Diplomarbeit, 2004
64 Seiten, Note: 2,3
1. Motivation
1.1. Aktualität des Untersuchungsthemas
1.2. Problemstellung und Zielsetzung
1.3.Gang der Untersuchung
2. Theorie- und Analyserahmen
2.1. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen
2.2. Motive für Direktinvestitionen
2.3. Formen der Markteintrittsstrategien im Phasenmodell der Internationalisierung
3. Attraktivität Russlands als Investitionsstandort
3.1. Ökonomische Determinanten
3.1.1. Beschaffungsorientierte Direktinvestitionen
3.1.2. Marktabsatzorientierte Direktinvestitionen
3.1.3. Effizienz- und kostenorientierte Direktinvestitionen
3.2. Umweltpolitische Determinanten
3.3. Business Facilitation Determinanten
3.4. Zwischenfazit
4. Aktivitäten deutscher Unternehmen in Russland
4.1. Branchenspezifische Aktivitäten der deutschen Unternehmen
4.2. Eintrittsstrategien der deutschen Unternehmen
4.3. Die deutsche Wirtschaft in den russischen Regionen
5. Zusammenfassende Betrachtung und Diskussion
Die Arbeit untersucht die Aktivitäten deutscher Unternehmen in Russland seit 1991, analysiert deren Motive und identifiziert sowohl Standortvorteile als auch Investitionshemmnisse in verschiedenen russischen Regionen.
Theorie der Internalisierung
Die Theorie der Internalisierung basiert auf dem Transaktionskostenansatz von Coase. Im Rahmen dieses Ansatzes werden die Transaktionskosten auf dem Markt mit den Kosten von innerorganisatorischen Transaktionen verglichen. Coase kommt bei seiner Analyse zu dem Ergebnis, dass für viele Transaktionen die Abwicklung über den Markt ineffizient ist. In diesem Fall wird die Transaktion nicht über den Markt, sondern mit Hilfe von innerorganisatorischen Koordinationsmechanismen durchgeführt (internalisiert). (Perlitz, M., 2000, S. 125).
In einer Weiterführung dieses Ansatzes von Williamson wird die Entstehung von Transaktionskosten auf die Existenz von Unvollkommenheiten auf Faktor- und Vorproduktmärkten bzw. auf unvollkommene Informationen auf diesen Märkten zurückgeführt. Sowohl der Ansatz von Coase als auch die Weiterführung durch Williamson beziehen sich primär auf das nationale Umfeld eines Unternehmens und gehen nicht gesondert auf eine grenzüberschreitende Internalisierung ein. Die eigentliche Internalisierungstheorie entstand erst mit Buckley und Casson. Sie sehen das Entstehen von multinationalen Unternehmen als Ergebnis der Internalisierung von unvollkommenen Märkten. Vor allem betrachten sie die Märkte für Zwischenprodukte und immaterielles Wissen als unvollkommen (Buckley, P., Casson, M., 1991, S. 39). Die grenzüberschreitende Internalisierung der Märkte erfolgt dann, sobald eine hierarchische Koordination effizienter als eine Koordination über den Markt ist, d.h. eine grenzüberschreitende Internalisierung niedrigere Transaktionskosten verursacht als eine internationale Nutzung der Märkte, z.B. durch Exporte.
1. Motivation: Einführung in die Thematik der deutschen Direktinvestitionen in Russland unter Berücksichtigung globaler Trends und aktueller Relevanz.
2. Theorie- und Analyserahmen: Darstellung wissenschaftlicher Ansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen und deren Motiven.
3. Attraktivität Russlands als Investitionsstandort: Detaillierte Analyse der ökonomischen und umweltpolitischen Faktoren, die den Zufluss von Kapital nach Russland beeinflussen.
4. Aktivitäten deutscher Unternehmen in Russland: Untersuchung der Branchenschwerpunkte, Markteintrittsstrategien und regionalen Verteilung deutscher Firmen in der Russischen Föderation.
5. Zusammenfassende Betrachtung und Diskussion: Synthese der Erkenntnisse hinsichtlich der Bedeutung von Direktinvestitionen für den Transformationsprozess und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Direktinvestitionen, Deutschland, Russland, Markteintrittsstrategien, Joint Ventures, Standortfaktoren, Transaktionskosten, Institutionelle Rahmenbedingungen, Außenwirtschaft, Transformation, Wirtschaftliche Kooperation, Investitionsklima, Export, Unternehmensstrategie.
Die Arbeit analysiert die Dynamik und Struktur deutscher Direktinvestitionen in Russland im Zeitraum von 1991 bis 2004.
Im Fokus stehen Investitionsmotive, Standortfaktoren Russlands, verschiedene Markteintrittsformen sowie die regionale Verteilung der deutschen Wirtschaftsaktivitäten.
Das Ziel ist es, die Gründe für das Investitionsverhalten deutscher Unternehmen in Russland zu erläutern und Potenziale sowie Hemmnisse im Investitionsstandort zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Anwendung theoretischer Ansätze (z.B. OLI-Paradigma, Transaktionskostenansatz) sowie die Auswertung von statistischem Datenmaterial.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einbettung, der Analyse der Standortattraktivität Russlands, den spezifischen Aktivitäten deutscher Unternehmen und der Rolle der verschiedenen russischen Regionen.
Zu den zentralen Begriffen zählen Direktinvestitionen, Joint Ventures, Standortfaktoren, Transformationsprozess und Investitionsklima.
Sie dienen laut Arbeit der Transaktionskostenminimierung und ermöglichen den Zugang zu lokalem Know-how sowie zu behördlichen Kontakten in einem komplexen Umfeld.
Der Beitritt wird als Chance gesehen, die institutionelle Umgebung zu verbessern, Standards anzugleichen und durch mehr Rechtssicherheit das Vertrauen für Investitionen zu stärken.
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