Bachelorarbeit, 2016
79 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Kohärenzgefühl
2.1.1 Das Modell der Salutogenese
2.1.2 Die Differenzierung der Salutogenese zur Pathogenese
2.1.3 Begriffsbestimmung und Definition des Kohärenzgefühls
2.2 Stress
2.2.1 Begriffsbestimmung und Definition von Stress
2.2.2 Das Transaktionale Stressmodell nach Lazarus
2.3 Coping – der Umgang mit Stress
2.3.1 Begriffsbestimmung und Definition von Coping
2.3.2 Arten von Coping
2.3.3 Coping-Strategien
2.4 Theoretische Grundlagen der Moderatorvariable
2.4.1 Arten von Variablen
2.4.2 Mediation
2.4.3 Moderation
2.5 Bisherige Forschung
2.6 Forschungsfragen und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Durchführung der Datenerhebung
3.2 Stichprobe
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Fragebogen zur Lebensorientierung (SOC-29)
3.3.2 Das Stress- und Coping-Inventar (SCI)
3.4 Untersuchungsdesign
3.5 Datenanalyse
3.5.1 Testung der ersten Hypothese
3.5.2 Testung der zweiten Hypothese
3.5.3 Testung der dritten Hypothese
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistiken
4.2 Beantwortung der Forschungshypothesen
4.2.1 Ergebnisse der ersten Hypothese
4.2.2 Ergebnisse der zweiten Hypothese
4.2.3 Ergebnisse der dritten Hypothese
4.2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen der Studie
5.3 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Kohärenzgefühl (nach Antonovsky) und dem subjektiven Stressempfinden bei Studierenden, wobei Coping-Strategien als mögliche Moderatorvariablen analysiert werden, um zu klären, welche Faktoren das Stresserleben in dieser spezifischen Gruppe beeinflussen.
2.1.2 Die Differenzierung der Salutogenese zur Pathogenese
Mit seinem Modell stellt Antonovsky einige Grundannahmen der bisherigen Betrachtung von Krankheit und Gesundheit in Frage. Im Gegensatz zur Pathogenese, dem traditionellen Krankheitsmodell, beschäftigt sich die Salutogenese nicht mit der Entstehung von Krankheiten, sondern mit der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit (Jork & Peseschkian, 2006). Die Pathogenese gilt als Wissenschaft zur Erklärung von Krankheitsentstehung (Lorenz, 2005). Der persönliche Gesundheitszustand wird hierbei dichotom als krank oder gesund betrachtet, ein Zustand dazwischen existiert nicht. Das Ziel des bisher gültigen Krankheitsmodells besteht im Sieg über die Krankheit durch die Behandlung der Kranken. Dabei gilt es, Tod und einem andauernden Leidensdruck vorzubeugen, sowie bestenfalls den ursprünglichen Gesundheitszustand wiederherzustellen.
Dem gegenüber sieht der salutogenetische Ansatz vor, Menschen gesund zu erhalten und vor Krankheiten zu schützen (Antonovsky, 1997; Lorenz, 2005). Der wichtigste Unterschied zur Pathogenese entspringt Antonovskys Vorstellung, dass krank oder gesund sein keine dichotomen Merkmale sind. Denn seiner Meinung nach ist Gesundheit kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess, bei dem Menschen zu unterschiedlichen Lebenszeitpunkten mal mehr und mal weniger gesund sind und sich somit zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens auf einem Kontinuum bewegen (Antonovsky, 1979). Dieses Kontinuum nannte Antonovsky das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des universitätsbedingten Stresses ein und leitet das Konzept des Kohärenzgefühls als relevanten Untersuchungsgegenstand ab.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Salutogenese, das transaktionale Stressmodell, Coping-Strategien sowie die mathematisch-statistischen Grundlagen der Moderatorvariablen.
3 Methodik: Hier werden die Durchführung der Online-Umfrage, die Zusammensetzung der Stichprobe (N=443) und die verwendeten Messinstrumente (SOC-29, SCI) detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Statistiken sowie die Ergebnisse der Hypothesenprüfung mittels Korrelation und multipler Regression.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, die Grenzen der Studie aufgezeigt und ein Fazit sowie Ausblick für zukünftige Forschung gegeben.
Kohärenzgefühl, Salutogenese, Stress, Coping, Moderatoranalyse, Stressempfinden, Studierende, Stressbewältigung, Gesundheitsforschung, Psychologie, Fragebogen, Korrelation, Regression, Wohlbefinden, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht, wie das Kohärenzgefühl (die innere Einstellung) das Stressempfinden von Studierenden beeinflusst und inwiefern verschiedene Bewältigungsstrategien (Coping) diesen Zusammenhang moderieren.
Die Arbeit verknüpft das salutogenetische Modell nach Antonovsky mit dem transaktionalen Stressmodell von Lazarus und analysiert verschiedene adaptive sowie maladaptive Coping-Strategien.
Es wird untersucht, ob eine innere Grundeinstellung (Kohärenzgefühl) Studierende davor schützt, Stress als belastend zu empfinden, und welche Rolle spezifische Coping-Strategien dabei spielen.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, die mittels Online-Fragebögen Daten von 443 Studierenden erhob und diese durch Korrelations- und Regressionsanalysen statistisch auswertete.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung der Variablen, die methodische Vorgehensweise der Datenerhebung sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Diskussion der Hypothesentests.
Die zentralen Begriffe sind Kohärenzgefühl, Salutogenese, Stress, Coping-Strategien und Moderatoranalyse.
Die durchgeführten Analysen konnten keine signifikante Moderation durch Coping-Strategien nachweisen, weshalb die entsprechende Hypothese verworfen werden musste.
Die Ergebnisse zeigen, dass Coping durch soziale Unterstützung der stärkste Prädiktor für die Vorhersage des Stressempfindens ist, was die Bedeutung sozialer Kontakte unterstreicht.
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