Diplomarbeit, 2004
54 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Begrifflichkeiten
2.1 Ressourcen
2.1.1 Begriff und Einteilung
2.1.2 Ressourcen im Zusammenhang mit Innovation
2.1.3 Ressourcenabhängigkeit
2.2 Die Resource Dependence Perspektive
2.2.1 Entstehung der Perspektive
2.2.2 Kernaussage
2.2.3 Stand der Forschung
2.2.4 Abgrenzung zum Resource-based-view
2.3 Innovation: Begriff und Abgrenzung
3 Die Resource dependence Perspektive im Kontext der Innovation
3.1 Das Phasenkonzept der Innovation
3.2 Problemerkenntnis
3.2.1 Merkmale der Phase
3.2.2 Innovative Unternehmensstrategie im Zusammenhang mit der Wettbewerbssituation
3.3 Ideenfindung
3.3.1 Merkmale der Phase
3.3.2 Abhängigkeit von Kunden
3.3.3 Disruptive Technologien
3.3.3.1 Begriffsbestimmung
3.3.3.2 Das „Innovator’s Dilemma“
3.4 Selektion und Bewertung
3.4.1 Merkmale der Phase
3.4.2 Abhängigkeit von finanziellen Mitteln
3.4.3 Ressourcenallokation
3.4.4 Bildung interner Ventures
3.5 Technische Produktentwicklung
3.5.1 Merkmale der Phase
3.5.2 Interorganisatorische Strategien
3.5.2.1 Lizenznahme
3.5.2.2 Auftragsforschung
3.5.2.3 Kooperationen und Networking
3.6 Einführung und Durchsetzung
3.6.1 Merkmale der Phase
3.6.2 Erfolgsfaktoren in der Markteinführungsphase
3.6.3 Marketingbudgetierung
3.6.4 Kooperationen
3.6.5 Bedeutung des Unternehmensimage
4 Zusammenfassung
5 Fazit
Die Arbeit untersucht den Innovationsprozess unter Einbeziehung der Resource Dependence Perspektive, um zu analysieren, wie externe Abhängigkeiten entstehen, welche Ressourcen in den einzelnen Phasen kritisch sind und wie Unternehmen ihre Autonomie durch strategische Maßnahmen sichern oder wechselseitige Interdependenzen aufbauen können.
3.3.3.2 Das „Innovator’s Dilemma“
Auch gut gemanagte Firmen, die aktuelle Entwicklungen verfolgen und ihre Produkte stetig verbessern, können im Markt scheitern. Das „Innovators Dilemma“ versucht, dafür eine Erklärung zu finden.
Das Problem besteht darin, dass etablierte Firmen gegenüber neuen Technologien unaufgeschlossen sind, da sie sich davon in der nahen Zukunft keine Rendite versprechen. Bei den bisherigen Kunden wird mangelndes Interesse diagnostiziert, sie sehen einen Nutzen für sich selbst eher in einer Weiterentwicklung der von ihnen momentan verwendeten Technologiedimensionen und einer Verbesserung der bestehenden Produkte.
Richtet sich das Unternehmen nun strikt nach den Kundenbedürfnissen, wird es eine neuartige Technologieentwicklung (disruptive Technologie) ablehnen und sich darauf konzentrieren, das zu perfektionieren, was von den Kunden heute und voraussichtlich in Zukunft gewünscht und gekauft wird (sustaining Technologie).
Es zeigt sich jedoch, dass sich die Innovationen, die zunächst auf dem Massenmarkt keinen Erfolg haben, dennoch etablieren können. Dies gelingt, indem sie anfänglich eine Nischenposition besetzen und die wenigen, aber interessierten Kunden ansprechen. Sobald die neue Technologie erste Verwender gefunden hat, kann sie weiter verbessert werden und z.B. zu einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis angeboten werden. Der Durchbruch auf dem Massenmarkt und die Verdrängung der alten Technologie sind somit ermöglicht.
(CHRISTENSEN, BOWER 2001, S. 41f. und CHRISTENSEN 2000)
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit und führt in die zentrale Fragestellung ein, wie Unternehmen externe Abhängigkeiten im Innovationsprozess bewältigen.
2 Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Ressourcen und Ressourcenabhängigkeit erarbeitet sowie die Resource Dependence Perspektive theoretisch verortet und vom Resource-based View abgegrenzt.
3 Die Resource dependence Perspektive im Kontext der Innovation: Das Hauptkapitel analysiert die einzelnen Phasen des Innovationsprozesses – von der Problemerkenntnis bis zur Markteinführung – unter dem Aspekt der externen Abhängigkeiten und zeigt Strategien zu deren Management auf.
4 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Bedeutung der Ressourcenabhängigkeit für den Erfolg oder das Scheitern von Innovationsprojekten.
5 Fazit: Das Fazit ordnet die theoretischen Erkenntnisse ein, unterstreicht die Notwendigkeit einer komplementären Betrachtung von interner und externer Unternehmenssicht und leitet Anforderungen an das Management ab.
Innovation, Ressourcenabhängigkeit, Resource Dependence Perspektive, Innovationsprozess, Disruptive Technologien, Unternehmensstrategie, Interdependenzen, Externe Ressourcen, Wettbewerbsvorteile, Markteinführung, Stakeholder-Ansatz, Unternehmensimage, Kooperation, Networking.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen während ihres Innovationsprozesses von externen Ressourcen abhängig sind und wie sie diese Abhängigkeiten mithilfe der Resource Dependence Perspektive verstehen und strategisch managen können.
Die Arbeit verknüpft Innovationsmanagement mit organisationstheoretischen Ansätzen, untersucht Phasenmodelle der Innovation, beleuchtet das Management von Kundenbeziehungen und analysiert Kooperationsstrategien wie Allianzen oder interne Ventures.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen den Innovationsprozess unter der Bedingung der Ressourcenknappheit erfolgreich steuern können, indem sie sich mit der Umwelt arrangieren oder wechselseitige Abhängigkeiten schaffen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Konzepte der Interorganisationsforschung (insb. Resource Dependence und Transaktionskostentheorie) auf den betriebswirtschaftlichen Innovationsprozess anwendet.
Der Hauptteil gliedert den Innovationsprozess in fünf Phasen (Problemerkenntnis, Ideenfindung, Selektion, Entwicklung, Einführung) und untersucht für jede Phase die spezifischen externen Abhängigkeiten und die entsprechenden strategischen Handlungsoptionen.
Kernbegriffe sind Innovation, Ressourcenabhängigkeit, Interdependenzen, disruptive Technologien, strategisches Management und Kooperationsformen.
Es beschreibt das Phänomen, dass etablierte Unternehmen oft an der Ausrichtung am aktuellen Kundenwunsch scheitern, weil sie dadurch disruptive, zukunftsweisende Technologien ablehnen, die sich zunächst nur in kleinen Nischen etablieren.
Ein positives Image fungiert als strategische Ressource, die Informationsprozesse vereinfacht und beschleunigt, indem sie beispielsweise die Akquise qualifizierter Mitarbeiter erleichtert oder das Vertrauen von Kunden bei der Einführung neuer Produkte stärkt.
Kooperationen ermöglichen es, fehlendes Wissen von außerhalb der Organisation zu nutzen, Kosten und Risiken zu teilen sowie den Handlungsspielraum zu erweitern, wenn die eigene Kapazität für komplexe Innovationen nicht ausreicht.
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