Magisterarbeit, 2004
127 Seiten, Note: 2,6
1.Einführung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Geschichtlicher Grundriss
2.1.1 Schutzaufsicht nach RJWG
2.1.2 Erziehungsbeistandschaft im JWG
2.2 Rechtliche Einordnung
2.2.1 Rechtsanspruch
2.2.2 Voraussetzung
2.2.3 Lebenswelt
2.2.4 Beendigung
2.3 Einordnung der EB durch die Kinder- und Jugendberichte
2.4 Die Erziehungsbeistandschaft an sich
2.4.1 Aufgabenbereiche
2.4.2 Zieldimensionen
2.4.3 Der Erziehungsbeistand absolutus et perfectus
2.5 Adressatenkreis
3. Fachlichkeit in der Praxis
3.1 Hauptamtliche Fachkräfte
3.1.1 Qualifikation
3.1.2 Methoden
3.1.3 Organisation
3.1.4 Trägerschaft
3.1.5 Charakteristik der Hilfe
3.1.6 Erfolgsquote
3.1.7 Nähe vs. Distanz - Vertrauensbasis mit Pferdefuß?
3.2 Ehrenamtliche Erziehungsbeistände
3.2.1 Charakteristik
3.2.2 Eigene Erfahrungen
4. Vorstellung des Forschungsvorhabens
4.1 Gegenstandsbenennung
4.2 Darstellung des Untersuchungsdesigns
4.2.1 Konstruierung des Fragebogens
4.2.2 Erwartete Ergebnisse
4.3 Die beiden Fragebögen
4.3.1 Pretest
4.3.2 Befragung der Kinder und Jugendlichen
4.3.3 Befragung der Erziehungsbeistände
5. Darstellung der Daten
5.1 Resultate aus der Untersuchung der Erziehungsbeistände
5.2 Resultate aus der Untersuchung der Kinder und Jugendlichen
5.3 Mögliche Fehlerquellen
6. Auswertung der Daten
6.1 Gewonnene Ergebnisse
6.2 Eine eindeutige Tendenz?
6.3 Ziehen einer eigenen Bilanz
7. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erziehungsbeistandschaft als ambulante Hilfe zur Erziehung, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen hauptamtlichen Fachkräften und ehrenamtlichen Helfern liegt. Ziel ist es zu analysieren, ob qualitative Unterschiede in der Betreuung sowie in deren Erfolgswahrnehmung bestehen und wie die Klientel – Kinder und Jugendliche – ihre jeweilige Unterstützung bewertet.
3.1.7 Nähe vs. Distanz - Vertrauensbasis mit Pferdefuß?
Von der „Erziehung statt Strafe“ nun zur „Beziehung statt Erziehung“.
Sollte die Schutzaufsicht noch als Strafmaßnahme bei Ungehorsam und Delinquenz dienen, wurde die Erziehungsbeistandschaft im JWG vorrangig zur Erziehungshilfe benutzt. Hinte erklärt nun aber, dass es an der Zeit sei, damit aufzuhören, an den Kinder und Jugendlichen „herumzuerziehen“61 und ihnen stattdessen lieber den Aufbau einer freundschaftlichen Beziehung anzubieten. Eine Beziehung, die durch freundschaftliche Gefühle, Vertrauen und Nähe geprägt sein soll. Genau da befindet sich aber der Stein, über den der Erziehungsbeistand stolpern könnte:
Die Bereitschaft, auf Tuchfühlung mit den Klienten zu gehen, birgt immer auch das Risiko der zu starken Bindung an selbige, der Aufgabe sämtlicher Grenzen, die das, trotz Nähe, von Professionalität geprägte Verhältnis in Frage stellen könnte. Winkler (1996) erwähnt, dass die sozialen Helfer, also diejenigen mit eigentlich objektiver problemorientierter Sichtweise, von ihren Klienten durch zu geringe Distanzierung beherrscht werden könnten.
