Magisterarbeit, 2003
155 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Die Frau im Islam
1.1. Die geistlich-spirituelle Stellung der islamischen Frau im Koran
1.2. Die rechtliche und soziale Stellung der islamischen Frau im Koran
1.2.1. Das Mädchen im Koran
1.2.2. Das Besitz- und Erbrecht
1.2.3. Die Ehe im Koran
1.2.4. Das Scheidungsrecht im Koran
1.3. Ist der Islam frauenfeindlich?
1.4. Einige Gedanken zum Schleier
2. Die Stellung der Frau in islamischen Gesellschaften am Beispiel Pakistan
2.1. Die Frau in der pakistanischen Gesellschaft
3. Fluchtursachen islamischer Frauen
3.1. Die Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer eigenen politischen Aktivitäten
3.2. Die Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Familienbindung zu einem Oppositionellen
3.3. Die Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Übertretung von frauenspezifischen Normen und Werten
3.4. Die Verfolgung von Frauen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe am Beispiel der islamischen Sekte Ahmadiyyat
4. Folter an Frauen
4.1. Was ist Folter?
4.2. Warum wird gefoltert?
4.3. Die Foltermethoden und ihre Folgen
4.3.1. Die körperlichen Foltermethoden
4.3.1.1. Das kontrollierte oder systematische Schlagen
4.3.1.2. Die sexuelle Folter
4.3.1.2.1. Die Massenvergewaltigungen in Kriegen
4.3.1.3. Die Elektroschockfolter
4.3.1.4. Erstickungsfolter
4.3.1.5. Die Verbrennungsfolter
4.3.1.6. Die Folterung durch Aufhängen
4.3.1.7. Die pharmakologische Folter
4.3.1.8. Die zahnmedizinische Folter
4.3.1.9. Die Folterung durch körperliche Verstümmelungen
4.3.1.9.1. Die Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen
4.3.2. Die psychische Folter
4.3.2.1. Die Folterung durch die Deprivationstechnik
4.3.2.2. Die Folterung durch psychologische Zwangstechniken
4.3.2.3. Die Folterung durch die gemeinsame Inhaftierung von Familienangehörigen und Freunden
4.3.2.4. Die Folterung durch Situationen der ‘unmöglichen Entscheidungen’
4.3.2.5. Die Folterung durch Drohungen
4.3.2.6. Die Folterung durch grausame Haftbedingungen
4.3.2.7. Exkurs: Die Situation schwangerer Frauen während der Inhaftierung
4.4. Die Folgen von Folter mit besonderen Blick auf frauenspezifische Folgewirkungen
5. Die Flucht
5.1. Die Vorfluchtsituation
5.2. Die Fluchtsituation
6. Die Rahmenbedingungen des Asylrechts der BRD unter besonderer Berücksichtigung frauenspezifischer Fluchtgründe
6.1. Die historische Entwicklung des Asylrechts in Deutschland
6.2. Die Grundzüge des Asylrechts der BRD nach den Neuerungen 1993
6.2.1. Das Grundrecht auf Asyl nach 1993
6.2.2. Der Abschiebungsschutz nach den Paragraphen 51 ff. des Ausländergesetzes
6.2.3. Das Asylverfahrensgesetz nach 1993
6.3. Die Voraussetzungen für Erteilung eines Bleiberechtes und die materiellen Entscheidungen des Bundesamtes
6.4. Das deutsche Asylverfahren und die Ereignisse nach der Ankunft der geflüchteten Menschen in Deutschland mit besonderem Blick auf Frauen
6.4.1. Die Anhörung
6.4.1.1. Die Faktoren die auf die Anhörung einwirken mit besonderem Blick auf Flüchtlingsfrauen
6.4.1.2. Die Beurteilung der Glaubwürdigkeit
6.4.1.3. Empfehlungen und Kriterien zur Befragung von AsylbewerberInnen
6.5. Die Anerkennungschancen frauenspezifischer Fluchtgründe in der deutschen Asylgesetzgebung
6.6. Ausblick: Einige relevante Regelungen des neuen Zuwanderungsgesetzes im Hinblick auf weibliche Asylsuchende
