Bachelorarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
1.1. Problembeschreibung
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Barrierefreier Tourismus
2.1. Menschen mit Behinderung
2.2. Demographischer Wandel als Einflussfaktor
2.2.1. Geburtenrate (Fertilität)
2.2.2. Sterblichkeitsrate (Mortalität)
2.2.3. Zu-und Abwanderung (Migration)
2. Marktpotenzial mit Fokus auf blinde und sehbeeinträchtigte Personen
3. Touristische Angebote für Blinde und Sehbeeinträchtigte
3.1. Anforderungen aus der Nachfragersicht
3.2. ÖNORM B 1600 für Blinde und Sehbeeinträchtigte
3.3. Kriterien für einen barrierefreien Urlaub
3.4. Good Practice Beispiele
4. IST-Analyse Hotel Hirscher
5. Fazit
6. Qualitative Sozialforschung
6.1. Prinzipien der qualitativen Sozialforschung
6.2. Definition Interview
6.3. Formen und Dimensionen
7. Experteninterview
7.1. Definition Experteninterview
7.2. Definition Experte
8. Case Study - Hotel Hirscher
8.1. Infrastruktur
8.2. Architektur
8.3. Service
8.4. Kommunikation
9. Untersuchung
9.1. Vorstellung des Interviewleitfadens
9.2. Interviewpartner
9.3. Transkription der Interviewgespräche
9.4. Auswertung/Interpretation
9.4.1. Marktpotential der Zielgruppe in Österreich:
9.4.2. Grundsätzliche Anforderungen der Zielgruppe an einen Urlaub
9.4.3. Informationskanäle für die Zielgruppe
9.4.4. bauliche Optimierungen
9.4.5. Sensibilisierung der Mitarbeiter
9.5. Handlungsempfehlungen
9.6. Methodenkritik
10. Zusammenfassung der Ergebnisse BA2
11. Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung von Empfehlungen zur Optimierung des touristischen Angebots für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die touristische Angebotslandschaft in der österreichischen Tourismusindustrie für diese Zielgruppe sinnvoll und praktikabel angepasst werden kann, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.
1.1. Problembeschreibung
Laut Martin Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa in Kiel, ist die sich wandelnde Altersstruktur eine der wichtigsten Komponenten der aktuellen demographischen Entwicklung. Da in den kommenden Jahren die Lebenserwartung laut einschlägigen Studien weiter steigen wird, wird auch die Zahl von potentiellen Gästen steigen, welche körperlich beeinträchtigt sind. Der demographische Wandel, gemessen anhand drei wichtiger Kennzahlen (Fertilität, Mortalität, Migration), wird das Bedürfnis nach barrierefreien und komfortablen Angeboten steigern. Die essentiellen Indikatoren hierfür sind die Geburtenhäufigkeit, die Lebenserwartung und auch die Migration, also die Zu-und Abwanderung von Bevölkerungsmitgliedern. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung bei gleichzeitiger Abnahme der Geburtenhäufigkeit, prognostiziert sich ein bedeutender Wandel der Altersstruktur in Österreich. Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko mit körperlichen Einschränkungen den Alltag zu bestreiten. (vgl. Lohmann 2007: 25)
Laut dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband werden Sehbeeinträchtigte folgendermaßen definiert:
„Ein Mensch ist sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. (Sehrest ≤ 30 %)“. „Ein Mensch ist blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 2 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. (Sehrest ≤ 2 %)“. (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverein 2014: online)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des demographischen Wandels und die Relevanz der Zielgruppe blinder und sehbeeinträchtigter Menschen für die Tourismusindustrie ein.
2. Barrierefreier Tourismus: Dieses Kapitel definiert Barrierefreiheit und erläutert den demographischen Wandel sowie das daraus resultierende Marktpotenzial für barrierefreie touristische Angebote.
3. Touristische Angebote für Blinde und Sehbeeinträchtigte: Hier werden die Anforderungen der Zielgruppe sowie die ÖNORM B 1600 als planerische Grundlage vorgestellt und durch Praxisbeispiele ergänzt.
4. IST-Analyse Hotel Hirscher: Das Kapitel bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Infrastruktur und Angebote des Hotels Hirscher im Hinblick auf barrierefreie Standards.
5. Fazit: Das Kapitel schließt die theoretische und IST-analytische Betrachtung ab und leitet zur qualitativen Forschungsphase über.
6. Qualitative Sozialforschung: Hier werden die methodologischen Grundlagen der qualitativen Forschung sowie die Definition und Dimensionen von Interviews erläutert.
7. Experteninterview: Dieses Kapitel widmet sich der Methodik des Experteninterviews, inklusive der Definition des Expertenbegriffs und der Fehlerquellen im Befragungsprozess.
8. Case Study - Hotel Hirscher: Die Fallstudie analysiert das Hotel Hirscher detailliert hinsichtlich Infrastruktur, Architektur, Service und Kommunikation.
9. Untersuchung: In diesem Kapitel werden die Interviewergebnisse transkribiert, interpretiert und in die Bereiche Marktpotenzial, Anforderungen, Informationskanäle, bauliche Maßnahmen und Sensibilisierung unterteilt.
10. Zusammenfassung der Ergebnisse BA2: Dieses Kapitel führt die Kernbereiche der Untersuchung zusammen und leitet Management-Implikationen ab.
11. Fazit: Das abschließende Fazit resümiert die gesamte Arbeit und bestätigt die Notwendigkeit und den Mehrwert der Barrierefreiheit im Tourismus.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung des touristischen Angebots für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich, um deren Teilhabe am Tourismus zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf barrierefreien infrastrukturellen Maßnahmen, der Optimierung von Informationskanälen sowie der Sensibilisierung von Mitarbeitern in Tourismusbetrieben.
Die leitende Fragestellung lautet: „Wie kann die touristische Angebotslandschaft für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in der österreichischen Tourismusindustrie optimiert werden?“
Es werden qualitative Sozialforschungsmethoden angewandt, konkret leitfadengestützte Experteninterviews und eine Fallstudie (Case Study) des Hotels Hirscher.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte IST-Analyse des Fallbeispiels, die methodische Erarbeitung von Optimierungsansätzen durch Expertenwissen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Zentrale Begriffe sind Barrierefreiheit, Tourismuswirtschaft, Servicekette, Zielgruppenorientierung und demographischer Wandel.
Sie dient als wichtige bauliche Richtlinie für barrierefreies Bauen und liefert essenzielle Planungsgrundlagen für die Gestaltung von Orientierungshilfen und Zugängen.
Das Hotel dient als realer Praxisbetrieb, um die theoretischen Konzepte der Barrierefreiheit an einem konkreten Beispiel zu prüfen und spezifische Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
Sie wird als kostengünstiger, aber höchst effektiver Faktor identifiziert, da eine geschulte Belegschaft maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Sicherheit blinder und sehbeeinträchtigter Gäste beiträgt.
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