Diplomarbeit, 2002
85 Seiten, Note: sehr gut
1. Wissen und Information
1.1 Historische Betrachtungen
1.2 Daten – Informationen – Wissen
1.3 Der philosophische Wissensbegriff
2. Theorien des Wissensmanagements
2.1 Die Wissensspirale
2.1.1 Vorraussetzungen
2.1.2 Systemische Vorraussetzungen
2.1.3 Explizites und implizites Wissen
2.1.4 Umwandlung des Wissens
2.1.5 Die Wissensspirale in der Praxis
2.2 Das Bausteinkonzept
2.2.1 Wissensziele
2.2.1.1 Normative Wissensziele
2.2.1.2 Strategische Wissensziele
2.2.1.3 Operative Wissensziele
2.2.2 Wissensidentifikation
2.2.3 Wissenserwerb
2.2.4 Wissensentwicklung
2.2.4.1 Individuelle Wissensentwicklung
2.2.4.2 Kollektive Wissensentwicklung
2.2.5 Wissensverteilung
2.2.6 Wissensbewahrung
2.2.7 Wissensbewertung
2.2.8 Anreizsysteme
2.2.8.1 Motivatoren
2.2.8.2 Vergütungssysteme
2.3 Barrieren des Wissensmanagements
2.3.1 Konfliktpotentiale der Wissensentwicklung
2.3.2 Personelle Barrieren der Wissensverteilung
2.3.3 Barrieren der Wissensnutzung
3. Informationstechnologie und Wissensmanagement
3.1 Anforderungen an Wissensmanagement Software
3.1.1 Komponenten von Wissensmanagement Software
3.1.1.1 Wissen organisieren
3.1.1.2 Wissenensretrieval
3.1.1.3 Wissen darstellen
3.1.1.4 Wissen kommunizieren
3.2 Architektur von Wissensmanagement Software
3.2.1 Textbasierte Systeme
3.2.2 Dokumentenmanagement Systeme
3.2.3 Content Management Systeme
3.2.4 Groupware- und Kommunikations-Systeme
3.2.5 Prozessorientierte-Systeme
4. Umsetzung in einem Softwareunternehmen
4.1 Allgemeine Anforderungen an Wissensmanagement Software
4.1.1 Benutzerverwaltung
4.1.2 Archivierungsfunktion
4.1.3 Suchfunktion
4.1.4 Design
4.1.5 Workflow
4.1.6 Qualitätsmanagement
4.1.7 Wissenskommunikation
4.1.8 Wissensentwicklung
4.1.9 Anforderungen an die Unternehmenskultur
4.2 Analyse der Ausgangsituation
4.2.1 Ist-Analyse der vorhandenen Systeme und Prozesse
4.2.1.1 Analyse des Softwaresystems
4.2.1.1.1 Allgemeine Forderungen
4.2.1.1.2 Module
4.2.1.1.3 Suchmaschine
4.2.1.1.4 Dokumentenverwaltung
4.2.1.1.5 Administration
4.2.1.2 Nutzung des Ucone Systems
4.2.1.3 Tellerrandtour
4.2.1.4 Interne Schulungen
4.3 Konzeption des Wissensmanagements
4.3.1 Wissensbewertung
4.3.1.1 Balanced Scorecard (BSC)
4.3.1.2 Balanced Scorecard und Wissensmanagement
4.3.2 Entwicklung eines Anreizsystems
4.3.2.1 Management by Knowledge Objectives
4.3.2.1.1 Wissensidentifikation mit Yellow Pages
4.3.2.1.2 Aktivierung der User
4.3.2.1.3 Explizierung von Wissen
4.3.2.1.4 Interne Bildungsmaßnahmen
4.3.2.2 Problematik der Wissenszieldefinition
5. Wissensmanagement – Wissende managen
Die Arbeit befasst sich mit der Erarbeitung eines Konzepts zur Einführung von Wissensmanagement in einem mittelständischen Softwareunternehmen. Ziel ist es, den Informationsfluss zu optimieren, Wissen für die Zukunft zu sichern und die Unternehmenskultur durch gezielte Management-Strategien so anzupassen, dass Wissensaustausch und Wissensentwicklung gefördert werden.
