Diplomarbeit, 2004
99 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Abgrenzung
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlagen
2.1 Unternehmen und Unternehmenskauf
2.2 Motive des Unternehmenskaufs
2.3 Erwerbstrukturen
2.3.1 Zivil- und steuerrechtliche Abgrenzung
2.3.2 Einzelwirtschaftsgüterkauf
2.3.3 Beteiligungskauf
2.4 Besteuerungsfragen
2.4.1 Besteuerung des Veräußerers
2.4.1.1 Vorbemerkungen
2.4.1.2 Anteilsverkauf durch natürliche Person
2.4.1.3 Anteilsverkauf durch Kapitalgesellschaft
2.4.1.4 Verkauf der Wirtschaftsgüter
2.4.2 Umsatzsteuerliche Fragen
2.4.3 Grunderwerbsteuerliche Fragen
2.5 Steuerliche Zielsetzungen
2.5.1 Ziele des Veräußerers
2.5.2 Ziele des Erwerbers
3 Steuerplanung und Bewertungskriterien
3.1 Planungsgrundlagen
3.1.1 Vorbemerkungen
3.1.2 Handlungs- und Planungszeitraum
3.1.3 Zielvorstellungen
3.1.4 Zielgrößen
3.1.4.1 Endvermögen
3.1.4.2 Kapitalwert
3.1.4.3 Steuerbarwert
3.1.5 Einflussgrößen
3.1.5.1 Kalkulationszinssatz
3.1.5.2 Steuersätze
3.2 Instrumente der Steuerplanung
3.2.1 Vorbemerkungen
3.2.2 Sachverhaltsgestaltende Aktionsparameter
3.2.3 Sachverhaltsdarstellende Aktionsparameter
4 Maßnahmen zur Senkung der Steuerbelastung
4.1 Gestaltung des Abschreibungspotentials
4.1.1 Abschreibungen beim Beteiligungskauf
4.1.2 Abschreibungsbeschleunigung
4.1.2.1 Kaufpreisaufteilung
4.1.2.2 Stufentheorie
4.1.2.3 Wirtschaftsgüterarten
4.1.2.4 Abschreibungsdauer
4.1.2.5 Abschreibungsmethoden
4.1.3 Weitreichende Konsequenzen
4.2 Reorganisationsmaßnahmen
4.2.1 Vorbemerkungen
4.2.2 Ursprüngliche Modelle
4.2.2.1 Kombinationsmodell
4.2.2.2 Mitunternehmermodelle
4.2.2.3 Umwandlungsmodell
4.2.3 Aktuell diskutierte Modelle
4.2.3.1 Down-Stream-Merger-Modell
4.2.3.2 Organschaftsmodell
4.2.3.3 KGaA-Modell
4.2.3.4 GmbH-Einziehungsmodell
4.3 Kollektive Steuerplanung
4.3.1 Vorbemerkungen
4.3.2 Grenzpreisermittlung
4.3.2.1 Ausgangsfall Beteiligungskauf
4.3.2.2 Präakquisitorische Umwandlung
4.3.2.3 Wirtschaftsgüterverkauf durch Zielgesellschaft
4.3.2.4 Erwerbergrenzpreis
4.3.3 Zwischenergebnis
5 Zusammenfassung und Würdigung
Die Arbeit untersucht steuerorientierte Gestaltungsmaßnahmen beim Kauf von Kapitalgesellschaften. Das primäre Ziel ist es, den steuerlich optimalen Strukturierungsprozess für Käufer und Verkäufer darzulegen, wobei insbesondere Methoden zur Schaffung von Abschreibungspotential und zur kollektiven Steuerplanung analysiert werden.
4.1.2.2 Stufentheorie
Die Stufentheorie ergibt sich aus der Rechtsprechung des BFH. Demnach ist der Kaufpreis nach einem Vier-Stufen-Schema auf die übernommenen Wirtschaftgüter zu verteilen. Dabei ist zu beachten, dass nachgelagerte Stufen nur bei Aufdeckung sämtlicher stiller Reserven der vorgelagerten Stufe in Betracht kommen und innerhalb der jeweiligen Stufe die Aufstockung gleichmäßig vorzunehmen ist.
