Bachelorarbeit, 2005
88 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
2. Pressekonzentration
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Erscheinungsformen der Pressekonzentration
2.3. Ökonomische Folgen der Pressekonzentration
2.4. Leser- und Anzeigenmarkt
3. Unternehmenskooperationen
3.1. Strategische Allianzen
3.2. Kooperationen
3.3. Beteiligungen
3.4. Übernahmen und Fusionen
3.5. Joint Ventures
4. Europäische Vorschriften
4.1. Europäisches Kartellrecht
4.1.1 Ziele des europäischen Kartellrechts
4.1.2. Unternehmen der Privatwirtschaft
4.2. Art. 81 EG – Kartellverbot
4.3. Art. 82 EG – Missbrauchsverbot
4.4. Fusionskontrolle
5. Publizistischer Wettbewerb und Konzentration
5.1. Entwicklung der Sicherung des Medienpluralismus in der Europäischen Gemeinschaft
5.1.1. Entschließung des Europäischen Parlaments von 1990
5.1.2. Entschließung des Europäischen Parlaments von 1992
5.1.3. Entschließung des Europäischen Parlaments von 1994
5.1.4 Entschließung des Europäischen Parlaments von 1995
5.2. Der Europarat
5.2.1. Medien in einer demokratischen Gesellschaft und die Konzentration der Medien
5.2.2 Der Vorläufige Abschluss 1994: „Erklärung zu Medien in einer demokratischen Gesellschaft“ und Prinzipien zu „Journalistic Freedoms and Human Rights“
6. Deutschland
6.1. Die deutsche Presselandschaft
6.2. Die Verlage
6.2.1. Axel Springer AG
6.2.2. Verlagsgruppe WAZ
6.2.3. Verlagsgruppe Stuttgarter Zeitung/Die Rheinpfalz/Südwest Presse, Ulm
6.2.4. Verlagsgruppe DuMont Schauberg
6.2.5. Ippen Gruppe
6.2.6. Holtzbrinck GmbH
6.2.7. Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung
6.2.8. Bertelsmann
6.2.9. Gruner + Jahr
6.2.10. Verlagsgruppe Madsack
6.2.11. Süddeutscher Verlag
6.2.12. Verlagsgruppe Bauer
6.2.13. Burda – Verlag
6.3. Pressekonzentration in Deutschland
6.3.1. Konzentration am Zeitungsmarkt
6.3.2. Konzentration am Zeitschriften Markt
6.4. Medienmoguln in Deutschland
6.4.1. Reinhard Mohn
6.4.2. Liz Mohn
6.4.3. Friede Springer
6.4.4. Heinz Bauer
6.5. Kartellbestimmungen für Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in Deutschland
6.5.1. Gesetz zur Pressefusionskontrolle
6.5.2. Derzeitige Entwicklungen auf dem deutschen Pressemarkt
6.5.3. Das Gesetzgebungsverfahren im Jahre 2004
7. Italien
7.1. Die italienische Presselandschaft
7.2. Italienische Verlage und Medienunternehmen
7.2.1. Gruppo Editoriale Espresso
7.2.2. Fininvest
7.2.3. Arnoldo Mondadori
7.2.4. RCS Rizzoli Periodici
7.3. Pressekonzentration in Italien
7.4. Medienmoguln in Italien
7.4.1. Silvio Berlusconi
7.4.2. Carlo de Benedettis
7.4.3. Giovanni Agnelli
7.5. Gesetzliche Pressebestimmungen in Italien
7.5.1. Konzentrationsregeln
7.5.2. Erstes italienisches Wettbewerbssicherungsgesetz
7.5.3. Derzeitige Entwicklungen am italienischen Medien- und Pressemarkt
8. Schlussfolgerungen – Beantwortung der Hypothesen
9. Personenverzeichnis
10. Literaturverzeichnis
Die Arbeit analysiert die Situation und die Strukturen der Pressekonzentration in Deutschland und Italien sowie die Verflechtungen hinter den großen Medienunternehmen. Ziel ist es, die kartellrechtlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen von EU-Regulierungen sowie nationalen Gesetzen auf den Medienmarkt im Kontext des wachsenden Einflusses von Medienmoguln zu untersuchen.
1. Einleitung
Das Thema unserer Bakkalaureatsarbeit befasst sich mit den großen Medienunternehmen Deutschlands und Italiens, und den Personen(gruppen) die hinter den Presse- und Medienunternehmen stehen. Wir wollten mit unserer Arbeit einen Überblick über die Situation der Pressekonzentration in Deutschland und Italien geben. Die Strukturen der Verflechtungen sollen aufgedeckt werden. Außerdem versuchen wir herauszufinden welchen Kartellbestimmungen die Unternehmen in Europa unterliegen, und auch welche Pressegesetze von der Europäischen Union erlassen wurden. Darüber hinaus beschäftigten wir uns aber nicht nur mit den Bestimmungen der EU, sondern auch mit den einzelnen Pressegesetzen von Deutschland und Italien.
