Bachelorarbeit, 2016
102 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodische Vorgehensweise
2 Kapitalmarkttheorien
2.1 Klassische Kapitalmarkttheorie
2.2 Effiziente Märkte
2.3 Kapitalmarktmodelle
2.4 Random-Walk Theorie
3 Theorie der Behavioral Finance
3.1 Theoretische Grundlagen
3.2 Prospect Theory
3.3 Heuristiken
3.4 Herdenverhalten
3.5 Aktuelle Diskussionen
4 Kapitalmarktanomalien
4.1 Definition
4.2 Kalenderanomalien
4.2.1 Januar-Effekt
4.2.2 Halloween-Effekt
4.2.3 Montags-Effekt
4.2.4 Monatswechsel-Effekt
4.2.5 Weitere Kalenderanomalien
4.3 Size-Effekt
4.4 Kennzahlenanomalien
5 Empirische Untersuchung
5.1 Daten und Methodik
5.2 Zeitliche Persistenz der Effekte
5.2.1 Januar-Effekt
5.2.2 Halloween-Effekt
5.2.3 Montags-Effekt
5.2.4 Monatswechsel-Effekt
5.3 Deskriptive Auswertung
5.3.1 Januar-Effekt
5.3.2 Halloween-Effekt
5.3.3 Montags-Effekt
5.3.4 Monatswechsel-Effekt
5.4 Risikoprofil der Indizes
5.5 Induktion einer Handelsstrategie
5.6 Revision der Modellannahmen
5.7 Bezug zur Behavioral Finance
5.8 Kritische Würdigung der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die empirische Persistenz ausgewählter Kapitalmarktanomalien am deutschen Aktienmarkt ab dem Jahr 2000. Ziel ist es, zu analysieren, ob sich diese Effekte in der neueren Börsengeschichte halten konnten, Unterschiede zwischen verschiedenen Unternehmensgrößen (DAX, MDAX, SDAX) bestehen und ob daraus erfolgreiche Handelsstrategien für Privatanleger ableitbar sind.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Sell in May and go away. But remember to come back in September.“
So lautet eine der bekanntesten Börsenweisheiten an den internationalen Finanzmärkten. Der Spruch wird häufig in den Medien zitiert und bedeutet, dass Anleger in den Wintermonaten höhere Renditen erzielen können und ihrer Anlage deshalb im Sommer eine Pause gönnen sollten. Viele Anleger fragen sich, ob diese Börsenweisheit tatsächlich etwas taugt und sich bei einer strikten Verfolgung der Strategie Überrenditen erzielen lassen. Wird der bekannte Professor für Behavioral Finance Prof. Weber zitiert, so ist der Spruch etwa zurückzuführen auf die Tatsache, dass Händler in den Sommermonaten weniger arbeiten wollen und betitelt die Weisheit deshalb lediglich als clevere Idee. Demnach hätten Anleger dann durch Leerverkäufe im Sommer ebenfalls Geld verdienen können.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Börsenweisheiten und Definition der Zielsetzung sowie der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Kapitalmarkttheorien: Darstellung der klassischen Theorie des homo oeconomicus, der Effizienzmarkthypothese und gängiger Kapitalmarktmodelle.
3 Theorie der Behavioral Finance: Erläuterung verhaltensorientierter Forschungsansätze wie der Prospect Theory, Heuristiken und psychologischer Einflussfaktoren am Markt.
4 Kapitalmarktanomalien: Systematische Beschreibung bekannter Kalender- und Kennzahlenanomalien sowie des Size-Effekts und deren theoretische Einordnung.
5 Empirische Untersuchung: Durchführung und Auswertung einer rollierenden Regressionsanalyse der gewählten Effekte auf Basis von DAX, MDAX und SDAX-Daten von 2000 bis 2015.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung hinsichtlich der Persistenz der Anomalien und Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Behavioral Finance.
Kapitalmarktanomalien, Behavioral Finance, Januar-Effekt, Halloween-Effekt, Montags-Effekt, Monatswechsel-Effekt, Size-Effekt, DAX, MDAX, SDAX, Aktienmarkt, Rendite, Volatilität, Effizienzmarkthypothese, Regressionsanalyse.
Die Arbeit untersucht, ob bekannte Kapitalmarktanomalien wie der Januar-Effekt oder der Halloween-Effekt am deutschen Aktienmarkt zwischen 2000 und 2015 noch existieren.
Sie verbindet die klassische Kapitalmarkttheorie mit verhaltensorientierten Ansätzen (Behavioral Finance) und führt eine eigene empirische Analyse an den Indizes DAX, MDAX und SDAX durch.
Das Ziel ist die Untersuchung der zeitlichen Persistenz von Kalendereffekten und die Beantwortung der Frage, ob diese für Privatanleger zur Renditeoptimierung nutzbar sind.
Der Autor verwendet eine rollierende lineare Regressionsanalyse auf Basis täglicher Schlusskurse und nutzt statistische Tests (t-Test, Durbin-Watson, Levene) zur Überprüfung der Ergebnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Beschreibung der Anomalien sowie die ausführliche empirische Untersuchung und deren kritische Würdigung.
Wichtige Begriffe sind Kapitalmarktanomalien, Behavioral Finance, Saisoneffekte, Size-Effekt und empirische Regressionsanalyse am deutschen Aktienmarkt.
Die Untersuchung zeigt, dass der SDAX historisch gesehen oft eine bessere Performance und unterschiedliche Signifikanzwerte bei den untersuchten Anomalien aufweist als der DAX.
Der Autor betont, dass Transaktionskosten die erzielbaren Renditen insbesondere bei kurzfristigen Strategien auf Tagesbasis stark schmälern oder vollständig aufzehren können.
Die Untersuchung der Halloween-Strategie zeigt keinen durchgehend signifikanten Trend für den deutschen Markt, wobei der SDAX in einzelnen Perioden als signifikanter hervortrat als die anderen Indizes.
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