Diplomarbeit, 2004
103 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Change Management
2.1 Change
2.1.1 Ungeplante Formen der Veränderung
2.1.2 Geplante Formen der Veränderung
2.2 Management
2.3 Change Management
2.4 Auslösefaktoren und Kennzeichen von Change
2.4.1 Auslösefaktoren von Veränderungen
2.4.1.1 Gesellschaftlicher Wandel
2.4.1.2 Wirtschaftlicher Wandel
2.4.1.3 Technologischer Wandel
2.4.2 Kennzeichen von Veränderungen
2.5 Zielgruppen im Change Management Prozess
3 Kommunikation und Change Management
3.1 Kommunikation
3.2 Kommunikationsmodelle
3.2.1 Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver
3.2.2 Dialogorientierte Kommunikationsmodelle
3.2.3 Lasswell Formel
3.2.4 Vier-Seiten Modell der Kommunikation
3.2.5 Vierohriger Empfänger
3.3 Unternehmenskommunikation
3.3.1 Aufgaben der internen Unternehmenskommunikation
3.3.2 Ebenen der internen Unternehmenskommunikation
3.3.3 Medien der internen Unternehmenskommunikation
3.3.3.1 Klassische Kommunikation
3.3.3.2 Neue Medien
3.3.3.3 Public Relations (PR)
3.3.3.4 Corporate Identity (CI)
3.3.3.5 Funktion des Intranets
3.4 Change Communication
4 Elemente erfolgreicher Veränderungsprozesse
4.1 Veränderungsmodelle
4.1.1 Modell nach Lewin
4.1.1.1 Unfreeze, Auftauen
4.1.1.2 Move, Verändern
4.1.1.3 Refreeze, Stabilisieren
4.1.2 Veränderungsmodell nach Kanter, Stein und Jicks (1991)
4.1.3 Veränderungsmodell nach Kotter (1995)
4.1.4 Veränderungsmodell nach Garwin (2000)
4.1.5 Bewertung der Veränderungsmodelle
4.2 Veränderungsstrategien der Organisationsentwicklung
4.2.1 Machtstrategien
4.2.2 Rationale Strategien
4.2.3 Entwicklungsstrategien
4.2.4 Bewertung der Strategien
4.3 Aspekte der Implementierung von Veränderungen
4.3.1 Change Agent
4.3.2 Störungen im Change Communication Prozess
4.3.2.1 Angst
4.3.2.2 Widerstände
5 Praktische Betrachtung des Themas
5.1 Bayer vor und nach der Umstrukturierung
5.1.1 Bayer AG
5.1.2 Bayer Chemicals
5.2 Grundlagen des Change Management Prozesses
5.2.1 Rolle des Bayer Logos im Veränderungsprozess
5.2.2 Kommunikationsmedien im Change Management
5.2.2.1 Klassische Kommunikationsmedien
5.2.2.2 Neue Medien
5.3 Kommunikationsmaßnahmen im Change Prozess
5.3.1 Unfreeze
5.3.1.1 Interview mit Bayer Vorstandsvorsitzenden W. Wenning
5.3.1.2 Holzmüller Report
5.3.1.3 Großplakate
5.3.2 Move
5.3.2.1 Ankündigung der ersten Führungsebene
5.3.2.2 Erste Schritte bei Bayer Chemicals
5.3.2.3 FAQs zur Reorganisation
5.3.2.4 Bekanntgabe des Launch Date
5.3.2.5 Information der Mitarbeiter
5.3.2.6 Heranführung der Mitarbeiter an Bayer Chemicals
5.3.2.7 Chat mit Werner Wenning
5.3.2.8 Störungen im Move-Prozess
5.3.2.9 Kommunikation mit der Belegschaft
5.3.3 Freeze
5.3.3.1 Begrüßung der Mitarbeiter
5.3.3.2 BCH-Intranet
5.3.3.3 Essen mit dem Chef
5.3.3.4 Die BCH-Zeitung: ChemLife
5.3.3.5 Zukünftige Aufgaben der Kommunikation bei BCH
5.4 Kritische Würdigung der Kommunikation im Veränderungsprozess
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, warum und in welcher Form Veränderungen für Unternehmen notwendig werden und wie diese durch das Change Management effizient umgesetzt werden können, wobei ein besonderer Fokus auf der unterstützenden internen Unternehmenskommunikation am Beispiel der Umstrukturierung der Bayer AG im Jahr 2002 liegt.
4.3.1 Change Agent
Angesichts der vielseitigen Probleme und Risiken in Change-Projekten kommt dem Change Agent eine entscheidende Bedeutung zu. Die Fähigkeiten des für die Umsetzung des Change-Vorhabens Verantwortlichen haben erheblichen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg und das Ausmaß möglicher unerwünschter Nebeneffekte. Um die Komplexität der dargestellten Veränderungsprozesse adäquat zu steuern, sind Change Agenten ein festes Element des Change Management Prozesses geworden. Diese Berater, die den Veränderungsprozess durch professionelle Hilfe unterstützen, können entweder extern oder intern rekrutiert werden. Die Aufgaben, die Change Agents zufallen, werden in der letzten Zeit immer komplexer und vielseitiger.
