Bachelorarbeit, 2017
70 Seiten, Note: 1,00 (100/100 Punkte)
1. EINLEITUNG
2. ÜBER „ANOMALISA“
2.1. INHALTSANGABE
2.2. PRODUKTION
3. METHODE
4. THEORETISCHER RAHMEN: SIGMUND FREUD - DIE TRAUMDEUTUNG
4.1. RELEVANTE FACHBEGRIFFE
4.2. GESCHICHTLICHER EXKURS
4.3. EINFÜHRENDE WORTE
4.4. FREUDS STRATEGIE
4.5. QUELLEN, SINN UND BILDUNG DER TRÄUME
4.5.1. WUNSCHERFÜLLUNGSTHEORIE
4.5.2. TRAUMQUELLEN
4.5.3. TRAUMENTSTELLUNG
4.5.4. TRAUMARBEIT
4.5.4.1. VERDICHTUNG
4.5.4.2. VERSCHIEBUNG
4.5.4.3. DARSTELLUNGSMITTEL
4.5.4.4. SCHALTGEDANKEN
4.5.5. TYPISCHE TRÄUME
5. FILMANALYSE
5.1. CHARAKTERISIERUNG DER HAUPTFIGUREN
5.1.1. MICHAEL STONE
5.1.2. LISA HESSELMAN
5.2. ZWISCHEN REALITÄT UND TRAUM
5.2.1. ANALOGIE ZWISCHEN LISA UND DER PUPPE
5.2.2. INHALTSANALYSE DER TRAUMSEQUENZEN
5.2.2.1. SEQUENZ 9: JEMAND ANDERES
5.2.2.2. SEQUENZ 10: MICHAEL FINDET LISA
5.2.2.3. SEQUENZ 11: MICHAEL, EMILY UND LISA IN DER HOTELBAR
5.2.2.4. SEQUENZ 12: MICHAELS EINLADUNG
5.2.2.5. SEQUENZ 13: DATE IM HOTELZIMMER
5.2.2.6. SEQUENZ 14: LAWRENCE GILL
5.2.2.7. SEQUENZ 15: DIE FLUCHT
5.2.2.8. SEQUENZ 16: LIEBESERKLÄRUNG
5.2.2.9. SEQUENZ 17: ENTTÄUSCHENDE EINSICHT
5.3. REFLEXION
6. FAZIT
7. QUELLENNACHWEISE
7.1. FILM
7.1. LITERATUR
7.3. ONLINE
8. ANHANG: SEQUENZPROTOKOLL
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die komplexen psychischen Ebenen der Hauptfigur Michael Stone im Film "Anomalisa" mithilfe der psychoanalytischen Traumdeutungstheorie von Sigmund Freud. Ziel ist es, die mehrdimensionalen Traumsequenzen als Spiegel des verborgenen Innenlebens zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese dem Publikum Einblicke in Michaels existenzielle Krise und seine wahnhafte Weltwahrnehmung gewähren.
5.2.2.1. SEQUENZ 9: JEMAND ANDERES
Nachdem Michael, wie in Sequenz 8 geschildert, die antike japanische Puppe entdeckt, fehlt im Film die Erklärung, was mit der Puppe nachfolgend geschieht. Die hier vertretene Theorie ergänzt den fehlenden Inhalt wie folgt: Michael kauft die Puppe und entschließt sich nach all den missglückten zwischenmenschlichen Interaktionen, besonders nach dem Treffen mit Bella, es dem Mann, welchen er bei seiner Ankunft beim Masturbieren erwischte, nachzuahmen und die Puppe als Hilfsmittel zu verwenden, um nicht völlig seiner tiefen inneren Einsamkeit ausgesetzt zu sein. Nach dem sexuellen Akt legt er sich schlafen und verfällt in einen Traum, womit die Überleitung zu Sequenz 9 geschaffen ist. Die Szene, beziehungsweise Michaels Traum, beginnt beim Duschen im Hotelzimmer, wobei er zunächst mit der Wassertemperatur zu kämpfen hat, jedoch darauffolgend fröhlich singt (00:31:40 - 00:32:42). Im Sinne Freuds kann dieser erste Traumteil mit dem Duschen nach der Masturbation als Fortsetzung der Realität gedeutet werden (vgl. 227). An seiner euphorischen Stimmung und dem wohligen, entspannten Befinden in der Dusche ist bereits die erste Wunscherfüllung zu verzeichnen (vgl. 136).
