Masterarbeit, 2017
158 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Bedeutung der Arbeit für die Medienpädagogikforschung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Methodik und Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Thesis
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Multiperspektive
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Multiperspektive in der Dramaturgie
2.1.3 Multiperspektive im Film und in Serien
2.1.4 Multiperspektive in der Pädagogik
2.2 Storytelling: Geschichtenerzählen in der Pädagogik
2.2.1 Storytelling: Begriffserklärung
2.2.2 Storytelling als Lernmethode
2.2.3 Wirkung einer Geschichte
2.3 Dramaturgie
2.3.1 Dramaturgie Element: Erzählperspektiven / Erzähler/in
2.3.2 Dramaturgie Element: Figuren
2.3.3 Dramaturgie Element: Handlung / Aufbau / Heldenreise
2.3.4 Dramaturgie Element: Zeit
2.3.5 Vielschichtige Plots
2.4 Digitale Medien in der Didaktik
2.4.1 Einfluss von digitalen Medien auf das Lernen
2.4.2 Einfluss von Digitalen Medien auf das Lehren
2.5 Medienkompetenz & Cybermobbing
2.5.1 Begriffserklärung: „Cybermobbing “ inkl. „Sexting“, „Cheating“, „Trollen“
2.5.2 „Medienkompetenz“ - Begriffserklärung nach Baacke
2.5.3 Medienkompetenz laut Medienpass Nordrhein-Westfalens
2.5.4 Medienkompetenz laut Lehrplan Baden-Württemberg
2.5.5 Medienkompetenz laut Lehrplan Waldorf
2.5.6 Medienkompetenz bei nicht-formalem Lernen: Bsp. Pfadfinder
2.6 Nicht-formales Lernen
2.6.1 Unterschiede zum formalen Lernen
3 Zusammenfassung des Theorieteiles und Verknüpfung mit der Intervention
4 Empirische Untersuchung
4.1 Untersuchungsgegenstand und Ziel
4.2 Forschungsdesign
4.3 Erhebungszeitraum
4.4 Gruppe der Teilnehmer
4.5 Interventions-Aufbau
4.6 Instrumente des Fragebogens
4.7 Datenauswertung
5 Forschungsergebnisse
5.1 Interventionsergebnisse:
5.1.1 Quantitative Fragebogenauswertung
5.1.2 Qualitative Fragebogenauswertung
5.1.3 Auswertung der Reflexionen am Ende zweier Gruppenstunden.
5.2 Kritik an der eigenen Arbeit
6 Schlussfolgerung und Fazit
6.1 Beantwortung der Forschungsfrage
6.2 Interpretation und Handlungsempfehlung
6.3 Plädoyer für das nicht-formale Lernen
6.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die multiperspektivische Storytelling-Methode in einem außerschulischen Gruppenlernsetting, speziell bei Pfadfindern, einen messbaren, positiven Lernoutput bewirkt, wobei das Thema Cybermobbing als Anker für die Vermittlung von Medienkompetenz dient.
1.1 BEDEUTUNG DER ARBEIT FÜR DIE MEDIENPÄDAGOGIKFORSCHUNG
Das Thema Storytelling im Unterricht ist nicht neu. So beschreibt Giessen in seinem Buch „Emotionale Intelligenz in der Schule“, dass es schon lange narrative Elemente in der Pädagogik gibt (Giessen, 2009, S. 7 & 81). Doch scheint die Wissensvermittlung mit Hilfe der sozialen Intelligenz in Form von narrativen Elementen in Deutschland eine kleine Renaissance zu erleben. So haben Blum & Heering ein Forschungsergebnis auf der Frühjahrstagung der Didaktik der Physik vorgestellt, bei dem es um ihren Erfolg der Storytelling-Methode bei naturwissenschaftlichen Fächern ging (Blum & Heering, 2014).
