Masterarbeit, 2016
93 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
2 Theorie und methodisches Vorgehen
2.1 Auswahl und Begründung der Theoriewahl
2.2 Theorie des Neorealismus
2.3 Offensiver Neorealismus - nach John J. Mearsheimer
2.4 Methodisches Vorgehen und Operationalisierung
2.4.1 Erste zu testende Hypothese
2.4.2 Zweite zu testende Hypothese
3 Analyse des Konflikts zwischen China und den USA
3.1 Geografische Einordnung und Konfliktbeschreibung
3.1.1 Untersuchung der Konflikte im Südchinesischen Meer
3.1.2 Interessenlage und strategische Ausrichtung
3.2 Erster Hypothesentest – Zunahme der Machtressourcen Chinas
3.2.1 Latente Machtfaktoren: Bruttoinlandsprodukt – Bevölkerungszahl – Ausgaben für Forschung und Entwicklung
3.2.2 Effektive Machtfaktoren: Militärausgaben – Militärpersonal
3.2.3 Zwischenfazit des ersten Hypothesentest
3.3 Zweiter Hypothesentest – Eindämmungspolitik der USA ?
3.3.1 Bündnisse und Sicherheitsabkommen der USA
3.3.2 Wirtschaftsabkommen
3.3.3 Ausgaben für Militär- und Polizeihilfe der USA in der Asien-Pazifik Region
3.3.4 Truppenbewegungen der USA
3.3.5 Waffenverkäufe der USA an Kooperationspartner im asiatisch-pazifischen Raum
3.3.6 Außenhandelsbilanz der USA
3.3.7 Zweiter Hypothesentest – Zwischenfazit
4 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Theorie des offensiven Neorealismus nach Mearsheimer die Zunahme von Konflikten zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer im Zeitraum von 2010 bis 2016 erklären kann, indem sie den Zusammenhang zwischen Chinas Machtzuwachs und einer potenziellen Eindämmungspolitik der USA analysiert.
2.3 Offensiver Neorealismus - nach John J. Mearsheimer
Aus der Frage, ob Staaten uneingeschränkt nach Macht streben oder nur bis zu einem gewissen Grad, an dem sie die eigene Sicherheit gewährleisten können, ging die Abspaltung in offensive und defensive Neorealisten hervor. Mearsheimer hat mit seiner Form der Neorealismus Theorie unter Wissenschaftlern wohl am meisten polarisiert und dabei entweder starken Gegenwind oder Bewunderung erfahren. Dabei haben vielmehr seine Implikationen, die er für die Außenpolitik der USA ableitet, als seine Theorie selbst für Aufsehen gesorgt. Ich folge dabei Masala der anmerkt, dass Mearsheimer eine hilfreiche Ergänzung und keine Alternative zu Waltz Neorealismus ist (ebd. 2005: 123). Deswegen stellt die Ausarbeitung im folgenden Teil auch keinen eigenen Theoriestrang dar, sondern wird unter der Bezeichnung „offensiver Neorealismus“ als weiterführende Neorealismus Theorie gehandhabt.
Der Kern seiner Theorie variiert leicht vom strukturellen Realismus nach Waltz, da er sich dabei auf die Sicherheitsmaximierung des Staates fokussiert, anstatt auf dessen Überleben. In seinen Untersuchungen über das Verhalten von Großmächten und ihre Beziehungen untereinander hat er eine Gesetzmäßigkeit erkannt. Für Mearsheimer steht fest, dass alle Staaten, die einen Machtzuwachs verzeichnen konnten, versuchten, ihre Region zu dominieren: „…all great powers become more aggressive and more interested in dominating their region in the world as they grow more powerful“ (Mearsheimer 2015).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg Chinas als zentrale geopolitische Herausforderung und stellt die Forschungsfrage zur Zunahme der Konflikte im Südchinesischen Meer.
2 Theorie und methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Grundlage des offensiven Neorealismus nach Mearsheimer und definiert das methodische Design der Arbeit, basierend auf einer Kongruenzmethode und Prozessanalyse.
3 Analyse des Konflikts zwischen China und den USA: Der Hauptteil analysiert die geografische Lage, die Entwicklung der Machtressourcen Chinas sowie die Eindämmungsstrategien der USA im Zeitraum 2010 bis 2016.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Erklärungskraft der Theorie des offensiven Neorealismus in Bezug auf die beobachtete Konflikteskalation.
Südchinesisches Meer, China, USA, Offensiver Neorealismus, John J. Mearsheimer, Großmachtrivalität, Eindämmungspolitik, Militärressourcen, Wirtschaftswachstum, Geopolitik, Sicherheitswettbewerb, Machtgleichgewicht, TPP, Territorialstreitigkeiten.
Die Arbeit analysiert die zunehmenden Konflikte zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer im Zeitraum 2010 bis 2016 vor dem Hintergrund des Aufstiegs Chinas.
Die zentralen Felder umfassen die Machtressourcen Chinas, die US-amerikanische Außenpolitik in der Asien-Pazifik-Region (Eindämmung) sowie die Theorie des offensiven Neorealismus.
Die zentrale Frage ist, inwiefern die Theorie des offensiven Neorealismus die zunehmende Häufigkeit von Konflikten zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer erklären kann.
Der Autor verwendet einen Methodenmix aus Kongruenzmethode und Prozessanalyse, um theoriegeleitet empirische Beobachtungen zu untersuchen.
Im Hauptteil werden zunächst die Konflikte geografisch eingeordnet, dann die Zunahme von Chinas Machtressourcen (latent und effektiv) geprüft und anschließend die Eindämmungsversuche der USA anhand verschiedener Indikatoren analysiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Südchinesisches Meer, Offensiver Neorealismus, Mearsheimer, Eindämmungspolitik, Geopolitik und Sicherheitswettbewerb.
Im Gegensatz zum defensiven Realismus geht Mearsheimer davon aus, dass Großmächte systembedingt dazu gezwungen sind, ihre Macht zu maximieren, um regionale Hegemonie zu erreichen und so ihr Überleben zu sichern.
Diese Maßnahmen dienen laut Autor sowohl dem Ausbau der militärischen Reichweite Chinas als auch der Errichtung einer Pufferzone, was von den USA und anderen Anrainerstaaten als direkte Sicherheitsbedrohung wahrgenommen wird.
Das Abkommen wird vom Autor als ein strategisches Instrument der USA interpretiert, um China ökonomisch stärker in liberale Strukturen zu integrieren oder gegebenenfalls wirtschaftlich zu isolieren.
Die Ergebnisse zeigen eine Korrelation zwischen Chinas Machtzuwachs und der Konflikteskalation, was die Theorie weitgehend stützt, obwohl die US-Eindämmungsstrategie (insbesondere bei den Finanzhilfen) nicht vollumfänglich linear verläuft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

