Examensarbeit, 2004
72 Seiten, Note: 2.0
Vorwort
Einleitung
1. Bestandsaufnahme der Unterrichtspraxis aus Schülersicht
1.1 Auswertungskriterien
1.2 Charakteristik der Studien
1.3 Auswertung der Studien
1.3.1 Interesse am Sporttreiben außerhalb des Sportunterrichts
1.3.2 Beliebtheit des Sportunterrichts
1.3.3 Umfang des Sportunterrichts
1.3.4 Koedukation
1.3.5 Heterogenität der Leistungsvoraussetzungen
1.3.6 Qualität der Ausstattung
1.3.7 Inhalte des Sportunterrichts
1.3.8 Beurteilung der Lehrkraft
1.3.9 Notengebung
1.3.10 Einstellungen zu Leistungsanforderungen
2. Ausgewählte Perspektiven der Sportdidaktik
2.1 Institutionelle Bedingungen des Schulsports
2.2 Dimensionen didaktischer Entscheidungen
2.3 Positionen der Sportdidaktik
2.3.1 Die dialogische Position der Herausgeber der Zeitung „Sportpädagogik“
2.3.2 Die dialogische Position nach Funke-Wienecke
2.3.3 Krügers Kritik an der dialogischen Position nach Funke Wienecke
2.4 Didaktische Positionen unter Einbezug der Schülersicht
3. Eigene Stellungnahme/Interpretation
3.1 Interpretation der quantitativen Ergebnisse
3.2 Interpretation der qualitativen Ergebnisse
3.3 Eigene Perspektive
Nachwort
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Sportunterricht an den Bedürfnissen und Interessen der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I auszurichten, ohne dabei den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule aus den Augen zu verlieren. Basierend auf einer Bestandsaufnahme empirischer Studien wird untersucht, wie Unterricht gestaltet sein muss, um sowohl sportpädagogisch legitimiert als auch für die Lernenden attraktiv zu sein.
1.3.1 Interesse am Sporttreiben außerhalb des Sportunterrichts
Um Aussagen zu diesem Thema zu machen, werden drei Themengebiete betrachtet:
1. Das Sporttreiben außerhalb des Sportunterrichts allgemein
2. Das Interesse am außerunterrichtlichen Schulsport
3. Das Interesse am Vereinssport und an sonstigem Sporttreiben
Bei der Untersuchung von Kruber geben in der 6. Klasse 89% und in der 8. Klasse 86% der Schüler an, in ihrer Freizeit Sport zu treiben. Bei Schmidt sind es in der 5. und 6. Klasse 85,4% der Jungen und 86,9% der Mädchen. In der 7. und 8. Klasse sagen dies 91,5% der Schüler und 84,6% der Schülerinnen und in den Jahrgängen 9 und 10 Klasse treiben 85,1% der Jungen und 83,8% der Mädchen außerhalb der Schule Sport. Daraus lässt sich ableiten, dass mehr als 80% der Schüler in ihrer Freizeit Sport treiben.
Vorwort: Die Verfasserin beschreibt ihre persönliche Motivation und ihren Anspruch, einen schülerorientierten Sportunterricht zu entwickeln.
Einleitung: Es wird die Problematik der Diskrepanz zwischen Lehrerabsichten und Schülerwünschen im Sportunterricht skizziert und die Vorgehensweise der Arbeit erläutert.
1. Bestandsaufnahme der Unterrichtspraxis aus Schülersicht: Zusammenfassende Auswertung mehrerer Studien zu Einstellungen von Schülern gegenüber dem Sportunterricht und dessen Bedingungen.
2. Ausgewählte Perspektiven der Sportdidaktik: Darstellung verschiedener fachdidaktischer Ansätze und deren institutioneller Einordnung.
3. Eigene Stellungnahme/Interpretation: Synthese aus den Ergebnissen der empirischen Auswertung und den didaktischen Theorien zur Entwicklung eines eigenen Unterrichtskonzepts.
Nachwort: Reflexion über den Lernprozess während der Arbeit und der Wunsch, das entwickelte Konzept in der zukünftigen Lehrpraxis zu erproben.
Sportunterricht, Schülersicht, Sportdidaktik, Schulsport, Unterrichtsgestaltung, Schülerinteressen, Leistungsanforderungen, Notengebung, Koedukation, Lehrerengagement, Sportengagement, Sekundarstufe I, Bewegungserziehung
Die Arbeit untersucht den Sportunterricht in der Sekundarstufe I aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler und reflektiert dies im Kontext sportdidaktischer Konzepte.
Die zentralen Themenfelder sind die Bestandsaufnahme zur Akzeptanz des Sportunterrichts, die Analyse institutioneller Bedingungen sowie die Auseinandersetzung mit verschiedenen sportdidaktischen Positionen.
Das Ziel ist es, ein sportpädagogisch legitimiertes Unterrichtskonzept zu entwickeln, das stärker auf die Interessen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingeht.
Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme auf Basis der Sekundäranalyse bereits existierender empirischer Studien, die mit didaktischen Theorien in Beziehung gesetzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative und qualitative Auswertung von Schülereinstellungen sowie in eine theoretische Erörterung didaktischer Positionen (konservativ, pragmatisch, dialogisch, fundamental).
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sportunterricht, Schülersicht, Sportdidaktik, Schulsport, Unterrichtsgestaltung und Schülerinteressen.
Die Arbeit zeigt, dass Leistungsheterogenität zu Diskriminierung und sozialem Unbehagen führen kann, weshalb der Lehrer gefordert ist, durch Binnendifferenzierung und engagiertes Verhalten gegenzusteuern.
Dies wird auf eine abnehmende Wertigkeit des Schulsports, konkurrierende Freizeitaktivitäten und den gestiegenen Leistungsdruck durch Notengebung zurückgeführt.
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