Das Thema „Multiperspektive“ in der Lehre kennt man unter anderem aus dem Geschichtsunterricht. Die Theorie hierzu besagt, dass man ein geschichtliches Ereignis immer aus verschiedenen Perspektiven betrachten sollte, um die sozialen, kulturellen oder anderen Einflüssen der Quellen zu berücksichtigen (Chladenius, 1969). Dramaturgisch gesehen besaß die Multiperspektive immer ein Schattendasein. Obwohl man doch mit Beginn der DVD über die Funktion des „Multiangel“ (Hüningen, 2011), also der Möglichkeit zwischen verschiedenen Kameras oder eben verschiedenen Geschichten hin und her schalten zu können, multiperspektivisch erzählen hätte können. Dies ist kaum umgesetzt worden, wenn man sich die Filme einer Videothek genauer diesbezüglich ansieht. Leider gibt es hierzu keine wissenschaftlichen Daten.
Führt man nun die beiden oben genannten Methoden zusammen, erhält man „multiperspektivisches Storytelling“. Dies ist eine spannende Methode Lernthemen aus verschiedenen Perspektiven zu bearbeiten. Nehmen wir ein Beispiel aus dem Geschichtsunterricht: die Plünderung Roms um 410. Wir können aus Sicht des römischen Stadthalters die Ereignisse erzählen, als die Westgoten über die Stadt herfielen. Oder wir erzählen aus der Sicht Alarichs, dem Anführer der Westgoten, oder aus Sicht eines frommen Stadtbürgers, der sich unter Kirchenasyl stellte und schon bekommen wir einen vielschichtigen Blick auf die Ereignisse, der uns anleitet, über die Facetten dieses geschichtlichen Faktes nachzudenken und somit reflektierter zu verarbeiten. Also, wer war damals Protagonist, wer Antagonist, was hat wen zum Protagonisten, oder Antagonisten gemacht.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema multiperspektivisches Storytelling ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach einem messbaren Lernoutput in außerschulischen Settings.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel fundiert das Konzept durch eine tiefgehende Analyse von Multiperspektivität, Storytelling, Dramaturgie, Medieneinfluss sowie des nicht-formalen Lernens.
3 Zusammenfassung des Theorieteiles und Verknüpfung mit der Intervention: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse synthetisiert und mit dem praktischen Interventionsvorhaben der Pfadfinder verknüpft.
4 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign, das Setting der Pfadfinder-Gruppe sowie die verwendeten Erhebungsinstrumente (Fragebögen und Reflexionen).
5 Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Erhebungen werden präsentiert, um die Wirksamkeit der gewählten Methode zu prüfen.
6 Schlussfolgerung und Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, reflektiert die Ergebnisse kritisch und gibt Handlungsempfehlungen für die praktische Anwendung.
Multiperspektives Storytelling, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Cybermobbing, Dramaturgie, Nicht-formales Lernen, Pfadfinder, Serious Games, Wissensvermittlung, Interventionsforschung, Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Heldenreise, Mediennutzung.
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Methode „multiperspektivisches Storytelling“ im Bereich der Medienpädagogik und der außerschulischen Jugendarbeit.
Die zentralen Felder umfassen Dramaturgie, Storytelling-Methoden, Medienkompetenz, Cybermobbing und die didaktischen Unterschiede zwischen formalem und nicht-formalem Lernen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die medial unterstützte, multiperspektivische Storytelling-Methode einen messbaren, positiven Lernoutput bei Jugendlichen in einem nicht-formalen Setting erzielt.
Es wurde eine empirische Interventionsstudie bei einer Pfadfindergruppe durchgeführt, die mittels quantitativer Fragebögen und qualitativer Reflexionen evaluiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen fundierten Theorieteil zu den genannten Themenfeldern und eine empirische Untersuchung, in der die Jugendlichen ein Medienprojekt (Film) durchlaufen.
Besonders prägend sind die Begriffe Multiperspektivität, Medienkompetenz, Storytelling, Cybermobbing und nicht-formales Lernen.
Die Jugendlichen haben über mehrere Gruppenstunden hinweg eigene Medieninhalte erstellt, wie z.B. eine Fotostory, einen Podcast und einen abschließenden multiperspektivischen Film zum Thema Cybermobbing.
Die Arbeit zeigt, dass die Methode die Lernmotivation und das Verständnis für komplexe Themen verbessert, jedoch eine präzise zeitliche Planung für den Lerninhalt essenziell ist.
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