Diplomarbeit, 2003
59 Seiten, Note: 1,3
Vorwort
1. Einleitung
1.1. Warum ist die Beschäftigung mit Spieltechnik notwendig?
1.2. Welche Ziele verfolgt diese Technikschule?
1.3. Über das Verhältnis Lehrer Schüler
1.4. Über das Körpergefühl beim Musizieren
1.5. Über das Üben
1.6. Über die Kraft von Gedanken
2. Über die Haltung der Gitarre
3. Die linke Hand
3.1. Beschreibung der Aufgabe der linken Hand
3.2. Der Zusammenhang von Kraftaufwand, Zeit und Weg
3.3. Welche Grundhaltung bzw. Ausgangshaltung ist, ausgehend von dieser Erkenntnis, für die linke Hand die günstigste?
3.4. Ein oft auftretendes Problem: „ Mein vierter Finger ist zu klein!“
3.5. Eine kleine tägliche Übung zur Verbesserung der Grundhaltung der linken Hand
4. Die rechte Hand
4.1 Die Aufgabe der rechten Hand
4.2 Zur Haltung der rechten Hand
4.3 Der angelegte Anschlag (apoyando)
4.4 Die Ausführung des angelegten Anschlages
4.5 Der nicht angelegte Anschlag
4.6 Eine kleine Übung zum Wechselschlag
4.7 Über Nagelformen
5. Was kann man aus der Geschichte des Gitarrespiels lernen?
Hinweise zu den „Bewegungsübungen“
1. Anschlagsübungen auf leeren Saiten
2. Arpeggio auf leeren Saiten
3. Übungen für die rechte und linke Hand
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Liste verwendeter Gitarreschulen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, fortgeschrittenen Gitarrenschülern und Autodidakten praxisorientierte Ansätze zur Verbesserung ihrer Spieltechnik zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die Analyse von Bewegungsabläufen und körperlicher Haltung, um ein ökonomisches, schmerzfreies und lustvolles Musizieren zu ermöglichen.
3.2. Der Zusammenhang von Kraftaufwand, Zeit und Weg
Für alle Instrumentalisten, egal ob Schlagzeuger, Bläser, Pianisten, Streicher oder eben auch Gitarristen gilt: je mehr sie in der Lage sind, ihr Instrument auf ökonomische Art und Weise zu spielen (also Kraftaufwand, Zeit und Weg zu sparen) umso mehr können sie. Sie sind dann nämlich in der Lage, viele Aktionen in kurzer Zeit zu erledigen. Die drei Größen Kraftaufwand, Zeit und Weg stehen dabei in sehr enger Wechselwirkung zueinander, so das es meiner Meinung nach nur Sinn macht sie tatsächlich als einen untrennbaren Zusammenhang zu betrachten.
Machen wir dazu doch einmal folgendes Gedankenexperiment: Wir spielen im ständigen Wechsel zwei auf der h-Saite gegriffene Töne (z. B. das „c“ und das „d“) allein mit dem ersten Finger. In der Realität würde natürlich kein Mensch einen schnellen Wechsel zwischen „c“ und „d“ allein mit dem ersten Finger, sondern ersten und dritten Finger spielen! Aber schließlich geht es hier ja auch nur um ein Experiment! Welche Aktionen laufen nun ab, wenn wir einmal davon ausgehen in genau diesem Moment das „c“ gegriffen zu haben? Ich glaube Folgendes muss passieren: a) Kraft muss aus dem Finger genommen werden, damit er b) von der Saite abheben kann. c) Nun legt der Finger (besser die Fingerspitze) einen mehr oder weniger großen Weg in Richtung Ton „d“ zurück, wofür eine bestimmte Zeit benötigt wird und die Hand bzw. der ganze linke Arm etwas bewegt werden muss. (Lagenwechsel) d) Die Fingerspitze berührt nun die h-Saite am 3. Buntstab und drückt sie e) mit einem gewissen Kraftaufwand bis auf diesen nieder. Es sind also insgesamt fünf Arbeitsschritte auszuführen, nur um zwei Töne zu spielen!
Vorwort: Der Autor erläutert die Herausforderungen bei der Vermittlung technischer Grundlagen allein durch Gitarrenschulen und unterstreicht die Wichtigkeit der Kommunikation und Beziehung zwischen Lehrer und Schüler.
1. Einleitung: Diese Einführung richtet sich an fortgeschrittene Schüler und beleuchtet die Notwendigkeit, das eigene Üben selbstständig und methodisch zu gestalten.
2. Über die Haltung der Gitarre: Es werden verschiedene Haltungsmöglichkeiten diskutiert, wobei betont wird, dass eine individuell optimale Position das Fundament für entspanntes Musizieren bildet.
3. Die linke Hand: Dieses Kapitel fokussiert sich auf die präzise und ökonomische Greiftechnik unter Berücksichtigung der Zusammenhänge von Kraftaufwand, Zeit und Weg.
4. Die rechte Hand: Hier werden die verschiedenen Anschlagsarten (apoyando und nicht angelegt) sowie die Bedeutung der Handhaltung für den Klang analysiert.
5. Was kann man aus der Geschichte des Gitarrespiels lernen?: Der Autor reflektiert über den Pioniergeist großer Gitarristen und die stetige Entwicklung der Spieltechnik als einen suchenden Prozess.
Gitarrentechnik, Spieltechnik, Körperhaltung, Alexandertechnik, ökonomisches Musizieren, Instrumentalunterricht, Übungsplanung, Bewegungsabläufe, Kraftaufwand, Gitarrenschule, Musiker-Persönlichkeit, Nageltechnik, Anschlagsarten, Übungseffektivität.
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung technischer Grundlagen für Gitarristen, wobei der Schwerpunkt nicht auf einer bloßen Liedersammlung liegt, sondern auf der Analyse des "Wie" beim Gitarrespielen.
Zentrale Themen sind die ergonomische Körperhaltung, die effiziente Greiftechnik der linken Hand, die differenzierte Anschlagstechnik der rechten Hand sowie die Bedeutung mentaler Vorbereitung und effektiver Übungsmethodik.
Das Hauptziel ist es, den Schüler zum kritischen Nachdenken über sein eigenes Spiel und seine Übungsgewohnheiten anzuregen, um so zu einem schmerzfreien und musikalisch ausdrucksstärkeren Ergebnis zu gelangen.
Der Autor nutzt einen praxisorientierten, analytischen Ansatz, der eigene pädagogische Erfahrungen, Eigen- und Fremdbeobachtung sowie Bezüge zur Alexandertechnik und psychologischen Grundlagen (z.B. Logotherapie) integriert.
Im Hauptteil werden detailliert die Haltung der Gitarre, spezifische Techniken der linken und rechten Hand sowie praktische Bewegungsübungen beschrieben und kritisch hinterfragt.
Gitarrentechnik, Körperhaltung, ökonomisches Musizieren, Übungsplanung, Bewegungsabläufe, Alexandertechnik, Anschlagstechnik und explorative Lerneinstellung.
Dieses physikalische Prinzip ist essenziell, um Bewegungsabläufe zu ökonomisieren, Ermüdung zu vermeiden und in kurzer Zeit präzise musikalische Aktionen auszuführen.
Der Autor konstatiert die marktbeherrschende Präferenz für das Nagelspiel aufgrund der erzielbaren Klangfarben und Lautstärke, betont aber gleichzeitig, dass die individuelle Suche nach der optimalen Nagelform ein langwieriger, persönlicher Prozess ist.
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