Diplomarbeit, 2005
108 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Motivation
1.2 Aufgabenstellung und Ziele
1.3 Aufbau der Arbeit
2 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
2.1 Definition
2.2 Motiv
2.3 Aufgaben und Ziele
2.4 Nutzen
2.4.1 Marktseitiger Nutzen
2.4.2 Innerbetrieblicher Nutzen
2.4.3 Lieferantenseitiger Nutzen
3 ANALYSEPHASE
3.1 Ist-Situation & Problemdarstellung
3.1.1 Fehlende Transparenz
3.1.2 Bullwhip-Effekt
3.1.3 Lange Reaktionszeiten über mehrere Knoten hinweg
3.1.4 Informationsverzerrung
3.1.5 Häufige Anpassung des Bestandsniveaus
3.1.6 Bedarfsbündelung
3.2 Anforderungsanalyse
3.2.1 Anforderungen an eine Supply Chain
3.2.1.1 Anforderungen aus Sicht eines OEMs
3.2.1.2 Anforderungen aus Sicht eines Zulieferers
3.2.2 IT-Konzept - Supply Chain Monitoring
3.2.2.1 Einführung
3.2.2.2 Ziele und Aufgaben
3.2.2.3 Funktionalität
3.2.3 Berechtigungskonzept
3.2.4 Anforderungen an die Software
3.2.4.1 Benutzerverwaltung
3.2.4.2 Benutzer-Aktivitäten
3.2.4.3 Supply Chain Daten verwalten
3.2.4.4 System-Prozesse
4 DESIGNPHASE
4.1 Schichtenmodell
4.2 Datenmodell
5 REALISIERUNG
5.1 SAP Business Connector
5.1.1 Business Connector Server
5.1.2 Business Connector Developer
5.1.2.1 Flow-Service
5.1.2.2 Pipeline
5.1.2.3 Flow-Step
5.1.2.4 Java-Services
5.2 Erklärung zugrundeliegender Technologien
5.2.1 IDOCs
5.2.2 Dynamic Server Pages
5.2.2.1 Vorteile von DSPs
5.2.2.2 Erstellen
5.2.2.3 Veröffentlichen
5.2.2.4 Aufrufen
5.3 Umsetzung / Implementierung
5.3.1 Benutzeroberfläche
5.3.2 Flow-Service
5.3.3 Dynamik Server Page
5.3.4 Datenbankmanagementsystem mysql
6 EINFÜHRUNG IN UNTERNEHMEN
6.1 Allgemeines
6.2 Auswirkungen auf die Unternehmen
6.3 Verantwortlichkeiten der Unternehmen
6.4 Modellierung der Supply Chain
7 HANDLUNGSVORAUSSETZUNGEN UND AUSBLICK
7.1 Handlungsvoraussetzungen
7.2 Risiken und Grenzen
7.3 Ausblick
7.4 Optimierungspotential in Zahlen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Realisierung eines Software-Prototyps für das Supply Chain Monitoring in der Automobilbranche, um durch erhöhte Informationstransparenz logistische Ineffizienzen zu beseitigen. Die Arbeit adressiert dabei die Herausforderungen von Multi-Tier-Lieferketten, insbesondere die Problematik des Bullwhip-Effekts, und nutzt SAP NetWeaver-Technologien für die Umsetzung einer zentralen Monitoring-Lösung.
3.1.2 Bullwhip-Effekt
Dieser in den 1960ern von Jay Forrester erstmals benannte Effekt bezeichnet das Aufschaukeln von Bestellmengen in Richtung der Zulieferer entlang einer Supply Chain. In vielen Publikationen wird der Bullwhip-Effekt als das Hauptmotiv für Supply Chain Management dargestellt. Verdeutlichen lässt er sich am besten mittels einer Abbildung.
Dargestellt ist die Bestellmenge von drei aufeinander folgenden Knoten einer Supply Chain. Es ist deutlich erkennbar, dass sich ein kleiner Ausschlag über jeden Knoten der Supply Chain hinwegsetzt und dabei deutlich verstärkt.