Wir haben uns diese beiden Länder zur Aufgabe gemacht, da Deutschland eines der größten Länder Europas ist, und somit das Pressewesen in Europa maßgeblich mit beeinflusst. Das Hauptaugenmerk im Bezug auf Italien lag für uns bei dem Medienmogul Silvio Berlusconi, da er sehr viel Macht in Italien ausübt, nicht nur im Bereich der Politik und beim Fernsehen, sondern auch im Pressebereich. Für uns war es auch deshalb sehr interessant das Pressewesen dieser beiden Länder zu untersuchen da sie beide Nachbarländer Österreichs sind.
Um konkrete Forschungsziele zu erreichen haben wir vier Hypothesen aufgestellt, die wie folgt lauten:
1) Die Pressekonzentration in Europa nimmt ständig zu. Darum ist es beinahe unmöglich für neue Unternehmen auf diesem Markt Fuß zu fassen.
2) Die italienische Medienlandschaft wird ausschließlich von Silvio Berlusconi und seinen Unternehmen dirigiert.
3) In Deutschland herrscht im Vergleich zu Italien eine relativ niedrige Pressekonzentration vor.
4) Das europäische Kartellrecht kann die Pressekonzentration in Deutschland und Italien weder stoppen noch verringern. Es gibt kaum Maßnahmen gegen Fusionen.
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Forschungsthema zur Pressekonzentration in Deutschland und Italien sowie die Zielsetzung und die vier zentralen Hypothesen der Arbeit.
2. Pressekonzentration: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Pressekonzentration, beleuchtet ihre Erscheinungsformen (publizistisch, verlegerisch, auflagenbezogen) und analysiert ökonomische Folgen sowie den Einfluss auf den Leser- und Anzeigenmarkt.
3. Unternehmenskooperationen: Hier werden wirtschaftliche Beweggründe für Kooperationen, Allianzen, Beteiligungen und Fusionen erörtert, um die Dynamik hinter der Marktbeherrschung zu verstehen.
4. Europäische Vorschriften: Das Kapitel bietet einen Überblick über das europäische Kartellrecht, die Bedeutung des Art. 81 und 82 EG sowie die Mechanismen der Fusionskontrolle zur Sicherung des Wettbewerbs.
5. Publizistischer Wettbewerb und Konzentration: Dieser Abschnitt thematisiert die Rolle der Europäischen Gemeinschaft und des Europarats bei der Sicherung des Medienpluralismus durch verschiedene Entschließungen und Deklarationen.
6. Deutschland: Ein ausführlicher Analyseteil zur deutschen Presselandschaft, der die größten Verlagsgruppen (u.a. Springer, WAZ, Bertelsmann, Burda) und deren Kartellbestimmungen sowie die Rolle prominenter Medienmoguln detailliert darstellt.
7. Italien: Analysiert den italienischen Pressemarkt, die dominante Rolle von Akteuren wie Silvio Berlusconi und Carlo de Benedettis sowie die spezifischen gesetzlichen Pressebestimmungen in Italien.
8. Schlussfolgerungen – Beantwortung der Hypothesen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die aufgestellten Hypothesen im Lichte der zuvor durchgeführten Recherchen.
Pressekonzentration, Medienkonzentration, Medienunternehmen, Kartellrecht, Fusionskontrolle, Medienpluralismus, Medienmogul, Silvio Berlusconi, Deutschland, Italien, Printmedien, Verlagsgruppen, Wettbewerb, Medienpolitik, Europäische Union.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von großen Medienunternehmen und einflussreichen Medienmoguln auf den europäischen Pressemarkt mit einem spezifischen Fokus auf Deutschland und Italien.
Zu den Hauptthemen gehören die Pressekonzentration, Unternehmenskooperationen, das europäische Kartellrecht, die Sicherung des Medienpluralismus sowie die spezifische Marktsituation in Deutschland und Italien.
Ziel ist es, einen Überblick über die Situation der Pressekonzentration zu geben, Verflechtungsstrukturen aufzudecken und zu untersuchen, wie effektiv Kartellbestimmungen und EU-Recht gegen Monopolbildungen wirken.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche, die aufgrund der schwierigen Verfügbarkeit deutschsprachiger Quellen zu Italien teilweise auch ältere Literatur einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Konzentration, die regulatorischen Rahmenbedingungen durch EU und Europarat sowie eine detaillierte länderweise Analyse der Verlagslandschaften und Akteure.
Schlüsselwörter sind Pressekonzentration, Medienpluralismus, Kartellrecht, Fusionskontrolle sowie der Einfluss von Medienmoguln auf den politischen und gesellschaftlichen Diskurs.
Berlusconi wird als zentraler Medienmogul in Italien betrachtet, dessen Macht über den Fernsehsektor hinaus auch den Pressebereich und die politische Ebene durch seine Ämter als Ministerpräsident maßgeblich beeinflusst.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das europäische Kartellrecht sowie nationale Regelungen die Konzentration in Deutschland und Italien bisher kaum effektiv stoppen oder verringern konnten.
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