Diplomarbeit, 2004
57 Seiten, Note: 1,3
1. Motivation und Ziele
2. Theorie zum Licht
2.1. Polarisation
2.2. Reflexion und Transmission
2.3. Spiegel
2.4. Fokussierung
2.5. Doppelbrechung
2.6. λ/4- und λ/2-Platten
2.7. Polarisatoren
2.8. Nichtlineare optische Effekte
2.9. Optisch induzierter magnetooptischer Kerr-Effekt
3. Theorie zum Laser
3.1. Grundprinzip
3.2. Gepulste Laser
3.2.1. Qualtitäsgeschaltet
3.2.2. Modengekoppelter Betrieb
3.3. Autokorrelation
4. MOKE - magnetooptischer Kerr-Effekt
4.1. Geometrien für MOKE-Messungen
4.2. Detektion des Kerr-Signals
5. Theorie zum EuS
6. Vorhandener Aufbau und nötige Modifikationen
7. Die Delaystrecke
7.1. Aufbau
7.2. Computergestützte Steuerung
8. Messungen
8.1. Leistungsspektrum
8.2. Signalstabilität des Pumplaser←→Ti:Sa Systems
8.3. Spurtreue der Delaystrecke
8.4. SHG und induzierte Transmissionsänderung am BBO-Kristall
8.5. Einfarbige GaAs-Pump-Probe Messungen
8.6. Hysteresekurve von EuS
9. Zusammenfassung und Ausblick
10. Danksagung
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung einer computergesteuerten Delaystrecke zur Durchführung zeitaufgelöster, magnetooptischer Pump-Probe-Messungen an magnetischen Halbleitern unter Kryostatbedingungen.
1. MOTIVATION UND ZIELE
Ein vorhandener Versuchsaufbau zur Erzeugung von fs-Laserpulsen1 wurde mit einer computergesteuerten Delaystrecke und einer Anordnung für magnetooptische Kerr-Messung in longitudinaler Geometrie ausgerüstet, um zeitaufgelöste Pump Probe Versuche an magnetischen Halbleitern innerhalb eines Kryostaten durchführen zu können.
Der Aufbau bietet die Möglichkeit, etwa 130fs kurze Pulse mit der fundamentalen, durchstimmbaren Wellenlänge eines modengekoppelten Titan-Saphir Lasers entweder mit sich selbst oder aber mit frequenzverdoppelten bzw -verdreifachten Pulsen räumlich auf der Probe mit einer einstellbaren zeitlichen Verzögerung zu überlagern, um magnetooptische Messungen zeitaufgelöst durchführen zu können.
Hauptbestandteil der Diplomarbeit war es, die für die Pump-Probe Messungen nötige Delaystrecke aufzubauen und durch ein selbst geschriebenes Computer Programm zu steuern. Weiterhin wurden verschiedene optische Tische und Vor richtungen konzipiert und zum Teil selber realisiert. In der Arbeitsgruppe existierte keine Expertise bezüglich des Pump-Probe Aufbaus.
1. Motivation und Ziele: Einführung in die Zielsetzung, einen Pump-Probe-Aufbau für zeitaufgelöste magnetooptische Messungen an magnetischen Halbleitern zu etablieren.
2. Theorie zum Licht: Grundlagen der Lichtausbreitung, Polarisation, nichtlinearer optischer Effekte und des magnetooptischen Kerr-Effekts.
3. Theorie zum Laser: Theoretische Grundlagen der Laserphysik, Pulsgenerierung durch Q-Switching und Modenkopplung sowie Autokorrelation.
4. MOKE - magnetooptischer Kerr-Effekt: Erläuterung der physikalischen Grundlagen der MOKE-Geometrien und deren Detektionsverfahren.
5. Theorie zum EuS: Physikalische Eigenschaften und magnetische Ordnung des Halbleiters Europiumsulfid im Kontext des Heisenberg-Modells.
6. Vorhandener Aufbau und nötige Modifikationen: Beschreibung des vorhandenen Laser-Setups und der notwendigen Anpassungen für das Pump-Probe-Experiment.
7. Die Delaystrecke: Detaillierte Darstellung des Aufbaus der Delaystrecke und der zugehörigen computergestützten Steuerung.
8. Messungen: Ausführliche Analyse der experimentellen Ergebnisse bezüglich Leistungsspektrum, Systemstabilität, Spurstabilität und erster Messungen an GaAs und EuS.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Bilanzierung des Projekterfolgs und Perspektiven für zukünftige Pump-Probe-Untersuchungen am EuS.
Pump-Probe-Messungen, Delaystrecke, Femtosekundenlaser, Magnetooptischer Kerr-Effekt, MOKE, Europiumsulfid, EuS, Galliumarsenid, GaAs, Spindynamik, Laserphysik, Modenkopplung, Autokorrelation.
Die Diplomarbeit beschreibt den Aufbau eines experimentellen Setups zur Durchführung von zeitaufgelösten Pump-Probe-Messungen an magnetischen Halbleitern mittels Femtosekundenlaserpulsen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Laserphysik, der Optik, der nichtlinearen Spektroskopie und dem Magnetismus von Halbleitern, speziell unter Verwendung des magnetooptischen Kerr-Effekts.
Das primäre Ziel war es, eine computergesteuerte Delaystrecke in einen bestehenden Versuchsaufbau zu integrieren, um zeitaufgelöste Untersuchungen an magnetischen Systemen innerhalb eines Kryostaten zu ermöglichen.
Verwendet wird die Pump-Probe-Spektroskopie, bei der ein anregender (Pump) und ein abfragender (Probe) Laserpuls mit variabler zeitlicher Verzögerung zur Analyse von Materialeigenschaften eingesetzt werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Aufbaus, die technische Realisierung der Delaystrecke, die Software-Steuerung sowie die experimentelle Validierung mittels Testmessungen an GaAs und magnetischen Hysteresemessungen an EuS.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pump-Probe-Spektroskopie, Delaystrecke, MOKE, Europiumsulfid (EuS) und Spindynamik charakterisieren.
Ein zweifarbiger Aufbau erlaubt es, Elektronen mit einer spezifischen Energie in ein Leitungsband anzuregen und anschließend die Veränderung der magnetischen Eigenschaften mit einer anderen Photonenenergie zeitaufgelöst zu verfolgen.
Thermische Schwankungen im Laserkopf führten zu periodischen Leistungsfluktuationen von etwa 2%, die durch Optimierung der Pumpleistung und Temperaturkontrolle auf 0,4% reduziert werden konnten.
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