellen Förderung sowie die Einstellungen von Lehrkräften und Schulleitungen thematisiert.
Das Ziel ist die Erforschung, ob und wie Schulleitungen den Prozess der Inklusion gestalten und inwieweit sie dabei auf strukturierte Instrumente wie den Index für Inklusion zurückgreifen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit vier Schulleiterinnen von Grundschulen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die methodische Darlegung sowie die Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus den vier befragten Grundschulen.
Besonders prägend sind die Begriffe Inklusion, Schulentwicklung, Index für Inklusion sowie die individuelle Förderung und Heterogenität im schulischen Kontext.
Obwohl die Schulleiterinnen den Index als sinnvoll erachten, fehlt es im Alltag oft an Zeit, einer strukturierten systemischen Herangehensweise oder der praktischen Kenntnis, ihn konkret für die Schulentwicklung anzuwenden.
Die Untersuchung zeigt, dass viele Schulen zwar inklusive Praktiken verfolgen, jedoch oft an systemischen Vorgaben (wie Notensystemen oder mangelnden Ressourcen) scheitern, was dazu führt, dass Inklusion häufig noch eher als Integration praktiziert wird.
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