2.1. Die Wissensspirale
Das Konzept der Wissensspirale beschäftigt sich mit der Entstehung von Wissen in Organisationen. Hier wird nicht nur das Individuum betrachtet, sondern auch die Prozesse analysiert die dazu führen, dass Wissen innerhalb von Organisationen geschaffen, verteilt und dokumentiert wird.
„Organisationales Lernen betrifft die Veränderung der organisationalen Wissensbasis, die Schaffung kollektiver Bezugsrahmen sowie die Erhöhung der organisationalen Problemlösungs- und Handlungskompetenz.“
In ihrer Forschungsarbeit identifizierten Nonaka und Takeuchi, ausgehend von den Ansichten der klassischen fernöstlichen Wissensentstehung, das Konzept der Wissensspirale.
Die Wissensentstehung verläuft demnach entlang einer gedachten Spirale vom implizitem zum expliziten Wissen und gleichzeitig vom Individuum hin zur Organisation.
Die Wissensspirale weist folglich eine epistemologische Dimension die das Wechselspiel von implizitem und explizitem Wissen betrachtet und eine ontologische Dimension welche die Ausbreitung des Wissens innerhalb der Organisation darstellt, auf.
1. Wissen und Information: Dieses Kapitel erläutert historische Hintergründe und philosophische Grundlagen des Wissensbegriffs sowie die Differenzierung zwischen Daten, Informationen und Wissen.
2. Theorien des Wissensmanagements: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie die Wissensspirale und das Bausteinkonzept nach Probst vorgestellt, die den Umgang mit Wissen in Organisationen strukturieren.
3. Informationstechnologie und Wissensmanagement: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Softwarelösungen als technologische Enabler für Wissensmanagement-Prozesse und betrachtet verschiedene Systemarchitekturen.
4. Umsetzung in einem Softwareunternehmen: Im Hauptteil wird die Ausgangssituation eines konkreten Softwareunternehmens analysiert und basierend darauf ein Konzept zur Einführung von Wissensmanagement-Methoden entwickelt.
5. Wissensmanagement – Wissende managen: Das Fazit fasst die Relevanz des Wissensmanagements zusammen und betont die Notwendigkeit, Wissensmanagement als anspruchsvolle Managementaufgabe zu begreifen.
Wissensmanagement, Wissensspirale, Wissensziele, implizites Wissen, explizites Wissen, Bausteinkonzept, IT-Unterstützung, Unternehmenskultur, Wissensbewertung, Anreizsysteme, Management by Knowledge Objectives, Wissenserwerb, Wissensverteilung, Wissensbewahrung, Wissensentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie ein Softwareunternehmen Wissensmanagement-Konzepte erfolgreich in seinen operativen Alltag integrieren kann, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.
Im Mittelpunkt stehen die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Anforderungen an unterstützende Softwarelösungen sowie die praktische Analyse der Unternehmenskultur.
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Konzepts, das bestehende Schwachstellen im Wissensaustausch beseitigt und die Wissensbasis im Unternehmen systematisch verankert.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse bestehender Managementtheorien mit einer empirischen Mitarbeiterbefragung zur Ist-Analyse der IT-Nutzung und Unternehmenskultur.
Der Hauptteil widmet sich der Analyse vorhandener Softwaresysteme (z.B. Ucone) und dem Entwurf einer Neukonzeption unter Verwendung der Balanced Scorecard und Management-by-Knowledge-Objectives.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wissensspirale, implizites Wissen, Anreizsysteme, Wissensbewertung und die Verknüpfung von Management-Strategien mit IT-Strukturen.
Die Arbeit analysiert das webbasierte Informationssystem "Ucone" der Zapwerk AG im Hinblick auf seine Eignung für das Wissensmanagement bei der Think Tank Corp. Consulting GmbH.
Der Autor betont, dass ein Wissensmanagement-System ohne eine unterstützende, offene Unternehmenskultur und entsprechende Anreizsysteme kaum das volle Potenzial entfalten kann.
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