Bachelorarbeit, 2016
117 Seiten, Note: 1,1
1 Definitionen und Grundlagen
1.1 Prozessmanagement
1.2 Qualitätsmanagement
1.3 Schnittstellenmanagement
1.4 Klinische Behandlungspfade
1.5 Case Management
1.6 Care Management
2 Darstellung von sozialpolitischen Entwicklungen
2.1 Wandel und Veränderungsbedarf in den Versorgungsstrukturen
2.2 Veränderte Wahrnehmung der Patientenrolle
2.3 Professionalisierungsbestreben der Pflege
3 Stationärer Behandlungsprozess im Krankenhausalltag
3.1 Beteiligte Berufsgruppen im Behandlungsprozess
3.2 Aufnahmemanagement
3.3 Behandlungsmanagement
3.4 Entlassungs- und Überleitungsmanagement
4 Evaluationsphase
4.1 Zielsetzung der Evaluation
4.2 Vorstellung der Mitarbeiterumfrage
4.3 Initiierung und Durchführung der Umfrage
5 Auswertung der Mitarbeiterumfrage
5.1 Differenzierte Darstellung der allgemeinen Merkmale der erhobenen Daten und der Teilnehmer
5.2 Darstellung der allgemeinen organisationsstrukturellen Informationen
5.3 Darstellung der berufspolitischen Aspekte
5.4 Darstellung der Prozessphase „Geplante Aufnahmesituation“
5.5 Darstellung der Prozessphase „Stationäre Versorgung“
5.6 Darstellung der Prozessphase „Entlassungssituation“
6 Bewertung der Mitarbeiterumfrage
6.1 Potentielle Einflussnahme der Pflegefachperson auf die Prozessqualität
6.2 Die Rolle der Pflegefachperson im interdisziplinärem Kontext
6.3 Zusammenfassung
6.4 Reflexion
Die Arbeit untersucht die Rolle der Pflegefachperson innerhalb stationärer Behandlungsprozesse im Krankenhaus, mit dem Ziel, Potenziale zur Verbesserung der Prozessqualität durch eine stärkere Einbindung und Professionalisierung der Pflege aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie Pflegefachkräfte trotz bestehender Hierarchien und Herausforderungen, wie dem Fachkräftemangel, aktiv zur Optimierung der Patientenversorgung beitragen können.
1.1 Prozessmanagement
Zunächst wird der Begriff Prozess differenziert betrachtet und definiert: Betriebswirtschaftlich formuliert Geiger einen Prozess als „…ein System von Tätigkeiten, das Eingaben (Input) in Ergebnisse (Output) umwandelt“ (Geiger, W. 1998: 89).
Für Horvath ist ein Prozess „…eine Folge von Aktivitäten, deren Ergebnis eine Leistung für einen (internen oder externen) Kunden darstellt“ (Horvath, P. 2003: 107).
Im QM beschreibt ein Prozess lt. Hensen „…den strukturellen Ablauf von einzelnen Tätigkeiten und Verrichtungen“ (Hensen, P. 2016: 204).
Auf die Patientenversorgung bezogen ist ein Prozess „…eine Kette von Tätigkeiten zur zeitlich vorgegebenen Schaffung von Leistungen, die in einem direkten Zusammenhang miteinander stehen...mit einem Ergebnis, das für den Patienten einen Mehrwert enthält“ (Greiling, M.; Osygus, M. 2014: 26).
1 Definitionen und Grundlagen: Vermittelt theoretische Definitionen zu zentralen Begriffen wie Prozess-, Qualitäts- und Schnittstellenmanagement sowie Case- und Care-Management.
2 Darstellung von sozialpolitischen Entwicklungen: Beleuchtet den Wandel der Krankenhausstrukturen, die Rolle des Patienten als Kunde sowie Bestrebungen zur Professionalisierung der Pflege.
3 Stationärer Behandlungsprozess im Krankenhausalltag: Beschreibt die Phasen der Behandlung von der Aufnahme bis zur Entlassung und die Rolle der beteiligten Berufsgruppen.
4 Evaluationsphase: Erläutert das methodische Vorgehen der empirischen Studie, inklusive Design und Durchführung der Online-Mitarbeiterumfrage.
5 Auswertung der Mitarbeiterumfrage: Präsentiert und analysiert die deskriptiven Ergebnisse der durchgeführten Mitarbeiterumfrage bei Pflegefachpersonen.
6 Bewertung der Mitarbeiterumfrage: Diskutiert die Ergebnisse, identifiziert Chancen und Defizite und leitet konkrete Optimierungsmaßnahmen für die Pflegepraxis ab.
Pflegefachperson, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Krankenhaus, Behandlungsprozess, Case Management, Pflegeprofessionalisierung, Interdisziplinarität, Patientenversorgung, Personalmangel, DRG-System, Entlassungsmanagement, Prozessqualität, Mitarbeiterumfrage, Gesundheitswesen.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Pflegefachperson in stationären Krankenhausprozessen und untersucht, wie Pflege durch Professionalisierung und prozessorientiertes Handeln die Qualität der Patientenversorgung aktiv mitgestalten kann.
Die zentralen Themen umfassen Prozessmanagement, die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitswesens (z.B. DRGs, Fachkräftemangel) sowie die berufspolitische Positionierung und Akademisierung der Pflege.
Das Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Erhebung aufzuzeigen, wie Pflegefachkräfte ihre Rolle im stationären Alltag ausfüllen und welche Potenziale zur Prozessoptimierung bestehen.
Es wird ein quantitativer Ansatz in Form einer Online-Querschnittsstudie (Mitarbeiterumfrage) gewählt, um Daten über die Wahrnehmung von Prozessabläufen und berufspolitischen Aspekten zu generieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und Rahmenbedingungen, die Darstellung der stationären Behandlungskette und die ausführliche Analyse der empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind Prozessqualität, Pflegeprofessionalisierung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Case Management und Patientenorientierung.
Der Autor konstatiert, dass Pflegekräfte oft noch in traditionellen Rollenbildern feststecken, aber durch fachliche Qualifizierung und prozessorientiertes Arbeiten eine zentrale Schnittstelle für die Qualitätssicherung bilden können.
Das Entlassungsmanagement wird als komplexer Prozess identifiziert, bei dem die Pflege eine Schlüsselrolle bei der Überleitung einnimmt, was jedoch derzeit durch Schnittstellenprobleme und fehlende Kooperation oft erschwert wird.
Der Autor sieht in der Akademisierung einen wesentlichen Hebel für eine evidenzbasierte Pflegepraxis und eine verbesserte Außenwirkung gegenüber anderen Berufsgruppen wie der Ärzteschaft.
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