Grund hierfür ist zum einen eine Zeitversetzung, die entsteht, bis die erhöhte Bestellmenge von Knoten zu Knoten weiter gegeben wird, und zum anderen die Bestellpolitik der einzelnen Firmen, die so ausgelegt ist, dass sich der Zielbestand für die nächste Periode anhand von vergangenen Bestellungen errechnet. Diese Anpassung des Bestandsniveaus in den einzelnen Lagerbeständen der Supply Chain an die gesteigerten Bedarfe verursacht ein zusätzliches Bestellvolumen ohne Vorhandensein einer realen Erhöhung.
Die folgenden Tabellen verdeutlichen den Bullwhip-Effekt anhand eines Zahlenbeispiels. (Bestellpolitik: Doppelter Vorrat der jeweils bestellten Mengen)
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für eine Prozessoptimierung in der Automobillogistik und definiert die Zielsetzung der Arbeit, ein System zur Überwachung von Lieferketten zu entwickeln.
2 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT: Es werden die begrifflichen Grundlagen des SCM gelegt, der Nutzen der unternehmensübergreifenden Koordination diskutiert und die Ziele einer integrierten Wertschöpfungskette definiert.
3 ANALYSEPHASE: Nach einer detaillierten Erörterung der Ist-Situation und spezifischer Probleme wie des Bullwhip-Effekts werden die funktionalen Anforderungen an eine Monitoring-Software spezifiziert.
4 DESIGNPHASE: Dieses Kapitel beschreibt die technische Architektur der Lösung, insbesondere das dreischichtige Client-Server-Modell, sowie die Ausgestaltung des zugrunde liegenden Datenmodells.
5 REALISIERUNG: Hier werden die Implementierungsdetails des Prototypen auf Basis des SAP Business Connectors, inklusive der Verwendung von Flow-Services und Dynamic Server Pages, dargelegt.
6 EINFÜHRUNG IN UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel diskutiert organisatorische Aspekte und notwendige Verantwortlichkeiten, die bei der Einführung einer solchen Software in einem hierarchisch strukturierten Automobil-Zuliefernetzwerk beachtet werden müssen.
7 HANDLUNGSVORAUSSETZUNGEN UND AUSBLICK: Den Abschluss bildet eine Untersuchung der qualitativen Voraussetzungen für den Erfolg von SCM-Projekten sowie ein Ausblick auf das erreichbare Optimierungspotenzial.
Supply Chain Management, Supply Chain Monitoring, Bullwhip-Effekt, SAP NetWeaver, SAP Business Connector, Multi-Tier-Integration, Automobilbranche, Bestandsmanagement, Prozessoptimierung, Lieferkette, Datenmodell, Flow-Service, Dynamic Server Pages, Logistik, Transparenz
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und technischen Realisierung eines Software-Systems zur Überwachung komplexer Lieferketten in der Automobilindustrie.
Die zentralen Felder sind das Supply Chain Management, die IT-gestützte Prozessoptimierung, die Modellierung von Zulieferbeziehungen und die technische Integration mittels SAP-Komponenten.
Das Hauptziel ist die Beseitigung logistischer Ineffizienzen und Engpässe durch die Schaffung einer transparenten Informationsgrundlage über alle Knoten einer Wertschöpfungskette hinweg.
Es wird ein modellbasierter Ansatz aus der Softwareentwicklung gewählt, der die Ist-Situation analysiert, Anforderungen ableitet und diese in einem Design (Schichtenmodell/Datenmodell) sowie einer Implementierung (Prototyp) umsetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine betriebswirtschaftliche Analyse, die Spezifikation der Software-Anforderungen, das technische Design sowie die detaillierte Beschreibung der Realisierung mittels SAP Business Connector und Datenbankanbindung.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie SCM, Supply Chain Monitoring, Bullwhip-Effekt, SAP NetWeaver und Multi-Tier-Supplier-Integration definieren.
Durch die zentrale Bereitstellung von Bedarfs- und Bestandsdaten wird die Informationsverzerrung reduziert, wodurch Zulieferer ihre Produktion präziser an den tatsächlichen Bedarf des OEMs ausrichten können.
Die Dynamic Server Pages dienen als Web-Frontend für die Anwender, über das sie auf die vom Business Connector verarbeiteten Services und Daten zugreifen können.
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