Magisterarbeit, 2005
144 Seiten, Note: noch nicht
1. Einführung
2. Schönheitsideale im Wandel der Zeit
2.1. Ein kulturgeschichtlicher Überblick
2.2. Models - das „fleischgewordene“ Schönheitsideal
3. Das Phänomen - Schönheit
3.1. Definitionsansätze von Schönheit
3.2. Vom Nutzen und Unnutzen der Schönheit
3.3. Schönheitswahn als Massenphänomen
3.4. Mode
3.5. Die Normen des Geschmacks - Theorie der feinen Leute
3.6. Berufssoziologische Ansätze (Schönheit als Beruf)
3.7. Theorie der Warenästhetik (Schönheit als Ware)
4. Berufsschönheit: Model - ein geschichtlicher Überblick
4.1. Die ersten Vorführdamen
4.2. Modelagenturen
4.3. Das Modeln als professionelle Beschäftigung
4.4. Die Supermodels
4.5. Die aktuellen Trends in der Modelszene
5. Berufliche Sozialisation für und durch den Modelberuf
5.1. Das Aussehen - die physischen Voraussetzungen für den Modelberuf
5.2. Die Charaktereigenschaften und die psychischen Voraussetzungen
5.3. Startmöglichkeiten: Modelwettbewerbe, Scouts, Agenturen
5.4. Die ersten Schritte im Modelberuf
5.4.1. Phase I: Tests, Präsentationsmappe, Sedkarte
5.4.2. Phase II: Go-Sees, Castings
5.4.3. Phase III, IV,V: die ersten Buchungen, Auslandserfahrungen, Modellierung der Karriere
5.5. Die Einsatzmöglichkeiten
5.5.1. Editorial und Covershooting
5.5.2. Arbeit auf dem Laufsteg (Live-Modelling)
5.5.3. Katalogaufnahmen
5.5.4. Werbeaufnahmen
5.6. Berufskapital - Schönheit und ihr Warenwert
6. Die dunklen Seiten des Modelberufes
6.1. Konkurrenzkampf
6.2. Drogen und Alkohol
6.3. Sexuelle Belästigung und Missbrauch
6.4. Essstörungen
7. Massenmedien als Vermittler der Ware „Schönheit“
7.1. Modezeitschriften und der Modefotografie
7.2. Werbung
7.3. Schönheitsverwirklichung im Fernsehen
8. Die „wa(h)re“ Schönheit der Models
9. Die Machbarkeit und Käuflichkeit der Schönheit
9.1. Das Bombengeschäft mit der Schönheit
9.2. Diäten und Light-Produkte
9.3. Sport/Fitness/Bodybuilding
9.4. Kosmetik
9.5. Schönheitschirurgie
10. Fazit, Ausblicke
Die vorliegende Arbeit liefert eine fundierte Gegenwartsanalyse zur wachsenden Bedeutung von Schönheit in der heutigen Gesellschaft, illustriert am Beispiel des Modelberufs. Dabei wird untersucht, ob sich "Modeln" als eigenständiger Beruf definieren lässt und wie Schönheit als Konsumgut und Wirtschaftsfaktor mediale sowie gesellschaftliche Prozesse beeinflusst.
Die Machbarkeit und Käuflichkeit der Schönheit
Die Aufgabe dieses Kapitels ist es, anhand der Analyse der wichtigsten Schönheitsindustriezweigen (Kosmetik-, Diät-, Fitnessindustrie sowie Schönheitschirurgie) darzulegen, dass der Schönheitswahn tatsächlich zum Massenphänomen wurde. Auch die diesem Phänomen zugrundeliegenden Ursachen und Motive sollen untersucht werden.
