Diplomarbeit, 2004
84 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Tourismus in Deutschland
2.1. Gästezahlen und Übernachtungen
2.2. Regionale Verteilung
2.3. Betriebe und Beschäftigung
2.4. Messung des Beitrages des Tourismus über die Ausgaben
2.5. Berücksichtigung von Tagesausflügen und Reisekosten
2.6. Zusammenfassung
3. Endogene Regionalentwicklung
3.1. Kritik an traditionellen Entwicklungskonzepten
3.2. Das Konzept der endogenen Entwicklungspotentiale
3.2.1. Definition des Begriffs „regionales Entwicklungspotential“
3.2.2. Arten von Entwicklungspotentialen
3.2.3. Strategien zur Aktivierung regionaler Entwicklungspotentiale
3.2.3.1. Begabungsförderung
3.2.3.2. Engpaßbeseitigung
3.2.3.3. Verflechtungsförderung
3.3. Tourismusförderung als endogene Strategie ?
4. Förderung der endogenen Regionalentwicklung durch touristische Nutzung von Binnengewässern
4.1. Wasserstraßennetz in Deutschland
4.2. Kommerzielle Nutzung von Binnengewässern
4.3. Touristische Nutzung und Freizeitnutzung
4.3.1. Definition Wassertourismus
4.3.2. Entwicklungstrends des Wassertourismus in Deutschland
4.3.2.1. Surfen
4.3.2.2. Tauchen
4.3.2.3. Segeln / Motorbootfahrten
4.3.2.4. Wasserwandern / Kanufahren
4.3.2.5. Wasserski
4.3.2.6. Angeln
4.3.3. Eignung des Wassertourismus zur endogenen Entwicklung
4.3.3.1. Arbeitskräftepotential
4.3.3.2. Kapitalpotential
4.3.3.3. Infrastrukturpotential
4.3.3.4. Markt- bzw. Nachfragepotential
4.3.3.5. Ökologisches Potential
4.3.3.6. Soziokulturelles Potential
4.3.3.7. Entscheidungspotential
5. Beispielregion Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Brandenburg
5.1. Pilotprojekt Charterschein
5.2. Überblick über die Beispielregion
5.3. Die Potentiale der Region
5.3.1. Arbeitskräftepotential
5.3.2. Kapitalpotential
5.3.3. Infrastrukturpotential
5.3.4. Markt- bzw. Nachfragepotential
5.3.5. Ökologisches Potential
5.3.6. Soziokulturelles Potential
5.3.7. Entscheidungspotential
6. Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht, inwieweit die touristische Nutzung von Binnengewässern in der Region Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Brandenburg als Strategie der endogenen Regionalentwicklung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, insbesondere zur Senkung der hohen Arbeitslosigkeit, beitragen kann.
3.2.1. Definition des Begriffs „regionales Entwicklungspotential“
„Eine Region ist ein sozialökonomisches Interaktions- und Kooperationsfeld.“ (Hahne/Stackelberg 1994, S. 85)
Die traditionellen Entwicklungstheorien, mit ihrer Fixierung auf exogene und ökonomische Faktoren, haben nicht die gewünschten langfristigen Erfolge erbracht. Eine Ausweitung der Betrachtung auf die endogenen Potentiale einer Region sowie deren Einbettung in das soziale und ökologische Umfeld, sollen für bessere Entwicklungschancen sorgen.
Die operative Bestimmung des regionalen Entwicklungspotentials kann sowohl über das potentiell erreichbare Outputniveau, als auch anhand der in der Region zu aktivierenden Inputfaktoren erfolgen (Schätzl 2003, S. 156). Giersch (1963, S. 393) definiert das regionale Entwicklungspotential, in Anlehnung an die Investitionstheorie, als: "...jene maximale zusätzliche Nettoausbringung, die dieses Unternehmen mit Hilfe von kapazitätserweiternden Investitionen erzeugen könnte, ohne daß die Grenzproduktivität des eingesetzten Kapitals dadurch unter das herrschende Zinsniveau sinkt.“
1. Einleitung: Vorstellung des Problems der wirtschaftlichen Disparitäten in den neuen Bundesländern und Definition der Zielsetzung, den Wassertourismus als endogene Entwicklungsstrategie zu analysieren.
2. Tourismus in Deutschland: Analyse volkswirtschaftlicher Kennzahlen des Tourismussektors, um dessen Bedeutung und Saisonalität zu verdeutlichen.
3. Endogene Regionalentwicklung: Theoretische Herleitung des Konzepts der endogenen Regionalentwicklung im Kontrast zu traditionellen, exogenen Ansätzen.
4. Förderung der endogenen Regionalentwicklung durch touristische Nutzung von Binnengewässern: Darstellung der Wassertourismusmärkte und methodische Prüfung, wie diese zur Aktivierung regionaler Potentiale beitragen können.
5. Beispielregion Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Brandenburg: Konkrete Anwendung der Theorie auf das Pilotprojekt "Charterschein" und Analyse der regionalen Potentialfaktoren.
6. Zusammenfassung: Resümee der Arbeit, das die Eignung des Wassertourismus als endogene Strategie zur Beschäftigungsförderung in der Zielregion bestätigt.
Endogene Regionalentwicklung, Wassertourismus, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Charterschein, Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt, Tourismusmanagement, Infrastruktur, Entwicklungspotentiale, Binnengewässer, Strukturwandel, Beschäftigung, Regionalwirtschaft, Förderstrategien.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die touristische Nutzung von Binnengewässern dazu beitragen kann, die wirtschaftliche Lage in strukturschwachen Regionen durch den Einsatz regionaler Ressourcen zu verbessern.
Die Arbeit verknüpft Theorien der endogenen Regionalentwicklung mit der Praxis des Wassertourismus, insbesondere in den neuen Bundesländern.
Es soll geklärt werden, ob die touristische Nutzung von Binnengewässern als endogene Strategie geeignet ist, Einkommen und Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Brandenburg nachhaltig zu sichern.
Es erfolgt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse zum Thema endogene Regionalentwicklung sowie eine fallstudienbasierte Untersuchung des Wassertourismusmarktes und des Charterschein-Pilotprojekts.
Der Hauptteil analysiert verschiedene "Potentialfaktoren" (Arbeit, Kapital, Infrastruktur, Markt, Ökologie, Soziokultur) und deren Beeinflussbarkeit durch wassertouristische Aktivitäten.
Endogene Regionalentwicklung, Wassertourismus, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Charterschein und Beschäftigungsförderung sind die prägenden Begriffe.
Der Charterschein dient dem Bürokratieabbau, indem er es Touristen ermöglicht, bestimmte Sportboote ohne den sonst erforderlichen amtlichen Führerschein zu mieten, um so die Nachfrage nach Wassertourismusangeboten zu steigern.
Berlin fungiert aufgrund seiner Bevölkerungsdichte als bedeutender Nachfragemarkt und bietet Synergieeffekte durch die Verknüpfung von städtischem Tourismus mit dem naturnahen Angebot des Umlands.
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