Masterarbeit, 2017
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Hintergrund
1.1 Praktische Relevanz
1.2 Erkenntnissinteresse und Zielsetzungen
1.3 Methodische Vorgehensweise und Gang der Arbeit
2 Die Arbeitswelt im Wandel
2.1 Die Generation Y
2.2 Die neuen High Potentials
3 Akzeleration von Arbeit und gesundheitliche Folgen
3.1 Leistungsausweitung
3.2 Leistungsverdichtung
3.3 Stressbedingte physische und psychische Gesundheitsschäden durch Überlastungen
3.4 Zwischenfazit
4 Schutzpflichten und Schutzinstrumente
4.1 Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gemäß § 618 BGB
4.2 Schutzinstrumente des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG)
4.2.1 Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 ArbSchG
4.2.2 Zwischenfazit und Kritik
4.3 Schutzinstrumente des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG)
4.3.1 Werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer gemäß § 3 ArbZG
4.3.2 Ruhepausen gemäß § 4 ArbZG
4.3.3 Ruhezeit gemäß § 5 ArbZG
4.3.4 Anwendbarkeit des ArbZG auf High Potentials
4.3.5 Zwischenfazit und Kritik
4.4 Schutzinstrumente des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG)
4.4.1 Verweigerung des Urlaubs
4.4.2 Erreichbarkeit im Urlaub
4.4.3 Zwischenfazit und Kritik
5 Future Workplace – Moderne Arbeitszeitmodelle
5.1 Vertrauensarbeitszeit
5.1.1 Arbeitsschutz
5.1.2 Vor- und Nachteile der Vertrauensarbeitszeit
5.2 Telearbeit
5.2.1 Arbeitsschutz bei der alternierenden Telearbeit und Home-Office
5.2.2 Gleicher Arbeitsschutz bei Mobiler Telearbeit?
5.2.3 Vor- und Nachteile der Telearbeit
5.3 Crowdworking
5.3.1 Arbeitsvertrag
5.3.2 Freier Dienstvertrag
5.3.3 Werkvertrag
5.3.3.1 Scheinselbständigkeit
5.3.3.2 Arbeitnehmerähnliche Person
5.3.4 Arbeitsschutz
5.3.5 Vor- und Nachteile des Crowdsourcings
5.4 Coworking
5.4.1 Arbeitsschutz
5.4.2 Vor- und Nachteile des Coworkings
6 Handlungsempfehlungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesundheitliche Fürsorgepflicht von Arbeitgebern gegenüber sogenannten „High Potentials“ vor dem Hintergrund einer zunehmend entgrenzten und digitalisierten Arbeitswelt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Schutzpflichten Arbeitgeber im Arbeitsverhältnis tragen und inwieweit Arbeitszeit und Arbeitseinsatz durch gesetzliche Rahmenbedingungen sowie moderne Arbeitszeitmodelle reguliert werden können.
3.1 Leistungsausweitung
Neue IKT, die eine ständige Erreichbarkeit ermöglichen, und flexible Arbeitszeitmodelle tragen dazu bei, dass eine Kontrolle der tatsächlichen Arbeitszeit nicht mehr stattfindet resp. möglich ist. Überstunden werden nicht mehr nur vom Arbeitgeber angeordnet, sondern auch ‚freiwillig‘ vom Arbeitnehmer erbracht. Dies resultiert vor allem dadurch, dass Arbeitgeber gegenwärtig auf ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit, Selbstorganisation und hohes intrinsisches Interesse der Arbeitnehmer setzen, welche sich aus Zielvereinbarungen oder Ergebnis- und Kundenorientierung ergeben können. Oftmals macht der Arbeitgeber von seinem Weisungsrecht gegenüber dem Arbeitnehmer keinen Gebrauch, sondern gibt bloß eine grobe Aufgabenbeschreibung vor. High Potentials arbeiten daher häufig eigenverantwortlich und selbständig, wodurch sie der Gefahr auflaufen, einerseits das Gefühl für Zeit und Umfang der Arbeitsleistung zu verlieren und andererseits Pausen und Erholungszeiten nicht einzuhalten oder gar auf Pausen und das Wochenende zu verzichten, um die Arbeit erfolgreich und zufriedenstellend verrichten zu können.