6.7. Konsequenzen der Anerkennungspraxis für geflüchtete Frauen
7. Die benachteiligenden Lebensbedingungen von Flüchtlingsfrauen in der BRD
7.1. Die psychosozialen Belastungen von geflüchteten Menschen
7.2. Die Beeinflussung der Lebenssituationen der Flüchtlingsfrauen durch ihren Herkunftskontext
7.3. Die Bedeutung und Beeinflussung des Familienstandes für Migrantinnen auf das Leben im Exil
7.3.1. Die Ehe im Exil
7.3.2. Ohne Partner im Exil
7.4. Die Wohnsituationen von AsylbewerberInnen und MigrantInnen
7.4.1. Die Lebensbedingungen der asylsuchenden Menschen in den Sammellagern mit besonderem Blick auf Flüchtlingsfrauen
7.4.1.1. Zum Begriff „Lager“
7.4.1.2. Die politische und gesellschaftliche Funktion der Sammellager
7.4.1.3. Die Wohnsituationen der geflüchteten Frauen in den Sammellagern
7.4.1.4. Die Versorgung der asylsuchenden Menschen in den Sammellagern
7.4.1.5. Das isolierte Leben von Asylbewerberinnen in den Sammellagern
7.4.1.6. Die psychosozialen Folgen der Internierung in Sammellagern
7.4.1.7. Einige Verbesserungsvorschläge für die Lebenssituation weiblicher Asylsuchender in den Sammellagern
7.4.2. Die Wohnsituationen von Migrantinnen im Exil
7.4.2.1. Der Aufbau von Kontakten in der Nachbarschaft
7.5. Die medizinische Versorgung von AsylbewerberInnen und MigrantInnen
7.5.1. Die Gesundheitsversorgung von Frauen während des Asylverfahrens
7.5.1.1. Die belastenden Lebensbedingungen in den Sammellagern als krankmachender Faktor
7.5.1.2. Die Zugangsprobleme von weiblichen Asylsuchenden zum medizinischen Versorgungssystem
7.5.2. Die Gesundheitsversorgung von Migrantinnen
7.5.2.1. Die Zugangsprobleme von anerkannten Asylbewerberinnen und Kontingentflüchtlingen zum medizinischen Versorgungssystem
7.5.2.2. Die Kommunikationsprobleme zwischen ÄrztInnen und ausländischen Patienten
7.6. Die Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten von geflüchteten Frauen im Exil Deutschland
7.6.1. Das Arbeitsverbot von AsylbewerberInnen
7.6.1.1. Die Auswirkungen des Arbeitsverbotes auf AsylbewerberInnen
7.6.2. Die Bildungsmöglichkeiten für Asylberechtigte und Kontingentflüchtlinge mit besonderen Blick auf Migrantinnen
7.6.3. Die Arbeitsmöglichkeiten von Migrantinnen
7.6.3.1. Die Bedeutung der Arbeitslosigkeit für Migrantinnen im Exil
7.7. Die Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit in Deutschland
7.7.1. Die Diskriminierung von ausländischen Frauen in Deutschland
Die Arbeit untersucht die spezifischen Fluchthintergründe islamischer Frauen sowie deren rechtliche und gesellschaftliche Benachteiligung im deutschen Exil. Ein zentrales Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese Frauen sowohl in ihren Herkunftsstaaten durch geschlechtsspezifische Gewalt verfolgt als auch im deutschen Asylverfahren sowie im Alltag durch restriktive Gesetze und gesellschaftliche Vorurteile diskriminiert werden, um ein tieferes Verständnis für ihre Lebenssituation zu schaffen.
Die körperlichen Foltermethoden
Bevor ich später auf die unterschiedlichen seelischen Foltermethoden eingehen werde, möchte ich im Folgenden zuerst die verschiedenen, existierenden Formen der körperlichen Folter näher beschreiben. Dabei gründen die spezifischen Folterbezeichnungen weitgehend auf Veröffentlichungen von Amnesty International.
