Bachelorarbeit, 2016
74 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Einteilung, Kennzeichen und Ursachen von Brüchen
2.2 Korrosion
2.2.1 Allgemeine Korrosionsmechanismen und Erscheinungsformen
2.2.2 Magnesiumkorrosion
2.3 Magnesium
2.3.1 Physiologische Bedeutung von Magnesium
2.3.2 Magnesiumlegierungen als Implantatwerkstoff
2.3.3 Gadolinium als Legierungselement
2.4 Prüfstand für den Nachweis von SpRK
2.5 Ausgangssituation
3 Methodik
3.1 Bestandsaufnahme
3.2 Anwendung des Rasterelektronenmikroskops
3.3 Chromsäurebehandlung der Drähte im T4 und as-drawn Zustand
3.4 Erstellung von aussagekräftigen Längsschliffen
3.5 Anwendung des Digitalmikroskops
4 Ergebnisse
4.1 REM gestützte Bruchflächenanalyse
4.1.1 Analyse der Drähte im as-drawn* und T4* Zustand
4.1.2 Analyse der Drähte im as-drawn und T4 Zustand
4.2 Restbruchflächen
4.3 Analyse der präparierten Magnesiumdrähte am Digitalmikroskop
5 Auswertung
5.1 Zeitstandkurve
5.2 Chromsäurebehandlung
5.3 Bruchflächenanalyse
5.4 Restbruchflächen
5.5 Gefügeuntersuchung
5.6 Ergebnis
6 Zusammenfassung
7 Ausblick
8 Anhang
8.1 Elektrochemische Spannungsreihe ausgewählter Metalle
8.2 Pourbaix-Diagramm von Magnesium
8.3 Daten aus Zeitstandversuch
8.4 Reaktionsgleichungen der Chromsäurebehandlung
8.5 Beispielprotokoll Zeitstandversuch
8.6 REM Aufnahmen
8.7 Sicherheitsdatenblatt Chromsäure
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Magnesium-Gadolinium-Legierung Mg4Gd auf ihre Anfälligkeit gegenüber Spannungsrisskorrosion (SpRK) unter statischer Last, um deren Eignung als resorbierbarer Implantatwerkstoff zu bewerten.
2.4 Prüfstand für den Nachweis von SpRK
Der in diesem Abschnitt erläuterte Prüfstand ermöglicht es, Werkstoffproben (Schrauben, Drähte, Wellen) auf Spannungsrisskorrosion zu untersuchen [Gar14]. Dabei wird die Probe einer statischen, einachsigen Last auf Zug, im elastischen Spannungsbereich des Werkstoffes, ausgesetzt. Der Prüfstand erlaubt eine bis zu 50 kg schwere Belastung der Probe. Eine Zeitmesseinheit ermittelt automatisch die Dauer bis zum Versagen und stellt diese auf einem Display dar. Die Probenhalter lassen sich je nach gegebener Geometrie austauschen und gewährleisten, dass eine gewissen Prüfstrecke im direkten Kontakt mit dem Elektrolyten ist. Somit befindet sich die Probe während der Belastungsphase in der Korrosionskammer. Der dort vorhandene Elektrolyt kann je nach Bedarf ruhend, oder in einer durch die Laborheizpumpe erzeugte Strömung mit der Prüfstrecke in Berührung kommen.
Die Temperatur des Elektrolyten lässt sich in beiden Zuständen einstellen. Die thermische Energie wird über ein Wärmetauscherprinzip auf den Elektrolyten, der mit dem Probenkörper in Kontakt steht, übertragen. Dadurch lassen sich Temperaturschwankungen, resultierend aus dem diskontinuierlichen Heizvorgang der Laborheizpumpe, minimieren. Um für möglichst reale Bedingungen bei der Untersuchung der Magnesiumdrähte zu sorgen, werden Einstellungen vorgenommen, die den Bedingungen im menschlichen Körper ähneln. Dadurch kann das Korrosionverhalten und die Neigung zu Spannungsrisskorrosion im direkten Einsatz am besten nachvollzogen werden. Als Elektrolyt wird in diesem Zusammenhang Ringeracetat-Lösung verwendet, welche in der Medizin als Blutersatz dient und dem Blut ähnelnde Eigenschaften besitzt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der resorbierbaren Magnesiumimplantate und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der Spannungsrisskorrosionsneigung von Mg4Gd.
