Diplomarbeit, 2017
101 Seiten, Note: 1,0
0.2. Einleitung
I. Grundlagen der Mechanik und der Statik
1. Vektorraume in der Mechanik
1.1. Kräfte als Vektoren
1.2. Drehmomente
1.2.1. Drehmoment einer Kraft
1.2.2. Drehmoment als Kräftepaar
2. Grundlagen der Statik
2.1. Statische Systeme
2.2. Koordinatensysteme und Basen
2.2.1. Globales Koordinatensystem
2.3. Gleichgewichtsbedingungen ebener Systeme
2.4. Lagerreaktionen in der Ebene
2.5. Schnittreaktionen
2.5.1. Das Schnittprinzip
2.5.2. Der Verlauf von Schnittgrößen
2.6. Gelenke
2.7. Statische Bestimmtheit eines Stabtragwerks
2.7.1. statisch bestimmt
2.7.2. statisch unbestimmt
2.7.3. kinematisch verschieblich
2.7.4. Notwendige Bedingung für die statische Bestimmtheit
II. Berechnungsmethoden in der Statik
3. Berechnung statisch bestimmter Stabtragwerke
3.1. Allgemeines zur linearen Stabstatik
3.2. Ermittlung von Auflagerreaktionen
3.3. Simultane Ermittlung von Auflagerreaktionen und Schnittgrößen
3.3.1. Gleichgewichtsbedingungen am Einzelelement
4. Berechnung statisch unbestimmter Stabtragwerke
4.1. Allgemeines zu den Berechnungsverfahren für statisch unbestimmte Tragwerke
4.2. Das Elastitzitätsgesetz von Hooke
4.2.1. Die elastische Längsdehnung
4.2.2. Die elastische Verdrehung des Stabachse
4.3. Tragwerksverformungen
4.3.1. Knotenweggrößen
4.4. Das Weggrößenverfahren - einführendes Beispiel
4.5. Allgemeine Beschreibung des Weggrößenverfahrens
4.5.1. Statisches System
4.5.2. Knotenkraft- und Knotenweggrößen
4.5.3. Stabendschnittgrößen und Stabendweggrößen
4.5.4. Der Zusammenhang zwischen Knoten- und Stabendweggrößen
4.5.5. Die Zuordnung von Stabendweggrößen auf Stabendschnittgrößen
4.5.6. Der Zusammenhang zwischen den Stabendschnittgrößen und den Knotenkraftgrößen
4.5.7. Lösen des Gleichungssystems: Berechnen der Tragwerksverformungen
4.5.8. Ermittlung von Stabendschnittgrößen und Schnittgrößenverläufe
4.5.9. Gelenkig angeschlossene Stäbe
5. Beispiele für den Schulunterricht
5.1. Dreigelenksbrücke
5.1.1. Aufgabenstellung und Lösung
5.1.2. Lehrplanbezug und nötige Vorkenntnisse
5.2. Rampentragwerk
5.2.1. Aufgabenstellung und Lösung
5.2.2. Lehrplanbezug und nötige Voraussetzungen
III. Mathematische Grundlagen
6. Vektorrechnung
6.1. Vektorräume
6.2. Linearkombinationen und Basen
6.3. Skalarprodukt
6.4. Kreuzprodukt
7. Matrizenrechnung
7.1. Matrizen
7.2. Invertierbare Matrizen
7.3. Der Rang einer Matrix
7.4. Die Determinante einer Matrix
8. Systeme linearer Gleichungen
9. Lineare Funktionen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Methoden der Baustatik durch die Anwendung der linearen Algebra zu veranschaulichen, um eine Brücke zwischen den mathematischen Grundlagenfächern und den bauingenieurwissenschaftlichen Anwendungen zu schlagen. Dabei soll insbesondere das Weggrößenverfahren als systematischer, rechnergestützter Ansatz zur Berechnung statisch unbestimmter Tragwerke dargestellt werden.
