Diplomarbeit, 2005
80 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Arbeit
2. Grundlagen
2.1. Begriffsabgrenzungen
2.1.1. Handel
2.1.2. Discounter
2.1.3. Kundenorientierung
2.1.4. Kundenzufriedenheit
2.1.5. Beschwerde
2.1.6. Beschwerdemanagement
2.2. Bedeutung des Beschwerdemanagements für den Unternehmenserfolg
2.2.1. Ziele des Beschwerdemanagements
2.2.2. Beschwerdemanagement und Kundenzufriedenheit
2.2.3. Informationsgewinn und Prozessoptimierung durch Beschwerdemanagement
2.2.4. Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg
2.3. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Beschwerdemanagement
2.3.1. Voraussetzungen an das Personal
2.3.2. Voraussetzungen an die Informationstechnik
2.4. Organisatorische Aspekte des Beschwerdemanagements
2.5. Beschwerdemanagementprozess im Handel
2.5.1. Beschwerdegründe im Handel
2.5.2. Beschwerdestimulierung
2.5.3. Beschwerdeannahme
2.5.4. Beschwerdebearbeitung
2.5.5. Beschwerdeauswertung
2.5.6. Beschwerdemanagementcontrolling
3. Ist – Analyse des Beschwerdemanagements beim Discounter Aldi Süd
3.1. Vorstellung des Unternehmens
3.2. Beschwerdestimulierung
3.3. Beschwerdeannahme
3.4. Beschwerdebearbeitung
3.5. Beschwerdeauswertung
3.6. Defizite der Beschwerdemanagementprozesse
3.7. Defizite des Beschwerdemanagements
4. Konzept des Beschwerdemanagements des Discounters Aldi Süd
4.1. Ziele des Konzepts
4.2. Erfolgsvoraussetzungen
4.3. Beschwerdestimulierung
4.4. Beschwerdeannahme
4.4.1. Organisatorische Gestaltung
4.4.2. Erfassung der Informationen
4.5. Beschwerdebearbeitung
4.5.1. Aufteilung in zentrale und dezentrale Bearbeitung
4.5.2. Bearbeitung der Beschwerden
4.6. Beschwerdeauswertung
4.7. Beschwerdemanagementcontrolling
5. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse der Möglichkeiten und Ausprägungsformen des Beschwerdemanagements im Einzelhandel. Unter Anwendung eines Unternehmensbeispiels (Aldi Süd) wird ein praxistaugliches Konzept für ein Beschwerdemanagementsystem unter Berücksichtigung organisatorischer und unternehmenspolitischer Voraussetzungen erstellt.
2.1.5. Beschwerde
Dieser zentrale Begriff der Diplomarbeit ist jedem bekannt und jeder hat eine Vorstellung, was darunter zu verstehen ist. Dennoch gibt es Situationen, in denen Klärungsbedarf besteht, inwieweit es sich um eine Beschwerde handelt.15
In einer umfassenden Definition werden Artikulationen von Unzufriedenheit gegenüber dem Unternehmen oder einer Drittinstitution als Beschwerden aufgefasst, wenn diese mit der Intention erfolgen, auf ein schädigend empfundenes Verhalten des Anbieters hinzuweisen, eine Kompensation der erlittenen Beeinträchtigungen zu erreichen und / oder eine Veränderung des Verhaltens des Anbieters zu bewirken.16 Reklamationen stellen eine Untergruppe dar, bei denen sich der Kunde auf eine in Anspruch genommene Leistung bezieht und kaufrechtliche Ansprüche stellt.17 Eine Eingrenzung des Beschwerdebegriffs wird insoweit vorgenommen, dass explizit auf unternehmensgerichtete Kundenbeschwerden eingegangen wird, die sich auf das Marktangebot des Unternehmens beziehen. Somit werden zum einen Beschwerden, die gegenüber einer Drittinstitution wie einer Schiedsstelle geäußert werden und zum anderen Beschwerden aufgrund der gesellschaftlichen Rolle des Unternehmens, nicht berücksichtigt.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, Beschwerdemanagement als Chance zur Kundenbindung zu verstehen.
2. Grundlagen: Erläutert die theoretischen Begriffsabgrenzungen, die Ziele des Beschwerdemanagements und den idealtypischen Prozess im Handel.
3. Ist – Analyse des Beschwerdemanagements beim Discounter Aldi Süd: Analysiert den Ist-Zustand und identifiziert bestehende Defizite in der Handhabung von Kundenbeschwerden bei Aldi Süd.
4. Konzept des Beschwerdemanagements des Discounters Aldi Süd: Entwirft ein spezifisches Konzept für Aldi Süd, das organisatorische und personelle Anpassungen für ein effektives Beschwerdemanagement vorschlägt.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Umsetzbarkeit des Konzepts vor dem Hintergrund der Unternehmensphilosophie.
Beschwerdemanagement, Einzelhandel, Discounter, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Prozessoptimierung, Beschwerdestimulierung, Beschwerdeannahme, Beschwerdebearbeitung, Aldi Süd, Reklamationsmanagement, Total Quality Management, CRM, Beschwerdecontrolling, Kundenorientierung.
Die Arbeit untersucht, wie ein systematisches Beschwerdemanagement bei einem Discounter implementiert werden kann, um Kundenunzufriedenheit aktiv zu begegnen und Prozessschwachstellen zu identifizieren.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Beschwerdemanagements, die Analyse des Ist-Zustands bei Aldi Süd sowie die Erarbeitung eines auf die Unternehmenskultur ausgerichteten Lösungskonzepts.
Das Ziel ist die Erstellung eines praxistauglichen Konzepts für das Beschwerdemanagement, das die spezifischen organisatorischen Gegebenheiten von Aldi Süd berücksichtigt.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Grundlagen, gefolgt von einer Ist-Analyse des Unternehmens Aldi Süd und der anschließenden Entwicklung eines normativen Konzepts unter Berücksichtigung personeller und technischer Faktoren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Grundlagenanalyse, eine kritische Ist-Analyse der bestehenden Prozesse bei Aldi Süd und die detaillierte Konzeptentwicklung, inklusive Controlling-Aspekten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Discounter und Prozessoptimierung geprägt.
Die Arbeit differenziert diese Begriffe, da Reklamationen sich oft auf kaufrechtliche Ansprüche bei speziellen Leistungen beziehen, während Beschwerden eine umfassendere Artikulation von Unzufriedenheit darstellen, die für die Prozessoptimierung wertvolle Informationen liefert.
Die Kultur der Einfachheit und des Fokus auf niedrige Preise bei Aldi Süd macht ein komplexes, teures System unpraktikabel, weshalb das entwickelte Konzept auf Effizienz und pragmatische Lösungen innerhalb der bestehenden Regionalstrukturen setzt.
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