Diplomarbeit, 2000
106 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung und Überblick
2. Aufmerksamkeit und Konzentration
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Modelle und Theorien
2.2.1. Strukturmodelle
2.2.1.1. Filtermodelle
2.2.1.2. Kapazitätsmodelle
2.2.1.3. Ressourcenmodelle
2.2.2. Prozeßmodelle
2.2.2.1. Die Aufmerksamkeitstheorie Galperins
2.2.2.2. Weitere handlungstheoretisch begründete Theorien
2.2.3. Aufmerksamkeit als Produkt verschiedener Komponenten
2.2.3.1. Eine kognitionspsychologische Sicht
2.2.3.2. Eine funktionale Sicht
3. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
3.1. Erscheinungsbild
3.2. Folgeprobleme und prognostische Aussichten
3.3. Ätiologische Vorstellungen
3.3.1. Hirnorganische Faktoren
3.3.1.1. Neurologische Störungen: Minimale Cerebrale Dysfunktion
3.3.1.2. Neurophysiologische Bedingungskonzepte
3.3.1.3. Neurochemische Faktoren
3.3.2. Immunologische und ernährungsbedingte Faktoren
3.3.3. Genetisch-konstitutionelle Anteile
3.3.4. Psychosoziale und gesellschaftliche Faktoren
3.3.5. Handlungstheoretische und integrative Modelle
3.4. Therapeutische Ansätze
3.4.1. Medikamentöse Therapie
3.4.2. Kognitiv-Behaviorale Therapie
3.4.3. Sonstige therapeutische Verfahren
3.4.4. Elterntraining
4. Das Aufmerksamkeits-Komponenten-Training
4.1. Theoretische Grundannahmen
4.1.1. Das Aufmerksamkeitsmodell
4.1.2. Das ätiologische Modell der Aufmerksamkeitsstörungen
4.1.3. Der therapeutische Ansatz
4.2. Entwicklungspsychologische Voraussetzungen der Zielaltersgruppe
4.3. Die Begründung und Realisierung des Trainingskonzepts und zugrundeliegender therapeutischer Prinzipien
4.3.1. Die Einzelaufgaben zum Training der Aufmerksamkeitsmechanismen
4.3.2. Die Vermittlung von aufmerksamkeitsbezogenen Strategien
4.3.3. Die Herstellung einer adäquaten motivationalen Basis
5. Die Durchführung des Aufmerksamkeits-Komponenten-Trainings mit einem Kind im höheren Grundschulalter
5.1. Zielsetzung
5.2. Versuchsperson
5.3. Erhebungsinstrumente
5.4. Durchführung
5.5. Ergebnisse und Diskussion
5.5.1. Motivationsgehalt der Trainingsmaterialien
5.5.2. Angemessenheit des Schwierigkeitsniveaus
5.5.2.1. Einzelaufgaben
5.5.2.2. Metakognitive und strategische Komponenten
5.5.3. Handhabbarkeit der Trainingsmaterialien
5.5.4. Veränderung von Parametern der Konzentration
5.5.4.1. Ergebnisse der Beobachtung
5.5.4.2. Ergebnisse des Aufmerksamkeits-Belastungs-Tests
5.6. Zusammenfassung
6. Abschlußdiskussion
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein theoretisch fundiertes Konzentrationstraining für Kinder im höheren Grundschulalter zu entwickeln, zu konstruieren und dessen praktische Anwendbarkeit in einer Pilotstudie zu erproben. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich ein solches Training auf die Konzentrationsfähigkeit und den Arbeitsstil der Kinder auswirkt.