1.1. Kräfte als Vektoren
Kräfte, die im selben Punkt angreifen, werden als Vektoren betrachtet, da sie miteinander addiert und mit Zahlen multipliziert werden können. Die Resultierende von Kräften nennt man ihre Summe: Die Wirkung der Resultierenden ist die selbe wie die gemeinsame Wirkung der beiden ursprünglichen Kräfte. Die Menge alle Kräfte, die im selben Punkt angreifen bildet zusammen mit der Addition und der Multiplikation mit Zahlen also einen Vektorraum. Kräfte können miteinander addiert und mit reellen Zahlen multipliziert (Skalarmultiplikation) werden. [8]
In der Dynamik werden mit Masse behaftete Körper oftmals als sogenannte Punktmasse idealisiert. Dabei wird die gesamte Masse in einem Punkt, in der Regel dem Schwerpunkt, konzentriert betrachtet. Greifen verschiedene Kräfte in diesem Punkt an, so können diese Kräfte addiert werden. Die einzelnen Kräfte wirken gemeinsam so als ob nur eine Kraft, nämlich die Summe der Einzelkräfte (Resultierende) wirken würde.
Unter einer Kraft versteht man eine Einwirkung, welche verschiebliche Körper beschleunigen kann. Eine Kraft hat also eine „verschiebende Wirkung“.
Kräfte, die in verschiedenen Punkten angreifen sind Elemente verschiedener Vektorräume. Zeigen sie aber in ihrem jeweiligen Vektorraum die selbe Wirkung (die selbe Verschiebung) auf ihre Angriffspunkte, so sind sie äquivalent. Ein übergeordneten Vektorraum bildet die Menge dieser Äquivalenzklassen.
1. Vektorraume in der Mechanik: Einführung der theoretischen Grundlagen für Kräfte als Vektoren und Definition von Drehmomenten.
2. Grundlagen der Statik: Darstellung statischer Systeme, Gleichgewichtsbedingungen, Lagerreaktionen und die Bestimmtheit von Stabtragwerken.
3. Berechnung statisch bestimmter Stabtragwerke: Methoden zur Ermittlung von Auflagerreaktionen und Schnittgrößen in statisch bestimmten Systemen.
4. Berechnung statisch unbestimmter Stabtragwerke: Detaillierte Einführung des Weggrößenverfahrens sowie Grundlagen der Werkstoffmechanik (Hooke’sches Gesetz) und Tragwerksverformung.
5. Beispiele für den Schulunterricht: Konkrete Anwendung der erarbeiteten Theorien an praxisorientierten Beispielen zur Vorbereitung für den Unterricht.
Lineare Algebra, Baustatik, Vektorraum, Stabtragwerk, Statische Unbestimmtheit, Weggrößenverfahren, Auflagerreaktionen, Schnittgrößen, Matrizen, Lineares Gleichungssystem, Steifigkeitsmatrix, Knotenkraftgrößen, Knotenweggrößen, Werkstoffmechanik, Didaktik.
Die Arbeit verknüpft die mathematische Disziplin der linearen Algebra mit den physikalischen Grundlagen der Baustatik, um Tragwerke systematisch zu analysieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Berechnung statisch bestimmter und unbestimmter Stabtragwerke unter Verwendung mathematischer Methoden wie Vektorräumen und Matrizenrechnung.
Das Ziel ist die Vermittlung einer mathematisch fundierten Grundlage für die Statik, die es ermöglicht, Tragwerke computergestützt zu berechnen und die Konzepte auch in einem schulischen Kontext zu lehren.
Die Arbeit nutzt primär das Weggrößenverfahren, eine auf Konzepten der linearen Algebra basierende Methode, um die Verformung und Beanspruchung von Tragwerken zu analysieren.
Im Hauptteil werden neben den Grundlagen der Statik detailliert die Berechnungsmethoden für statisch bestimmte sowie unbestimmte Systeme dargelegt, inklusive der systematischen Aufstellung von Gleichungssystemen.
Kritische Begriffe sind unter anderem Lineare Algebra, Baustatik, Weggrößenverfahren, Steifigkeitsmatrix und Tragwerksverformung.
Bei statisch bestimmten Systemen reichen die allgemeinen Gleichgewichtsbedingungen aus, während bei unbestimmten Systemen zusätzlich die Materialeigenschaften und Verformungszustände (Nachgiebigkeit) berücksichtigt werden müssen.
Das Verfahren eignet sich hervorragend zur Algorithmisierung und Implementierung in Computersoftware, da es konsistent auf Konzepten der linearen Algebra aufbaut.
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