1 Einleitung und Hintergrund: Einführung in die Dynamik der modernen Arbeitswelt, die Bedeutung von High Potentials und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Die Arbeitswelt im Wandel: Analyse der soziokulturellen Veränderungen durch den Generationenwechsel und neue Wertvorstellungen wie die der Generation Y.
3 Akzeleration von Arbeit und gesundheitliche Folgen: Betrachtung der Leistungsverdichtung und ihrer negativen Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit.
4 Schutzpflichten und Schutzinstrumente: Detaillierte Darstellung der rechtlichen Fürsorgepflichten des Arbeitgebers und der entsprechenden Instrumente im Arbeits- und Arbeitsschutzrecht.
5 Future Workplace – Moderne Arbeitszeitmodelle: Untersuchung moderner Organisationsformen hinsichtlich ihrer Chancen, Risiken und der Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards.
6 Handlungsempfehlungen und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse mit Fokus auf Reformmöglichkeiten und der Notwendigkeit einer verbesserten Aufsicht im Arbeitsschutz.
High Potentials, Fürsorgepflicht, Arbeitsschutz, Arbeitszeitgesetz, Generation Y, psychische Belastung, Leistungsausweitung, Gefährdungsbeurteilung, Vertrauensarbeitszeit, Telearbeit, Crowdworking, Coworking, Arbeitsentgrenzung, Arbeitsrecht, Gesundheitsschutz.
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Fürsorgepflicht von Arbeitgebern für hochqualifizierte Arbeitskräfte (High Potentials) in einem Arbeitsumfeld, das zunehmend von Flexibilisierung und Digitalisierung geprägt ist.
Die Schwerpunkte liegen auf den gesundheitlichen Folgen von Arbeitsverdichtung, der Anwendung bestehender Arbeitsschutzgesetze sowie den Risiken und Chancen moderner flexibler Arbeitszeitmodelle.
Ziel ist es zu klären, wie Arbeitgeber ihre Schutzpflichten erfüllen können, um trotz moderner Steuerungsformen die Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten, und wo das Arbeitsrecht reformiert werden muss.
Es handelt sich um eine theoretische, literatur- und faktenbasierte Forschungsarbeit, die wissenschaftliche Erkenntnisse juristisch einordnet und auf die Praxis überträgt.
Der Hauptteil behandelt ausführlich die Akzeleration von Arbeit, die rechtlichen Instrumente (BGB, ArbSchG, ArbZG, BUrlG) und eine tiefgehende Analyse von Modellen wie Vertrauensarbeitszeit, Telearbeit, Crowdworking und Coworking.
Wichtige Begriffe sind Fürsorgepflicht, High Potentials, Arbeitsentgrenzung, Gefährdungsbeurteilung und moderne Arbeitszeitmodelle.
Die Arbeit nutzt die Definition, dass High Potentials ihre Kollegen durch herausragende Leistung regelmäßig übertreffen, über hohe emotionale und soziale Kompetenz verfügen und als Führungskräfte von morgen gelten.
Das Modell der Vertrauensarbeitszeit birgt die Gefahr einer „Kontrolllücke“ und einer Entgrenzung, da die tatsächliche Arbeitszeit oft nicht erfasst wird und die Beschäftigten zu unbezahlter Mehrarbeit neigen.
Crowdworking wird als innovative Ausprägung flexibler Arbeit gesehen, jedoch kritisch hinsichtlich der Umgehung von Arbeitnehmerrechten und der Gefahr einer digitalen Ausbeutung durch den Entfall sozialer Sicherungssysteme.
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