2 Grundlagen: Theoretische Erläuterung von Bruchmechanismen, Korrosionsarten bei Magnesium sowie die physiologische und werkstofftechnische Bedeutung von Magnesium-Gadolinium-Legierungen.
3 Methodik: Darstellung der Vorgehensweise bei der Datenerfassung, der REM-Untersuchung, der chemischen Reinigung der Proben sowie der metallographischen Längsschliffpräparation.
4 Ergebnisse: Detaillierte Auswertung der Bruchflächenanalysen sowie der Gefügeuntersuchungen der verschiedenen Drahtzustände nach dem Zeitstandversuch.
5 Auswertung: Diskussion der Erkenntnisse bezüglich der Korrosionsrate, des Einflusses der Wärmebehandlung und des tatsächlichen Versagensmechanismus der untersuchten Legierung.
6 Zusammenfassung: Zusammenfassende Bewertung, dass die Legierung Mg4Gd unter den gewählten Bedingungen nicht zu Spannungsrisskorrosion neigt, sondern ein duktiles bzw. sprödes Mischbruchverhalten zeigt.
7 Ausblick: Diskussion potenzieller Optimierungsmöglichkeiten der Legierung sowie weiterer notwendiger Untersuchungen zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit.
8 Anhang: Detaillierte Datenblätter, Diagramme, tabellarische Auswertungen der Zeitstandversuche und das Sicherheitsdatenblatt zur verwendeten Chromsäure.
Magnesium, Gadolinium, Mg4Gd, Spannungsrisskorrosion, SpRK, Korrosionsverhalten, Bruchflächenanalyse, Rasterelektronenmikroskop, REM, Längsschliff, Zeitstandversuch, Biodegradierbare Implantate, Legierung, Werkstofftechnik, Ringeracetat-Lösung
Die Arbeit untersucht das Versagensverhalten von Magnesiumdrähten der Legierung Mg4Gd unter statischer Zuglast in einer körperähnlichen Umgebung, um festzustellen, ob das Material zu Spannungsrisskorrosion neigt.
Zentral sind die Materialwissenschaft von Magnesiumlegierungen, spezifische Korrosionsmechanismen (insbesondere Lochkorrosion und SpRK), die Werkstoffprüfung sowie die mikroskopische Schadensanalyse.
Das Ziel ist der Nachweis, ob die Legierung Mg4Gd bei definierter Probengeometrie im elastischen Bereich zu Spannungsrisskorrosion neigt, was ihren Einsatz als resorbierbares Implantat verhindern würde.
Zum Einsatz kommen statische Zeitstandversuche, eine Rasterelektronenmikroskopie (REM) zur Bruchflächenanalyse, eine chemische Oberflächenbehandlung mit Chromsäure und lichtmikroskopische Untersuchungen von Längsschliffen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Korrosion, die methodische Vorgehensweise zur Probenanalyse, die Darstellung der gewonnenen Ergebnisse aus den Versuchsreihen sowie deren wissenschaftliche Auswertung.
Wichtige Begriffe sind Mg4Gd, Magnesiumlegierungen, Spannungsrisskorrosion, REM-Analyse, Zeitstandversuch, Korrosionsrate und Längsschliffpräparation.
Magnesium besitzt eine gute Biokompatibilität und knochenähnliche mechanische Eigenschaften. Die Legierung mit Gadolinium soll die Korrosionsrate senken und die Stabilität während der Heilungsphase verbessern.
Die Untersuchungen ergaben, dass kein Versagen durch Spannungsrisskorrosion vorlag. Das Versagen der Drähte wurde primär durch eine korrosive Querschnittsminderung aufgrund von Loch- und Muldenkorrosion verursacht.
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