Dies kann geschehen, indem die Pädagogen in einen Sog aus einem Wirrwarr von sozialer Hilfe und amtlicher Kontrolle, erforderlicher Nähe und zu wahrendem Abstand gezogen werden, dessen Gefahr nur von dem nötigen Gleichgewicht von Nähe und Distanz zum Klienten zu verhindern ist.
1.Einführung: Die Einleitung beleuchtet die kritische Sichtweise auf die Erziehungsbeistandschaft und definiert den theoretischen Rahmen sowie die Forschungsabsicht der Autorin.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel arbeitet die historische Entwicklung von der Schutzaufsicht zur modernen Erziehungsbeistandschaft auf und erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen nach dem KJHG.
3. Fachlichkeit in der Praxis: Hier werden die Anforderungen an hauptamtliche Fachkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter analysiert, wobei Methoden, Trägerschaft und die schwierige Balance zwischen Nähe und professioneller Distanz im Vordergrund stehen.
4. Vorstellung des Forschungsvorhabens: Die Autorin legt das Design ihrer empirischen Studie dar, beschreibt die Konstruktion der zwei Fragebögen für Betreuer und Klienten sowie die methodischen Herausforderungen bei der Datenerhebung.
5. Darstellung der Daten: Dieser Abschnitt präsentiert die Ergebnisse der Befragung von haupt- und ehrenamtlichen Erziehungsbeiständen sowie die demographischen Merkmale der untersuchten Kinder und Jugendlichen.
6. Auswertung der Daten: Die Ergebnisse der Fragebögen werden interpretiert und hinsichtlich der Zufriedenheit und Qualität bei den verschiedenen Betreuertypen gegenübergestellt.
7. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Validität der Studie vor dem Hintergrund der Literatur und stellt die Frage nach der Zukunft der ehrenamtlichen Erziehungsbeistandschaft.
Erziehungsbeistandschaft, Jugendhilfe, ambulante Hilfe, Hauptamtliche Fachkräfte, Ehrenamt, Professionalität, Kindeswohl, Erziehungshilfe, Empirische Untersuchung, Beziehungsarbeit, KJHG, Sozialpädagogik, Klientenzufriedenheit, Kinder- und Jugendberichte, Jugendämter
Die Arbeit analysiert die Praxis der Erziehungsbeistandschaft in Deutschland und untersucht, ob es qualitative Unterschiede in der Arbeit von hauptamtlichen Fachkräften im Vergleich zu ehrenamtlichen Helfern gibt.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen und rechtlichen Entwicklung, dem Anforderungsprofil an die Betreuer, der praktischen methodischen Arbeit und der Klientenzufriedenheit bei Kindern und Jugendlichen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Arbeitsweisen von haupt- und ehrenamtlichen Erziehungsbeiständen unterscheiden und welcher Typ von den betroffenen jungen Menschen erfolgreicher wahrgenommen wird.
Die Autorin führte eine quantitative Befragung mittels zweier unterschiedlicher Fragebögen durch, die sich an die Erziehungsbeistände sowie an die betroffenen Kinder und Jugendlichen richteten.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Fachlichkeit in der Praxis, der Gegenüberstellung von professionellen Anforderungen und Ehrenamtlichkeit sowie der detaillierten Auswertung der erhobenen Daten.
Zentrale Begriffe sind Erziehungsbeistandschaft, Professionalität, Ehrenamt, Jugendhilfe, Beziehungsarbeit, KJHG und Kind-Umwelt-System.
Der Vergleich ist deshalb komplex, weil unterschiedliche Definitionen existieren und die Literatur sowie die Praxis den Bedarf an hoch qualifiziertem Fachpersonal betonen, während die Autorin positive Erfahrungen mit dem ehrenamtlichen Modell sammelte.
Diese Problematik ist essenziell, da der Erziehungsbeistand eine freundschaftliche Vertrauensbasis schaffen soll, ohne jedoch seine professionelle Rolle und die objektive problemorientierte Sichtweise zu verlieren.
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