1. Einleitung und Überblick
“Konzentriere Dich!” ; “Hier spielt die Musik!”; “Du hast mal wieder nicht zugehört!”; “Hör auf, mit dem Stift zu spielen!”; “Diese Fehler wären nicht nötig gewesen! ”; … Solche und ähnliche Aussprüche aus dem Mund von Lehrern, Erziehern und Eltern frustrieren täglich eine große Zahl an Kindern.. Das schon Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Frankfurter Nervenarzt Heinrich Hoffmann beschriebene Phänomen des Zappelphilipp und des Hans guck-in-die-Luft scheint heutzutage noch immer hochaktuell. Eltern und Lehrer geraten im Umgang mit konzentrationsgestörten oder sogenannten hyperaktiven Kindern häufig an ihre Grenzen. Auch eine medikamentöse Behandlung, die mit der Einführung der Stimulanzientherapie, insbesondere des Methylphenidat (Ritalin®), neue Möglichkeiten eröffnete, scheint keine Dauerlösung für die vielschichtigen Probleme der von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen betroffenen Kinder zu bieten.
Es zeichnet sich immer stärker ab, daß es einer Zusammenarbeit von Ärzten, in Beratung und Therapie tätigen Psychologen und Pädagogen bedarf, um der Not dieser Kinder effektiv begegnen zu können. Was steht eigentlich hinter den vielverwendeten Begriffen Aufmerksamkeit, Konzentration oder Hyperaktivität? Was versteht man unter einer Konzentrationsstörung? Und welche Möglichkeiten der Therapie gibt es? Das Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, diesen Fragen nachzugehen.
1. Einleitung und Überblick: Einführung in das Thema Konzentrationsstörungen bei Kindern und Skizzierung des Ziels der vorliegenden Arbeit, ein theoretisch fundiertes Trainingsprogramm zu entwickeln.
2. Aufmerksamkeit und Konzentration: Darstellung verschiedener theoretischer Modelle, die das Phänomen der Aufmerksamkeit aus unterschiedlichen psychologischen Blickwinkeln beleuchten.
3. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen: Analyse der Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Konzentrationsproblemen sowie ein Überblick über bestehende Therapiemöglichkeiten.
4. Das Aufmerksamkeits-Komponenten-Training: Detaillierte theoretische Begründung und Konstruktionsprinzipien des selbstentwickelten Trainingsprogramms für Kinder.
5. Die Durchführung des Aufmerksamkeits-Komponenten-Trainings mit einem Kind im höheren Grundschulalter: Praxisbericht der Erprobung des Trainingsprogramms mit einer Versuchsperson inklusive Ergebnisanalyse.
6. Abschlußdiskussion: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Aufmerksamkeit, Konzentration, Konzentrationsstörung, ADHS, Hyperaktivität, Training, Selbstinstruktion, Metakognition, Grundschulalter, kognitive Strategien, Selbstregulation, Motivationsförderung, Diagnostik, Therapie, Handlungssteuerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Trainingsprogramms zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit von Kindern im höheren Grundschulalter.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Aufmerksamkeitsprozessen, die Ätiologie von Konzentrationsstörungen sowie die verhaltenstherapeutische Konzeption von Trainingsprogrammen.
Das primäre Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes und praktikables Training zu entwickeln, das Kinder dazu befähigt, ihre Konzentration und ihre Selbststeuerungsfähigkeiten zu verbessern.
Es werden theoretische Ansätze aus der Aufmerksamkeits- und Handlungspsychologie integriert und eine praxisorientierte, qualitative Einzelfallstudie zur Erprobung des Trainings durchgeführt.
Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung des Aufmerksamkeits-Komponenten-Trainings, der Beschreibung der Trainingsinhalte und der praktischen Durchführung mit einem Kind.
Aufmerksamkeit, Konzentration, ADHS, kognitive Strategien, Selbstinstruktion, Handlungssteuerung und Grundschulalter.
Dies geschieht durch die Vermittlung von Leitschritten und Selbstinstruktionstechniken, die das Kind dazu anhalten, den eigenen Arbeitsprozess schrittweise zu überwachen und zu steuern.
Die Motivation ist essenziell, daher werden die Aufgaben ansprechend gestaltet, der Erfolg wird durch Rückmeldungen sofort sichtbar gemacht und das Kind wird durch positive Bestärkung (Shaping) zum Durchhalten motiviert.
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