Körperliche Foltermethoden fungieren immer in zweifacher Weise. Zum einen bringen sie das Opfers physisch bis über ihren „Rand“ der absoluten Erschöpfung und zum anderen wirken sie gleichzeitig psychisch. Die dabei entstehenden Schmerzen sollen das Opfer gefügig und widerstandslos machen. Doch das Ergebnis dieser Folterformen ist oftmals der Tod.
1. Die Frau im Islam: Dieses Kapitel erläutert die Stellung der Frau anhand von Koranauslegungen und betont, dass viele restriktive Praktiken kulturell statt religiös motiviert sind.
2. Die Stellung der Frau in islamischen Gesellschaften am Beispiel Pakistan: Hier wird am Beispiel Pakistans aufgezeigt, wie traditionelle und gesellschaftliche Faktoren in der Realität die Geschlechterrollen bestimmen.
3. Fluchtursachen islamischer Frauen: Dieses Kernkapitel beleuchtet die spezifischen Verfolgungsgründe, wie politische Aktivitäten, Familienbindungen oder Normübertretungen, die Frauen zur Flucht zwingen.
4. Folter an Frauen: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung physischer und psychischer Foltermethoden sowie deren weitreichende Auswirkungen auf die Betroffenen.
5. Die Flucht: Dieses Kapitel beschreibt die Gefahren und Strapazen der Flucht selbst, insbesondere die spezifischen Risiken für alleinreisende Frauen.
6. Die Rahmenbedingungen des Asylrechts der BRD unter besonderer Berücksichtigung frauenspezifischer Fluchtgründe: Eine kritische Untersuchung des deutschen Asylrechts, das geschlechtsspezifische Verfolgung kaum als solchen Grund anerkennt.
7. Die benachteiligenden Lebensbedingungen von Flüchtlingsfrauen in der BRD: Abschließend wird analysiert, wie Lebensumstände in Sammellagern, Diskriminierung und fehlende Perspektiven die Situation der Frauen im deutschen Exil verschärfen.
Islam, Pakistan, Fluchtursachen, Folter, sexuelle Gewalt, Asylverfahren, Menschenrechte, Sammellager, Diskriminierung, Patriarchat, Ausländerfeindlichkeit, Genitalverstümmelung, Identität, Integration, Frauengruppe
Die Arbeit beleuchtet die schwierige Lage islamischer Frauen, die aufgrund von Flucht und Verfolgung nach Deutschland kommen, und analysiert die dabei auftretenden rechtlichen und gesellschaftlichen Barrieren.
Die zentralen Felder umfassen die Rolle der Frau im Islam, die Ursachen für ihre Flucht, die spezifischen Folter- und Verfolgungsformen sowie die prekären Lebensbedingungen und die asylrechtliche Anerkennungspraxis in Deutschland.
Das Ziel ist es, die systematische Benachteiligung und Verfolgung dieser Frauen aufzuzeigen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ihre Fluchtgründe oft frauenspezifisch sind und ein entsprechendes Handeln erfordern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Untersuchung von Rechtstexten (Asylrecht) sowie der Einbindung von Berichten über die soziale Realität muslimischer Frauen und Flüchtlingsfrauen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Fluchtursachen (Verfolgung durch Staat oder Familie), eine detaillierte Darstellung von Foltermethoden und eine umfassende Untersuchung der administrativen Hürden im deutschen Asylverfahren und der Lebensbedingungen in Unterkünften.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „frauenspezifische Fluchtgründe“, „institutionelle Diskriminierung“, „patriarchalische Gewalt“ und „Asylverfahren“ charakterisiert.
Die Autorin argumentiert, dass der Islam selbst im Kern nicht frauenfeindlich ist, sondern dass viele restriktive und frauenunterdrückende Praktiken auf Traditionen, Bräuche und Machtinteressen männlicher Machthaber zurückzuführen sind.
Da das deutsche Asylrecht stark auf klassische, oft männlich konnotierte politische Verfolgung ausgerichtet ist, werden frauenspezifische Fluchtgründe wie häusliche Gewalt oder sexuelle Folter oft als „privat“ oder „unpolitisch“ abgetan und damit rechtlich als irrelevant eingestuft.
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