Bachelorarbeit, 2017
91 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Fundierung des Goodwill
2.1 Zielsetzung und Grundsätze der internationalen Rechnungslegung
2.2 Begriff des Goodwill
2.3 Arten des Goodwill
2.4 Entwicklung der Goodwill-Bilanzierung
2.5 Abgrenzung des Goodwill zu den immateriellen Vermögenswerten
3 Goodwill-Bilanzierung nach IFRS 3
3.1 Formen von Unternehmenszusammenschlüssen
3.2 Varianten der Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode
3.3 Zugangsbilanzierung des Goodwill nach der Erwerbsmethode
3.3.1 Identifikation des Erwerbers und des Erwerbszeitpunkts
3.3.2 Kaufpreisallokation der erworbenen Vermögenswerte
3.3.3 Zuordnung des Goodwill auf die Cash Generating Units
3.4 Folgebilanzierung des Goodwill nach der Erwerbsmethode
3.4.1 Systematik des Impairment-Tests nach IAS 36
3.4.2 Ermittlung des Nettoveräußerungswerts
3.4.3 Ermittlung des Nutzungswerts
3.5 Discounted Cash-Flow-Verfahren im Rahmen des Impairment-Tests
3.5.1 Konzeption des Discounted Cash-Flow-Verfahrens
3.5.2 Ermittlung des Free Cash-Flow
3.5.3 Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes
3.6 Anhangangaben
3.6.1 Anhangangaben zum Unternehmenszusammenschluss
3.6.1 Anhangangaben zur Wertminderung
4 Analyse und Würdigung der aktuellen Goodwill-Bilanzierungspraxis
4.1 Darstellung und Beschreibung der wesentlichen Bewertungsparameter
4.2 Analyse der Goodwill-Bilanzierung auf Basis ausgewählter Studien
4.2.1 Analyse der Studien nach quantitativen Aspekten
4.2.2 Analyse der Studien nach qualitativen Aspekten
4.3 Zusammenfassende Würdigung der analysierten Studien
4.3.1 Würdigung der quantitativen Aspekte
4.3.2 Würdigung der qualitativen Aspekte
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts (Goodwill) nach IFRS/IAS umfassend zu erläutern, wobei ein besonderer Fokus auf dem Impairment-Only-Approach liegt. Die Forschungsfrage untersucht die kritischen Aspekte und bilanzpolitischen Ermessensspielräume, die sich aus der Abkehr von der planmäßigen Abschreibung hin zum jährlichen Werthaltigkeitstest ergeben, und bewertet diese anhand empirischer Studien zum deutschen Kapitalmarkt.
2.2 Begriff des Goodwill
In IFRS 3 wird der GoF als ein Vermögenswert definiert, der einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen aus den – im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses – erworbenen Vermögenswerten darstellt. Diese sind nicht einzeln identifizierbar und können folglich nicht separat angesetzt werden. Somit stellt der Goodwill eine rechnerische Residualgröße zwischen Ertrags- und Substanzwert bzw. als Differenz zwischen der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) für den Beteiligungserwerb und dem neubewerteten Nettovermögen in der Bilanz dar. Diese Definition impliziert, dass der Goodwill ein Residuum darstellt, welches sich nicht näher spezifizieren lässt.
In der Literatur existiert jedoch eine Reihe von Konzepten, die versuchen, den Goodwill als Restgröße idealtypisch zu zerlegen. Folglich ist das Ziel den Goodwill aufzulösen und die dahinterstehenden Vermögenswerte und Schulden in den Konzernabschluss aufzunehmen. Dies geschieht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung.
Ein erster richtungsweisender Ansatz stammt von Wöhe. Sein Konzept spaltet den Goodwill in drei Komponenten auf:
1. Den Wert nicht bilanzierungsfähiger immaterieller Vermögenswerte (z.B. Kundenstamm, Organisation usw.),
2. den Kapitalisierungsmehrwert (stille Reserven), der in den bereits bilanzierten Vermögenswerten steckt sowie
3. den verlorenen Betrag (à fonds perdu), den ein Käufer zahlt, da dieser den Geschäftsbetrieb unbedingt akquirieren will.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Goodwill-Bilanzierung im Kontext internationaler Unternehmenszusammenschlüsse ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Fundierung des Goodwill: Dieses Kapitel erörtert den institutionellen Rahmen der IFRS und definiert den Goodwill als zentrales "Wertekonglomerat" sowie dessen theoretische Komponenten.
3 Goodwill-Bilanzierung nach IFRS 3: Dieser Hauptteil behandelt detailliert die Erst- und Folgebilanzierung des Goodwill, einschließlich der Erwerbsmethode, des Impairment-Tests nach IAS 36 und relevanter Anhangangaben.
4 Analyse und Würdigung der aktuellen Goodwill-Bilanzierungspraxis: In diesem Kapitel werden empirische Studien analysiert, um die kritischen Punkte und Ermessensspielräume in der aktuellen Bilanzierungspraxis aufzuzeigen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit künftiger Änderungen der Goodwill-Bilanzierung aufgrund der anhaltenden Kritik am Impairment-Only-Approach.
Goodwill, IFRS 3, IAS 36, Impairment-Only-Approach, Unternehmenszusammenschluss, Erwerbsmethode, Kaufpreisallokation, Cash Generating Units, Diskontiertes Cash-Flow-Verfahren, Bilanzanalyse, Goodwill-Blase, Anhangangaben, Kapitalkonsolidierung, Wertminderungstest, Nutzungsdauer.
Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts (Goodwill) nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS und der kritischen Würdigung des seit 2004 geltenden Impairment-Only-Approach.
Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung des Goodwill, die praktische Umsetzung der Erwerbsmethode sowie die komplexe Folgebilanzierung unter Anwendung des jährlichen Werthaltigkeitstests.
Das Ziel ist die umfassende Erläuterung der Bilanzierung des derivativen Goodwill und die kritische Untersuchung der damit verbundenen Ermessensspielräume des Managements bei der Werthaltigkeitsprüfung.
Der Autor führt eine literaturgestützte Theorieanalyse durch und untermauert diese durch eine Auswertung zahlreicher empirischer Studien, die Konzernabschlüsse deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen im Zeitraum 2000 bis 2015 betrachten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Bilanzierung nach IFRS 3 inklusive der Kaufpreisallokation und der Verteilung auf Cash Generating Units sowie die Analyse der Bilanzierungspraxis mittels empirischer Studien.
Die wichtigsten Schlagworte sind Goodwill, IFRS 3, IAS 36, Impairment-Only-Approach, Kaufpreisallokation, Cash Generating Units und DCF-Verfahren.
Der Autor kritisiert, dass der Werthaltigkeitstest stark ermessensbehaftet ist und dem Management Spielräume bietet, die eine planmäßige Abschreibung vermissen lassen und somit zu einer "Goodwill-Blase" in den Bilanzen führen können.
Der Begriff beschreibt einen Unternehmenszusammenschluss, bei dem der Kaufpreis aufgrund von Verhandlungsgeschick unter dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens liegt, was nach IFRS 3 als Erfolgswirksamer Gewinn zu erfassen ist.
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