1.) Auf der ersten Stufe werden die beim Verkäufer bereits bilanzierten Wirtschaftsgüter mit ihrem jeweiligen Teilwert aktiviert.
2.) Auf der zweiten Stufe werden die vom Verkäufer selbst geschaffenen, noch nicht bilanzierten immateriellen Wirtschaftsgüter, als entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter angesetzt.
3.) Auf der dritten Stufe wird ein dann noch verbleibender Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
4.) Auf der vierten Stufe ist ein verbleibender Mehrbetrag als Betriebsausgabe sofort abzugsfähig, soweit ein Firmenwert nachweislich nicht existiert.
1 Einleitung: Stellt die Relevanz von Mergers & Acquisitions dar und führt in die Problematik der Due Diligence sowie der steuerorientierten Planung ein.
2 Grundlagen: Definiert den Unternehmenskauf, erläutert Motive sowie die zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Verkäufer und Erwerber.
3 Steuerplanung und Bewertungskriterien: Erläutert investitionstheoretische Ansätze, Zielgrößen (wie Endvermögen und Kapitalwert) und Instrumente der aktiven Steuergestaltung.
4 Maßnahmen zur Senkung der Steuerbelastung: Detaillierte Analyse von Methoden zur Abschreibungsoptimierung, Reorganisationsmodellen und kollektiver Steuerplanung mittels Grenzpreisermittlung.
5 Zusammenfassung und Würdigung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und empfiehlt eine koordinierte Steuerplanung für beide Vertragsparteien.
Unternehmenskauf, Kapitalgesellschaft, Steuerplanung, Abschreibungspotential, Stufentheorie, Share Deal, Asset Deal, Grenzpreisermittlung, Steuerbarwert, Reorganisationsmaßnahmen, Organschaft, Umwandlungsmodell, Steuerbelastung, Investitionsentscheidung, Firmenwert
Die Arbeit befasst sich mit den steuerlichen Aspekten und Gestaltungsmöglichkeiten beim Kauf einer Kapitalgesellschaft, um die Steuerbelastung für Käufer und Verkäufer durch gezielte Maßnahmen zu optimieren.
Die Arbeit behandelt die Abgrenzung von Kaufstrukturen (Share vs. Asset Deal), die mathematische Steuerplanung sowie verschiedene Modelle zur Reorganisation, um Abschreibungspotentiale zu erschließen.
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie durch eine steuerorientierte Gestaltung und eine kollektive Planung ein optimales finanzielles Ergebnis für beide Vertragsparteien erzielt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer betriebswirtschaftlichen Analyse unter Einbeziehung finanzmathematischer Verfahren und der Anwendung einschlägiger steuerrechtlicher Regelungen (EStG, KStG, UmwStG).
Der Hauptteil analysiert detailliert die Gestaltung des Abschreibungspotentials, Reorganisationsmodelle wie Down-Stream-Merger und Organschaft sowie mathematische Verfahren zur Grenzpreisermittlung bei unterschiedlichen Kaufmodellen.
Die zentralen Begriffe sind Unternehmenskauf, Steuerplanung, Abschreibungsbeschleunigung, Stufentheorie, Asset Deal, Firmenwert und steuerlicher Barwertvorteil.
Die Stufentheorie bietet ein strukturiertes Vier-Stufen-Schema zur Kaufpreisaufteilung auf die übernommenen Wirtschaftsgüter, was essenziell ist, um legal Abschreibungspotentiale in der Steuerbilanz des Erwerbers zu aktivieren.
Eine präakquisitorische Umwandlung durch den Verkäufer kann den steuerlichen Spielraum erweitern und einen höheren Grenzpreis ermöglichen, sofern dadurch steuerliche Nachteile für den Verkäufer durch geschickte Preisgestaltung ausgeglichen werden.
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