Bachelorarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Begriffsabgrenzung und Formen von Sicherungsbeziehungen
2.1.1 Begriff der Sicherungsbeziehung
2.1.2 Systematisierung von Sicherungsbeziehungen
2.2 Charakteristika der Grundformen von Finanzinstrumenten zur
2.2.1 Originäre Finanzinstrumente
2.2.2 Derivative Finanzinstrumente
2.2.2.1 Unbedingte Finanzinstrumente
2.2.2.2 Bedingte Finanzinstrumente
3. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen
3.1 Die handelsrechtliche Abbildung von Sicherungsbeziehungen
3.1.1 Die Ausgangsbasis der Bewertungseinheitskonzeption
3.1.2 Voraussetzungen zur Bildung einer Bewertungseinheit
3.1.2.1 Anforderungen an das Grundgeschäft
3.1.2.2 Anforderungen an das Sicherungsgeschäft
3.1.2.3 Anforderungen an die Wirksamkeit
3.1.2.4 Anforderungen an die Dokumentation
3.1.3 Bilanzielle Folgen der Bildung einer Bewertungseinheit
3.1.3.1 Verpflichtungsgrad der Norm
3.1.3.2 Bilanzielle Abbildung einer Bewertungseinheit
3.1.3.3 Beispiel zur Einfrierungs- und Durchbuchungsmethode
3.1.3.4 Beendigung einer Bewertungseinheit
3.1.3.5 Angaben im Anhang und Lagebericht
3.2 Die steuerliche Abbildung von Sicherungsbeziehungen
3.3 Die Abbildung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS
3.3.1 Die Ausgangsbasis des Hedge Accounting nach IFRS
3.3.2 Voraussetzungen der Anwendung des Hedge Accounting
3.3.2.1 Anforderungen an das Grundgeschäft
3.3.2.2 Anforderungen an das Sicherungsgeschäft
3.3.2.3 Anforderung an die Effektivität der Sicherungsbeziehung
3.3.2.4 Anforderung an die Dokumentation
3.3.3 Bilanzielle Folgen des Hedge Accounting
3.3.3.1 Bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung
3.3.3.2 Beendigung der Sicherungsbeziehung
3.3.3.3 Angaben im Anhang
4. Synopse
Die vorliegende Arbeit zielt auf einen fundierten Vergleich der bilanziellen Behandlung von Bewertungseinheiten zwischen den nationalen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) ab, um Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Risikomanagement-Abbildung herauszuarbeiten.
2.1.1 Begriff der Sicherungsbeziehung
Die Ausgangsbasis einer Sicherungsbeziehung bildet die Absicherung, der aus einem Grundgeschäft erwachsenen Risiken, wie insbesondere aus Preisentwicklungen, Zins- oder Wechselkursschwankungen mittels des Einsatzes von Sicherungsinstrumenten. Die Herstellung eines solchen Sicherungszusammenhangs wird als Hedging bezeichnet. Der aus dem Angelsächsischen stammende Begriff „Hedging“ beschreibt eine typische Vorgehensweise im Rahmen des Risikomanagements und Risikocontrollings zur präventiven Abwehr von Risiken. Das grundsätzliche Ziel des Hedging ist per definitionem die Kompensation künftiger Wertänderungen und unsicherer Zahlungsströme, um – im Idealfall – einen vollständigen Ausgleich der Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts zu erreichen. Die Risikoimmunisierung in Bezug auf ein dem Grundgeschäft anhaftendes Risiko – als Optimum einer Sicherungsbeziehung – wird durch eine paritätisch gegenläufige Bewegung von Grund- und Sicherungsgeschäft erreicht. Indikatoren für den Erfolg eines Sicherungsgeschäfts sind die sog. Hedge-Ratio und die Korrelation der designten Geschäfte. Die Hedge-Ratio beschreibt den prozentualen Umfang von abgesichertem Grundgeschäft zu korrespondierendem Sicherungsgeschäft. Eine Hedge-Ratio von 100% beschreibt eine vollständige, ergo perfekte quantitative Absicherung der Risiken des Grundgeschäfts durch die eingegangene Sicherungsbeziehung. Der Korrelationskoeffizient beschreibt die Stärke des linearen Zusammenhangs zweier Variablen. Eine Reduktion der Risiken eines Grundgeschäfts wird grundsätzlich durch einen negativen Korrelationskoeffizienten ermöglicht, da im Falle eines positiven Korrelationskoeffizienten eine Änderung des Grundgeschäfts durch eine gleichgerichtete Änderung des Sicherungsgeschäfts noch verstärkt würde.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die steigende Relevanz des Risikomanagements durch Sicherungsbeziehungen im Zuge der Globalisierung und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau des Vergleichs vor.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Sicherungsbeziehung, klassifiziert verschiedene Formen und charakterisiert die zugrunde liegenden Finanzinstrumente als Basis für die weitere Untersuchung.
3. Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen: Der Hauptteil analysiert detailliert die handelsrechtlichen Voraussetzungen und Folgen der Bildung von Bewertungseinheiten sowie die entsprechenden Regelungen des Hedge Accounting nach IFRS.
4. Synopse: Das Kapitel bietet eine übersichtliche synoptische Zusammenfassung, welche die Kernunterschiede und Gemeinsamkeiten der bilanziellen Behandlung zwischen HGB und IFRS tabellarisch gegenüberstellt.
Bewertungseinheit, Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting, HGB, IFRS, Risikomanagement, Finanzinstrumente, Grundgeschäft, Sicherungsgeschäft, Einfrierungsmethode, Durchbuchungsmethode, Effektivitätsmessung, BilMoG, Dollar-Offset-Methode, Risikokompensation
Die Bachelorarbeit behandelt den Vergleich der bilanziellen Behandlung von Bewertungseinheiten, wobei die nationalen Vorschriften des HGB den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) gegenübergestellt werden.
Zentral sind die Abgrenzung von Sicherungsbeziehungen, die Charakterisierung von derivativen und originären Finanzinstrumenten sowie die spezifischen Anforderungen an die Dokumentation und Wirksamkeitsprüfung von Hedges.
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Risiken aus Grundgeschäften mittels Sicherungsinstrumenten bilanziell abbilden können und welche Unterschiede sich dabei zwischen dem deutschen Handelsrecht und IFRS ergeben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Rechnungslegungsstandards, ergänzt durch eine synoptische Gegenüberstellung am Ende der Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die handelsrechtliche Abbildung unter Berücksichtigung der Bewertungseinheitskonzeption nach § 254 HGB und die Abbildung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS 9.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hedge Accounting, Bewertungseinheit, BilMoG, IFRS 9, Risikomanagement und Effektivitätsmessung definieren.
Die Dokumentation ist sowohl nach HGB als auch nach IFRS eine zwingende Tatbestandsvoraussetzung, um eine Bewertungseinheit zu bilden und das Risiko-Management-Ziel sowie die Wirksamkeit nachzuweisen.
Die Einfrierungsmethode lässt Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts unberücksichtigt, während die Durchbuchungsmethode die Wertänderungen erfolgswirksam in der Bilanz erfasst.
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