Die Veränderung der Rolle des Change Agents lässt sich anhand von Anhang 6 nachvollziehen und entwickelte sich vom ,einfachen’ Manager über den Leader und den Change Manager hin zum Change Leader. Das Aufgabenspektrum, welches sich anfänglich auf reguläre Management Aufgaben beschränkte, wurde sehr bald stark erweitert und umfasst nun als Change Leader übergreifende Aufgaben und Anforderungen. Die Anforderungen an Change Agents wurden in vielen Fachbüchern definiert. Neben ausgeprägten technischen, sozialen und konzeptionellen Fähigkeiten sind spezielle Eigenschaften gefragt. Diese im Anhang dargestellten Erkenntnisse wurden durch Boddy und Buchanan 1992 auf Basis von Studien über die wahrgenommene Effektivität von Change Agents entwickelt und spiegeln die hohe Bedeutung der „weichen“ Faktoren, den emotionalen Fähigkeiten des Leaders, wider.
Die Anforderungen sind mannigfaltig und erfordern eine Vielseitigkeit der Fähigkeiten des Change Agents. Als deren wichtigste werden von der Harvard Professorin Kanter die Eigenschaften der Leidenschaft, der Überzeugungsfähigkeit und des Vertrauen in andere zusammengefasst.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des wirtschaftlichen Wandels ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Kommunikation in Veränderungsprozessen am Beispiel der Bayer AG zu untersuchen.
2 Grundlagen des Change Management: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Change Managements, der Wandel als Prozess sowie verschiedene Auslösefaktoren und die Zielgruppen in solchen Prozessen erläutert.
3 Kommunikation und Change Management: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung und Komplexität von Kommunikation, stellt verschiedene Kommunikationsmodelle vor und definiert die Aufgaben und Medien der internen Unternehmenskommunikation.
4 Elemente erfolgreicher Veränderungsprozesse: Hier werden relevante Veränderungsmodelle (u.a. nach Lewin, Kotter) und Strategien zur Organisationsentwicklung sowie die Rolle des Change Agents und der Umgang mit Widerständen beschrieben.
5 Praktische Betrachtung des Themas: Das letzte Kapitel analysiert die praktische Umsetzung der Umstrukturierung der Bayer AG im Jahr 2002 und bewertet die dabei eingesetzten Kommunikationsmaßnahmen anhand der theoretischen Modelle.
Change Management, Kommunikation, Unternehmenswandel, Organisationsentwicklung, Veränderungsprozess, Bayer AG, Change Agent, interne Kommunikation, Widerstand, Führung, Intranet, Mitarbeiterkommunikation, Strategie, Transformation, Unternehmenskultur
Die Arbeit beschäftigt sich mit der effizienten Gestaltung und Umsetzung von Veränderungsprozessen in Unternehmen durch gezieltes Change Management, wobei ein Schwerpunkt auf der begleitenden internen Unternehmenskommunikation liegt.
Zentrale Themen sind die Grundlagen des Change Managements, verschiedene Kommunikationsmodelle, Strategien zur Organisationsentwicklung sowie der praktische Umgang mit Widerständen und Störungen in Veränderungsprozessen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, warum Veränderungen für Unternehmen unumgänglich sind und wie diese durch effiziente Kommunikation sowie die Rolle von Change Agents erfolgreich bewältigt und in die neue Struktur überführt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse theoretischer Konzepte zu Management und Kommunikation, die anschließend auf das Praxisbeispiel der Umstrukturierung der Bayer AG angewendet und kritisch gewürdigt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Change Management und Kommunikation, die Beschreibung verschiedener Veränderungsmodelle und -strategien sowie die detaillierte Darstellung und Analyse des Umstrukturierungsprozesses bei der Bayer AG.
Die wichtigsten Schlagworte sind Change Management, Unternehmenskommunikation, Veränderungsprozesse, Organisationsentwicklung, Change Agent, Bayer AG und Unternehmenskultur.
Das Logo erfüllte eine wichtige Signalfunktion im Corporate Design, um den Prozess der Umstrukturierung ("The New Bayer") nach innen und außen zu stützen und die Identifikation der Mitarbeiter mit den neuen Zielen zu fördern.
Da Widerstände oft eine emotionale Ursache haben, hilft offene und dialogorientierte Kommunikation, Ängste abzubauen, Unsicherheiten durch Information zu beseitigen und die Mitarbeiter aktiv in den Veränderungsprozess einzubinden.
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