Diplomarbeit, 2004
87 Seiten, Note: 1,8
1 Hinführung zum Thema
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Überblick
2 Balanced Scorecard
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Was ist ein BSC?
2.3 Die vier klassischen Perspektiven
2.3.1 Finanzperspektive
2.3.2 Kundenperspektive
2.3.3 Interne Prozessperspektive
2.3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
2.3.5 Weitere Perspektiven
2.4 Genügt eine BSC in einem Unternehmen?
3 Entwicklungs- und Einführungsprozess
3.1 Aus der Vision wird eine Strategie
3.2 Warum gerade die BSC als Managementsystem?
3.2.1 Schwächen traditioneller Managementsysteme
3.2.2 Hindernisse bei der Strategieumsetzung
3.3 Strategische Ziele konkretisieren die Strategie
3.4 Definition der BSC-Architektur
3.4.1 Ursache-Wirkungs-Ketten
3.4.2 Mit welchen Kennzahlen soll gemessen werden?
3.4.3 Vorgaben zu den Kennzahlen
3.4.4 Maßnahmen zur Verbesserung
3.5 Integration
4 Praxisbeispiele
4.1 Die VobaBsc der Volksbank Bonn Rhein-Sieg
4.2 Erfahrungen der Volksbank Göppingen
4.3 BSC-Entwicklung in der Volksbank Kreis Bergstraße
5 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Balanced Scorecard (BSC) als strategisches Steuerungsinstrument für Genossenschaftsbanken, um dem steigenden Wettbewerbsdruck und der zunehmenden Komplexität im Finanzdienstleistungssektor zu begegnen.
Ursache-Wirkungs-Ketten
Der Aufbau von Ursache-Wirkungs-Ketten zwischen den einzelnen strategischen Zielen bildet einen ganz entscheidenden Baustein im Verlauf des BSC-Prozesses, denn der Erfolg einer Strategie hängt vom Zusammenwirken mehrerer Faktoren ab. Dabei stehen erstens die Ziele innerhalb der Perspektiven in Beziehung zueinander, zweitens bilden die Perspektiven selbst eine Kausalkette. Im klassischen Fall beginnt die Kette bei der Lern- und Entwicklungsperspektive, diese bedingt die interne Prozessperspektive, die wiederum über die Kundenperspektive zur Finanzperspektive gelangt. Diese Kausalketten spiegeln die Wechselwirkungen zwischen den Zielen wider. Man stellt sich hier die Frage, welches strategische Ziel ist der Leistungstreiber für welches andere Ziel. Sie zeigen darüber hinaus die gegenseitigen Abhängigkeiten und Wirkungen zwischen Spätindikatoren und Frühindikatoren auf.
Erst durch die Identifizierung einer Ursache-Wirkungs-Kette ist es möglich, die strategischen Ziele zu steuern und deren Relevanz zu überprüfen. An dieser Stelle stellen sich vielleicht weitere Ziele als unbrauchbar heraus, die man vorher als wichtig eingestuft hat. Ziele ohne Beziehung zu anderen Zielen, sei es als Ursache oder als Wirkung, sind für die Strategieumsetzung nicht von Bedeutung. Weiterhin funktioniert das System der BSC so als Frühwarnsystem. Negativen Veränderungen in der Entwicklung der Frühindikatoren kann rechtzeitig entgegengewirkt werden. Diese würden sich sonst mit zeitlicher Verzögerung auf die Spätindikatoren auswirken, führen also letztendlich zu einer negativen Entwicklung der finanziellen Ziele.
Hinführung zum Thema: Erläutert die verschärfte Wettbewerbssituation von Genossenschaftsbanken und definiert das Ziel der Arbeit, die BSC als Lösungsweg zu evaluieren.
Balanced Scorecard: Stellt das Grundkonzept, die vier klassischen Perspektiven und die Bedeutung der BSC als Navigationsinstrument vor.
Entwicklungs- und Einführungsprozess: Beschreibt detailliert die Schritte von der Visionsfindung über die Zielformulierung und Kennzahlenwahl bis hin zur operativen Maßnahmenplanung.
Praxisbeispiele: Dokumentiert die konkrete Implementierung der BSC in drei ausgewählten Volksbanken und deren praktische Erfahrungen.
Schlussbemerkung: Resümiert die Eignung der BSC für Genossenschaftsbanken und gibt einen Ausblick auf ihre zukünftige Bedeutung.
Balanced Scorecard, Genossenschaftsbank, Strategische Steuerung, Finanzdienstleistungen, Kennzahlen, Ursache-Wirkungs-Kette, Kundenorientierung, Performance Measurement, Strategieumsetzung, Frühindikatoren, Spätindikatoren, Bankmanagement, Förderauftrag, Unternehmensvision, Prozessoptimierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Balanced Scorecard (BSC) als Steuerungssystem, um genossenschaftliche Banken bei der Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie in einem komplexer werdenden Marktumfeld zu unterstützen.
Zentral sind die strategische Ausrichtung, die Ableitung von Zielgrößen, der Aufbau von Kausalketten zwischen verschiedenen Bankprozessen sowie die Mitarbeiterorientierung und Kommunikation im Change-Management.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Vorstände und Führungskräfte von Genossenschaftsbanken das BSC-Konzept nutzen können, um Strategien effizienter in konkrete operative Maßnahmen zu übersetzen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung des BSC-Konzepts, ergänzt durch eine qualitative Auswertung von Fallbeispielen aus der genossenschaftlichen Bankenpraxis.
Der Hauptteil behandelt den gesamten Prozess der BSC-Einführung: von der Definition der Unternehmensvision über die Identifikation von Ursache-Wirkungs-Beziehungen bis hin zur Dokumentation und dem Reporting durch Software-Tools.
Zu den prägenden Begriffen gehören "Balanced Scorecard", "Förderauftrag", "Ursache-Wirkungs-Ketten", "Strategische Steuerung" und "Leistungstreiber".
Klassische Systeme sind oft vergangenheitsorientiert und rein monetär. Die BSC integriert zusätzlich weiche Faktoren wie Kundenzufriedenheit, interne Prozessqualität und Mitarbeiterentwicklung als Frühindikatoren für den künftigen Unternehmenserfolg.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die BSC auch für kleinere Institute geeignet ist, da die Einführung modular erfolgen kann und das System als Ganzes flexibel an die jeweilige regionale Marktstruktur angepasst werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