Als er daraufhin vor dem Spiegel steht, fängt seine Mimik an, roboterähnlich zu rattern und dementsprechende Geräusche von sich zu geben. Michael beobachtet sich, tastet sein Gesicht ab und zieht für einen kurzen Moment das (Puppen) Gesicht vom Schädel (00:32:58 - 00:33:25). Diese Traumszene macht Michael auf sein emotions- und freudloses Befinden aufmerksam, durch welches er sich einem Roboter ähnlich fühlt. Mit dem Wegziehen des Gesichtes wird ausgesagt, dass er im übertragenen Sinne in einer anderen Haut stecken, beziehungsweise seine Sichtweise verändern und somit die Wahnvorstellung ablegen möchte.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz der Traumdeutung im Film und Darstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich Michaels psychischer Ebenen.
2. ÜBER „ANOMALISA“: Inhaltliche Zusammenfassung des Films sowie Einordnung der Produktionstechniken, insbesondere der Stop-Motion-Animation.
3. METHODE: Beschreibung der angewandten Filmanalyse und der Nutzung eines Sequenzprotokolls zur strukturierten Aufarbeitung der Traumsequenzen.
4. THEORETISCHER RAHMEN: SIGMUND FREUD - DIE TRAUMDEUTUNG: Fundierte theoretische Herleitung der Freudschen Traumdeutung als Analyseinstrument.
5. FILMANALYSE: Kernstück der Arbeit, welches die Charakterisierung der Figuren und die detaillierte Deutung der Traumsequenzen umfasst.
6. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion der erzielten Erkenntnisse über Michaels psychische Verfassung.
7. QUELLENNACHWEISE: Auflistung der verwendeten filmischen, literarischen und onlinebasierten Quellen.
8. ANHANG: SEQUENZPROTOKOLL: Tabellarische Übersicht und tabellarische Deutung aller Sequenzen des Films.
Anomalisa, Sigmund Freud, Traumdeutung, Filmanalyse, Psychologie, Wunscherfüllung, Stop-Motion, Michael Stone, Identität, Wahnvorstellung, Traum, psychische Mehrdimensionalität, Traumarbeit, Narration, Puppen.
Die Arbeit analysiert den Stop-Motion-Film „Anomalisa“ aus einer psychoanalytischen Perspektive und untersucht dabei, wie Sigmund Freuds Traumdeutungstheorie genutzt werden kann, um die psychischen Ebenen der Hauptfigur Michael Stone zu verstehen.
Die Arbeit behandelt die Themen Einsamkeit, Identität, wahnhafte Störungen, die Trennung zwischen Realität und Traum sowie die Suche nach menschlicher Verbindung und Anerkennung.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie lassen sich die mehrdimensionalen psychischen Ebenen der Hauptfigur Michael im Film ‚Anomalisa’ mithilfe von Sigmund Freuds Traumdeutungstheorie analysieren?“
Es wird eine inhaltsanalytische Filmanalyse durchgeführt, die durch die Theorie der Freudschen Traumdeutung ergänzt wird. Zur Systematisierung der Daten wurde ein detailliertes Sequenzprotokoll erstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Traumdeutung und eine praktische Filmanalyse, in der die Traumsequenzen des Films detailliert interpretiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Anomalisa, Traumdeutung, Psychoanalyse, Wunscherfüllung, psychische Gesundheit und filmtechnische Analyse charakterisieren.
Die Puppe wird als zentrales psychisches Symbol gedeutet; sie dient Michael als Spiegel für seine eigene Entfremdung und als Ausgangsbasis für seine Projektionen, einschließlich der Figur Lisa Hesselman.
Die Arbeit nutzt spezifische Kriterien wie den Übergang von logischen Handlungsabläufen zu irrealen Momenten, wie beispielsweise das Abnehmen des Gesichts oder die Wahrnehmung von Lisa als einziger Person mit individueller Stimme, um die Grenzen des Traums im Film festzulegen.
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