Masterarbeit, 2008
106 Seiten, Note: 1,3
Einführung
KAPITEL 1 INHALT UND METHODEN DER PRAGMALINGUISTIK
1.1.Theoretische Forschungen der Pragmatik
1. 2. Sprach-Handeln
1. 3. Sprechakttheorie
1.3.1 Kommunikationsmodell
1.3.2 Illokutionsklassen
1.3.3. Assertive Illokutionsklasse
1.3.4. Expressive und Emotive Illokutionsklassen
1.4. FAZIT
KAPITEL 2 DIE PRAGMALINGUISTISCHE UNTERSUCHUNG DER FUSSBALLREPORTAGEN
2.1. Das Fußballspiel als Grundlage für eine Reportage
2.2 Die Reportage als eine besondere Form der Berichterstattung
2.3. Pragmalinguistisches Herangehen an die Fußballreportage
2.3.1 Linguistische Komponente der Fußballreportage
2.3.2. Pragmatische Intentionen des Fußballreporters
2.4. FAZIT
SCHLUSSFOLGERUNG
Die vorliegende Masterarbeit untersucht Fußballreportagen aus einer pragmalinguistischen Perspektive, um die sprachlichen Mittel und strategischen Intentionen der Reporter in deutschen und russischen Medien zu analysieren und zu vergleichen. Das primäre Forschungsziel besteht darin, die Fußballreportage nicht nur als bloße Information, sondern als zielgerichteten kommunikativen Akt zu verstehen, der durch den Einsatz von Fachsprache, Jargon und stilistischen Mitteln den Leser informiert, emotional beeinflusst und in das Spielgeschehen einbindet.
1.1. Theoretische Forschungen der Pragmatik
Die „pragmatische Wende“ der 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bewirkte die Etablierung neuer oder den Ausbau bereits bestehender Fachrichtungen in der Linguistik, wie der Soziolinguistik, der Textlinguistik, der Sprechakttheorie und der Pragmalinguistik im engeren Sinn. Die „Pragmatik“ wird zum Forschungsgegenstand vieler Sprachwissenschaftler, der Begriff wird umfangreicher und tiefgreifender gefasst.
Der Begriff Pragmatik geht ursprünglich auf die Philosophen Ch. W. Morris und R. Carnap zurück. Charles Morris unterschied zwischen drei verschiedenen Forschungsrichtungen:
der Syntax, die die formale Relation der Zeichen zueinander untersucht,
der Semantik, die sich mit der Beziehung zwischen den Zeichen und den Gegenständen, auf die sie anwendbar sind, befasst und
der Pragmatik, die die Beziehung zwischen Zeichen und Interpret erforscht [50: 26].
So definiert Ch. Morris Pragmatik damit sehr weit, da diese Definition alle Zeichensysteme (und nicht nur Sprache erfasst) und zudem mehrere Disziplinen beinhaltet (z.B. Psycholinguistik, Neurolinguistik und Soziolinguistik).
KAPITEL 1 INHALT UND METHODEN DER PRAGMALINGUISTIK: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen der Pragmalinguistik dar, wobei der Fokus auf der Entwicklung der Sprechakttheorie und der Einordnung verschiedener Illokutionsklassen liegt.
KAPITEL 2 DIE PRAGMALINGUISTISCHE UNTERSUCHUNG DER FUSSBALLREPORTAGEN: Hier wird das Fußballspiel als soziokulturelles Phänomen betrachtet und die Reportage als journalistische Form analysiert, um die spezifischen pragmalinguistischen Intentionen und sprachlichen Besonderheiten in der deutschen und russischen Berichterstattung zu identifizieren.
Pragmalinguistik, Sprechakttheorie, Fußballreportage, Illokution, Kommunikation, Sprachhandlung, Sportjournalismus, Medienlinguistik, Sprachvergleich, Textanalyse, Konnotation, Stilistik, Berichterstattung, Pragmatische Intention, Fußballsprache
Die Arbeit untersucht Fußballreportagen als pragmalinguistische Kommunikationsakte, um zu verstehen, wie Sprache eingesetzt wird, um Leser über Sportgeschehnisse zu informieren und sie emotional zu lenken.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der Pragmatik, die Anwendung der Sprechakttheorie auf journalistische Texte sowie die vergleichende Analyse deutscher und russischer Fußballberichte.
Das Ziel ist eine tiefgreifende pragmalinguistische Analyse der Fußballreportage, um die zugrunde liegenden Absichten (Illokutionen) und die sprachlichen Mittel der Reporter systematisch zu erfassen.
Es wird eine pragmalinguistische Untersuchungsmethode angewandt, die auf der Theorie der Sprechakte basiert und 2000 Fußballreportagen (je 1000 in Deutsch und Russisch) mittels kommunikativ-semantischer Reihen auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Kapitel 1) und die praktische Analyse der Fußballreportagen (Kapitel 2), wobei die linguistischen Komponenten und die pragmatischen Absichten des Reporters im Vordergrund stehen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pragmalinguistik, Sprechakttheorie, Fußballreportage, Illokution und Medienlinguistik definiert.
Sie wird so bezeichnet, weil der Reporter nicht nur Fakten wiedergibt, sondern durch seine subjektive Einschätzung, Wertung und Sprachwahl seine Gefühle und Einstellungen zum Spielgeschehen ausdrückt.
Die Analyse zeigt, dass deutsche Reporter tendenziell kreativere Erlebnisschilderungen bevorzugen, während die russische Sprache in diesem Kontext stärker durch umgangssprachliche Formen geprägt ist, was mit der jeweiligen Sprachgeschichte zusammenhängt.
Diese Indizien (wie Zeitformen oder lokale Deixis) sind entscheidend, um dem Leser eine unmittelbare Nähe zum Spielgeschehen zu vermitteln und den Anschein einer Vor-Ort-Berichterstattung zu erzeugen.
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