Diplomarbeit, 2005
103 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Theorie der Direktinvestitionen, Einflussgrößen und Wirkungen
2.1 Definitorische Begriffsabgrenzung
2.2 Erscheinungsformen und Arten von Direktinvestitionen
2.3 Voraussetzungen und Motive von Direktinvestitionen
2.4 Ökonomische Partialtheorien
2.4.1 Entscheidungsbegründende Ansätze
2.4.2 Standorttheoretische Ansätze
2.5 Eklektischer Ansatz nach Dunning
2.6 Einflussgrößen und Wirkungen von Direktinvestitionen
2.6.1 Determinanten des Entscheidungsprozesses
2.6.1.1 Politische, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen
2.6.1.2 Infrastruktur, Privatisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen
2.6.1.3 Fiskalische Stabilität und steuerliche Rahmenbedingungen
2.6.1.4 Marktgröße und Marktwachstum
2.6.1.5 Arbeitskosten und Humankapital
2.6.1.6 Außenhandelspolitik und wirtschaftspolitische Anreize
2.6.2 Grundsätzliche Wirkungen auf das Zielland
2.6.3 Grundsätzliche Wirkungen auf die Geberländer
3 Wirtschaftsstruktur und ADI in Slowenien
3.1 Ausgangssituation und Wirtschaftstruktur
3.2 Direktinvestitionsströme in Slowenien
3.2.1 Sektorale Analyse
3.2.2 Regionale Analyse
4 Analyse der Einflussgrößen und ihrer Wirkungen in Slowenien
4.1 Politische, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen
4.2 Infrastruktur, Privatisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen
4.3 Fiskalische Stabilität und steuerliche Rahmenbedingungen
4.4 Marktgröße und Marktwachstum
4.5 Arbeitskosten und Humankapital
4.6 Außenhandelspolitik und wirtschaftspolitische Anreize
5 Resumee
5.1 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
5.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle ausländischer Direktinvestitionen (ADI) in der slowenischen Wirtschaft im Kontext der Transformation des Landes von einer sozialistischen Planwirtschaft hin zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Das Ziel ist es, die spezifischen Determinanten der Standortwahl sowie die strukturellen und regionalen Verteilungsmuster der Direktinvestitionen zu analysieren, um die Standortqualität Sloweniens zu bewerten.
2.1 Definitorische Begriffsabgrenzung
Der Begriff der Direktinvestition ist zunächst von anderen Formen der Auslandsaktivitäten abzugrenzen. Wirtschaftsunternehmen, die international operieren möchten, stehen zwangsläufig vor der Frage, welche Form der internationalen Aktivität bzw. welche Art von Internationalisierungsstrategie gewählt werden soll.
Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, bieten sich dabei folgende Alternativen an: Exportbasiert, vertragsbasiert oder ausländische Direktinvestitionen wie die Neuerrichtung einer Produktionsstätte (Greenfield-Investition), länderübergreifender Unternehmenserwerb oder Zusammenschluss sowie Joint Ventures.
Die risikoärmste und unverbindlichste Form der internationalen Aktivität ist der Export, also der länderübergreifende Transfer von Waren, Dienst- und Faktorleistungen, der an die Abnehmer in direkter Weise oder indirekt über Zwischenunternehmen vollzogen wird. Da der Kapitalaufwand bei dieser Form der Auslandsaktivität in der Regel eher gering ist und Geschäftsbeziehungen schnell wieder beendet werden können, ist als wesentlicher Vorteil das überschaubare Risiko anzusehen. Die Nachteile liegen, neben den hohen Transportkosten, vor allem in der geographischen Kundenferne und den oftmals existierenden, protektionistischen Handelshemmnissen vieler Länder.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftshistorischen Hintergründe Sloweniens nach 1991 und die euphorischen wie auch herausfordernden Ausgangsbedingungen der Transformation.
2 Theorie der Direktinvestitionen, Einflussgrößen und Wirkungen: Hier werden die theoretischen Grundlagen des OLI-Paradigmas und der Standorttheorie erarbeitet sowie die zentralen Einflussfaktoren wie politische Stabilität und steuerliche Rahmenbedingungen definiert.
3 Wirtschaftsstruktur und ADI in Slowenien: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse der slowenischen Wirtschaftsstruktur, der Investitionsströme und der sektoralen sowie regionalen Verteilung.
4 Analyse der Einflussgrößen und ihrer Wirkungen in Slowenien: Diese Sektion untersucht konkret, wie sich die im theoretischen Teil identifizierten Faktoren auf den realen Zufluss von ausländischem Kapital in Slowenien auswirken.
5 Resumee: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Standortentwicklung unter neuen politischen Rahmenbedingungen.
Ausländische Direktinvestitionen, Slowenien, Transformation, Standortwahl, OLI-Paradigma, Privatisierung, Marktwachstum, Standortqualität, Arbeitskosten, Humankapital, Außenhandelspolitik, Investitionsanreize, Wettbewerbsfähigkeit, Osteuropa, Markteintritt.
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die ausländische Direktinvestitionen in Slowenien beeinflussen, und untersucht, warum das Land trotz hoher Standortqualität im Vergleich zu anderen MOE-Staaten unterschiedliche Zuflussmuster aufweist.
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle für Direktinvestitionen, die politische und wirtschaftliche Transformation Sloweniens, sowie die detaillierte Analyse der Standortbedingungen, insbesondere in Bezug auf Infrastruktur, Steuerwesen und Arbeitsmarkt.
Ziel ist die Bestimmung der wesentlichen Determinanten für die Standortwahl ausländischer Investoren in Slowenien und die Evaluation der bisherigen Investitionsströme in Sektoren und Regionen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine deduktive Analyse ökonomischer Theorien, kombiniert mit einer empirischen Auswertung von statistischen Daten zu Investitionsflüssen, Länder-Ratings und makroökonomischen Indikatoren der Jahre 1990 bis 2004.
Der Hauptteil analysiert die konkreten Rahmenbedingungen in Slowenien, wie etwa die Privatisierungspolitik, das Steuersystem, die Arbeitskosten und die Rolle Sloweniens als Brückenkopf für den Balkan.
Schlüsselbegriffe sind ADI, Transformation, Slowenien, Standortpolitik, Privatisierung, OLI-Paradigma und Standortqualität.
Dies lag vor allem an einer ausgeprägten globalisierungskritischen Haltung und der Befürchtung eines "Ausverkaufs" der slowenischen Wirtschaft, was zu einer restriktiven Privatisierungspraxis in der ersten Phase führte.
Slowenien fungiert aufgrund seiner historischen Beziehungen und Sprachkenntnisse als strategischer "Brückenkopf" für den Markteintritt in die Märkte des ehemaligen Jugoslawiens auf dem Balkan.
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