Bei der Allensbach-Umfrage für den Deutschen Studienpreis, die im September und Oktober 2000 stattfand, meinten 42 Prozent der Befragten in der Altersgruppe 16 bis 29 Jahre und 35 Prozent der 30- bis 44-Jährigen, dass man an eigenem Körper arbeiten muss, um gut auszusehen und fit zu bleiben, um leistungsfähig beim Wettbewerb zu sein, um beruflichen Erfolg oder einen Partner zu haben. (Piel, 2001, S. 177)
Das Propagieren der Schönheit als ein machbares und käufliches Objekt, führt zu ihrer Verallgemeinerung, wodurch ihre Außergewöhnlichkeit verloren geht, um von der allgemeinen Zugänglichkeit ersetzt zu werden. Das jeweilige Schönheitsmittel, die Technik oder eine Diät, begleitet von dem persönlichen Einsatz, sind die weit verbreiteten Werkzeuge für den Akt der Schönheitsschöpfung.
1. Einführung: Hinführung zum Thema Schönheit als Konsumobjekt und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit, den Modelberuf soziologisch zu untersuchen.
2. Schönheitsideale im Wandel der Zeit: Betrachtung der historischen Variabilität von Schönheitsbegriffen und der Entstehung des "schlanken" Körperideals.
3. Das Phänomen - Schönheit: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Schönheit, ihrer Ambivalenz und ihrer Rolle als Massenphänomen.
4. Berufsschönheit: Model - ein geschichtlicher Überblick: Historische Entwicklung vom Mannequin zum professionellen Supermodel und Entstehung der Agenturstruktur.
5. Berufliche Sozialisation für und durch den Modelberuf: Analyse der Einstiegsbedingungen, Anforderungen und des Lernprozesses im Modelalltag.
6. Die dunklen Seiten des Modelberufes: Untersuchung der negativen Begleiterscheinungen wie Konkurrenzdruck, Drogenmissbrauch und psychische Belastungen.
7. Massenmedien als Vermittler der Ware „Schönheit“: Erläuterung der Rolle von Magazinen und Fernsehen bei der Festigung gesellschaftlicher Schönheitsnormen.
8. Die „wa(h)re“ Schönheit der Models: Reflexion über die Künstlichkeit des Models als Produkt und die notwendige Inszenierung.
9. Die Machbarkeit und Käuflichkeit der Schönheit: Vertiefung der verschiedenen Wirtschaftssektoren, die vom Schönheitswahn profitieren.
10. Fazit, Ausblicke: Synthese der Forschungsergebnisse und abschließende soziologische Einordnung des Modelns.
Schönheit, Schönheitsideal, Modelberuf, Modelagenturen, Warenästhetik, Konsumgesellschaft, Schönheitsindustrie, Soziologie, Körpersozialisation, Massenmedien, Schönheitswahn, Essstörungen, Körperkult, Lifestyle, Selbstinszenierung.
Die Arbeit untersucht Schönheit als modernes Konsumgut und analysiert den Modelberuf als zentralen Akteur innerhalb der heutigen Schönheitsindustrie.
Themen sind die Kulturgeschichte der Schönheit, der ökonomische Warencharakter des Körpers, die berufssoziologische Betrachtung von Models sowie die Auswirkungen der Medien.
Das Ziel ist eine Gegenwartsanalyse, die klären soll, ob das Modeln soziologisch als eigenständiger Beruf oder eher als temporärer "Job" einzustufen ist.
Es erfolgt eine Literaturanalyse soziologischer Ansätze, wie etwa der Theorie der Warenästhetik, ergänzt durch die Auswertung von Interviews, Berichten und Umfragedaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schönheitsidealen, die Geschichte des Modelberufs, die berufliche Sozialisation von Models und die kritische Analyse der Schönheitsbranche.
Die zentralen Begriffe umfassen Schönheitswahn, Warenästhetik, Körperkapital, Konsumkultur, Supermodels und soziale Sozialisation.
Die Arbeit argumentiert, dass Schönheit als Statussymbol fungiert, das Anerkennung, berufliche Vorteile und soziale Privilegien in einer Gesellschaft sichert, die den Körper zur Handelsware macht.
Sie werden als notwendige Konsequenz der gesellschaftlichen "Machbarkeitsillusion" gesehen, da der Körper nicht als Schicksal, sondern als formbares Objekt verstanden wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

